Tablet, Ultrabook und Bilderrahmen in einem Gerät

Gelenkig: Lenovo IdeaPad Yoga 13 im Test

Mach mir das Zelt: Das Lenovo IdeaPad Yoga ist kein normales Notebook, denn es lässt sich dank spezieller Display-Scharniere in ungewöhnlichen Positionen aufstellen und bedienen. Je nach Einsatzzweck verwandelt es sich vom Notebook in ein Tablet oder in eine Art digitalen Bilderrahmen.

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Gelenkig: Lenovo IdeaPad Yoga 13 im Test: Musik: "Enter the Party" Kevin MacLeod (incompetech.com) Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by/3. Zum Video: Gelenkig: Lenovo IdeaPad Yoga 13 im Test

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ausstattung
  2. 2Verarbeitung
  3. 3Display
  4. 4Ergonomie, Tastatur, Motion Control
  5. 5Leistung und Akkulaufzeit
  6. 6Umwelt
  7. 7Fazit
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Wieder so ein Produkt, bei dem sich so mancher Technik-Fan fragen mag: Wieso ist da vorher noch nie jemand drauf gekommen? Im Falle des IdeaPad Yoga 13 lautet der Grund wohl: Windows. Denn erst das neue, auf die Bedienung mit dem Finger ausgelegte Microsoft-Betriebssystem ist sinnstiftend für Gerätekategorien im Stile des Testgerätes.

Das IdeaPad Yoga lässt sich prinzipiell in vier unterschiedlichen Betriebsmodi verwenden. Lenovo spricht dabei vom Notebook-, Tablet-, Zelt- und Stand-Modus. Beim Aufklappen des 13-Zoll-Displays sieht man dem Yoga seine Verrenkungskünste nicht an. Dies tritt erst ein, wenn man das Display nahtlos um mehr als 180 Grad nach hinten klappt. Liegt es anschließend auf dem Gehäuserücken, befindet sich das Yoga im Tablet-Modus. 

Im Zelt-Modus hingegen steht das IdeaPad wie ein umgedrehtes "V" auf dem Tisch, beim sogenannten Stand-Modus wiederum liegt die Tastatureinheit auf dem Tisch. Im Gegensatz zu den meisten anderen Convertibles wie etwa dem Dell XPS 12 oder dem Toshiba Satellite U920t sieht man dem Lenovo IdeaPad Yoga seine Transformer-Qualitäten auch auf den zweiten Blick nicht an. Gut so! 

Ausstattung

Leider bietet das Testgerät nur zwei USB-Schnittstellen und nur eine davon beherrscht den fixen USB-3.0-Standard. Im Office-Betrieb werden manche Yoga-Käufer daher nicht um den Einsatz eines zusätzlichen Hubs herumkommen. Ein HDMI-Ausgang, ein Speicherkartenleser sowie ein kombinierter Kopfhörer/Mikrofon-Eingang komplettieren die Anschluss-Seite. Sämtliche Schnittstellen befinden sich rechts und links am Gehäuse - die Rückseite hat Lenovo komplett den Lüftungsschlitzen gewidmet. Den Ein- und Ausschalter positioniert Lenovo am vorderen Gehäuserand.

Das Display mit einer Diagonalen von 13,3 Zoll (33,8 Zentimeter) bietet eine Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten. Am oberen Rand befindet sich eine Webcam mit einer Auflösung von einem Megapixel. 

Im Testgerät steckt ein Intel Core i5-3317U-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,7 Gigahertz (Turbomodus bis 2,6 Gigahertz). Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt acht Gigabyte, die Kapazität der SSD 128 Gigabyte. Damit handelt es sich bei der von netzwelt getesteten Variante des Yoga um die mittlere Ausführung. Es sind sowohl Varianten mit stärkerem Prozessor (Intel Core i7) als auch mit schwächerer Leistung (Intel Core i3) erhältlich. In jedem Fall aber sorgt Intels HD Grafik 4000 für die Bildausgabe. Die Kapazität der SSD ist auf maximal 256 Gigabyte beschränkt. Als Betriebssystem kommt Windows 8 (Pro) in der 64-Bit-Version zum Einsatz.

Verarbeitung

An der Verarbeitungsqualität des knapp 1,5 Kilogramm schweren Testgeräts gibt es nichts zu beanstanden. Und das ist bemerkenswert, da Convertibles in der Vergangenheit oft durch komplizierte, technoide Lösungen auf sich aufmerksam machten, die oft Kompromisse bei Spaltmaßen und Haptik einforderten. Anders das Yoga: Keine auffälligen Spaltmaße trüben das Bild und auch die Anfassqualität gefällt.

Lenovo IdeaPad Yoga 13

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Die Außenhaut des Ultrabooks ist mit einem leicht gummiartigen Überzug versehen, der sich im Test als widerstandsfähig gegenüber Kratzern erwies. Klappt man das von Magneten gesicherte Display hoch, geht es im aufgeräumten Innenraum noch edler weiter. Besonders auffällig sind die mit Kunstleder bezogenen Handballenauflagen. Diese mögen im Sommer eventuell zwar für schwitzige Hände sorgen, garantieren aber gleichzeitig auch die Kratzerfreiheit im Tablet- oder Stand-Modus.

Display

Wer seine Finger bislang hauptsächlich über Tablet-Computer fliegen ließ, wird bei der ersten etwas druckvolleren Berührung mit der Yoga-Anzeige vielleicht ein wenig zusammenzucken. Lenovo verwendet beim Yoga 13 kein Gorilla Glas oder ein vergleichbares Material und der Touchscreen gibt bei stärkerem Druck leicht nach. Dafür werden Eingaben von bis zu zehn Fingern gleichzeitig erkannt, was im Test problemlos funktionierte.

Die Auflösung von guten 1.600 x 900 Bildpunkten führt zu einer guten Schärfe, auch von Text. Farben zeigt das Yoga-Display sehr leuchtkräftig, aber nicht aufdringlich an. Auch die Helligkeit und der Kontrast liegen leicht über Ultrabook-Durchschnitt. Aber das Yoga will auch Tablet sein - und da können reine Flachcomputer wie Apple iPad oder Google Nexus 10 deutlich mehr überzeugen. Die nicht entspiegelte Anzeige macht es bei direkter Sonnenlichteinstrahlung mitunter schwer, den Inhalt zu entziffern. Aber auch hier helfen die "360-Grad-Scharniere" dabei, eine optimale Position für die Bildschirmausrichtung zu finden.

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