Digital und doch Papier-abhängig

Handlicher Sekretär: Sky Wifi Smartpen von Livescribe im Test

Der Sky Wifi Smartpen von Livescribe hat seinem Vorgänger Echo vor allem die WLAN-Konnektivität und Evernote-Anbindung voraus. Die Abhängigkeit vom Livescribe-Papier ist jedoch geblieben. Wie sich der Stift beim Digitalisieren von handschriftlichen Notizen und plattformübergreifenden Synchronisieren von Audio-Aufnahmen schlägt, zeigt der Test.

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Sky Wifi Smartpen von Livescribe im Test: Der Sky Wifi Smartpen von Livescribe ermöglicht das Digitalisieren von Notizen, bei gleichzeitiger Audioaufnahme. Das Highlight des Stifts ist die kabellose Datenübertragung und Evernote-Anbindung, die das Synchronisieren von persönlichen Memos erleichtert. Netzwelt hat den Nachfolger des Echo Smartpen einem Test unterzogen. Zum Video: Sky Wifi Smartpen von Livescribe im Test

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Notizblock-abhängig
  2. 2Audio-Aufnahmen
  3. 3Synchronisierung über WLAN
  4. 4Anbindung an Evernote
  5. 5Bedienung mit Papier
  6. 6Notizblockverwaltung
  7. 7Extras
  8. 8Fazit
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Von außen lässt sich der Unterschied zwischen dem Sky Wifi Smartpen von Livescribe und seinem Vorgänger Echo lediglich an der unterschiedlichen Farbe der Stiftspitze erkennen. Diese ist nun glänzend grau anstatt schwarz.

Ansonsten wirken Design und Verarbeitung erst einmal identisch - solide, aber nicht besonders aufregend. Der Stift liegt beim Schreiben gut in der Hand und wird auch bei längeren Texten nicht zu schwer. Genau wie sein Vorgänger kann Sky zum Schreiben und gleichzeitigen Digitalisieren von handschriftlichen Notizen verwendet werden. Zentrales Medium hierfür ist das mitgelieferte Notizbuch. Auf anderem Papier ist der Stift nicht zu gebrauchen. 

Notizblock-abhängig

Dies liegt an der Art und Weise, wie der Stift Schrift erfasst. Die integrierte Infrarot-Kamera schießt 75 Bilder pro Sekunde und speichert so die Koordinaten der individuellen Schriftführung. Zwingend erforderlich ist hierfür das Punkte-Raster des mitgelieferten Dot Paper-Notizblocks von Livescribe. Im Test funktionierte die Schrifterkennung insgesamt sehr gut. Nutzer müssen allerdings auf eine flache Unterfläche beim Schreiben achten, wölbt sich das Papier, gelingt die Schrifterkennung nur schlecht. 

Es ist zudem nicht möglich, den Stift einfach nur über ein Bild zu halten und zu erwarten, dass er die Auswahl automatisch digital abbildet. Nur selbstgeschriebene oder gezeichnete Dinge werden gespeichert. 

Ist das Papier aufgebraucht, können Nutzer sich entweder Nachschub ausdrucken oder einen neuen Block - im Netz ab 17 Euro - kaufen. Für den privaten Ausdruck muss der Drucker jedoch auch geeignet sein. Die Voraussetzungen, die Livescribe dafür stellt, finden Sie hier. Im Test reagierte der Smartpen auf dem Punkte-Papier Marke Eigendruck etwas behebiger. Außerdem traten in der digitalisierten Schrift Fehler auf, die Sätze unleserlich machten. 

Sky Wifi Smartpen von Livescribe im Test

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Audio-Aufnahmen

Wie der Echo besitzt auch der Sky ein Mikrofon und je nach Ausstattung zwei oder acht Gigabyte Speicherkapazität, um Meetings oder Vorlesungen nicht nur schriftlich, sondern auch mit Ton festzuhalten. Wenn gewünscht können die Aufnahmen auch durch Antippen des zugehörigen Texts über die eingebauten Lautsprecher wiedergegeben werden.

Im Test erwies sich die Aufnahmequalität als zufriedenstellend. Zwischen den einzelnen Modi wie Vortrags- und Konferenzraum waren allerdings keine gravierenden Unterschiede festzustellen. Personen, die den Stift zur Aufnahme von Vorlesungen nutzen möchten, sollten möglichst in unmittelbarer Nähe zum Rednerpult sitzen.

Synchronisierung über WLAN

Einer der wesentlichen Vorteile des Sky Wifi Smartpen ist das eingebaute WLAN-Modul, das sich mit jedem 2,4-Gigahertz-Netzwerk (802.11 b/g/n) verbinden kann. Lediglich Netzwerke, bei denen eine Webseite als Login-Portal genutzt werden muss, sind ausgenommen.

So lassen sich die aufgezeichneten Daten unkompliziert übertragen. Wahrlich eine Erleichterung zum Vorgänger, der noch über USB-Kabel von seiner Speicherlast befreit werden musste. Auch diese Option steht jedoch weiterhin zur Verfügung. 

In der Praxis gelang die kabellose Übertragung tadellos und vollautomatisch - auch bei niedrigem Batteriestand. Sobald der Nutzer den Stift einige Minuten aus der Hand legt, beginnt dieser die Synchronisierung. Diese kann je nach Datenmenge etwas länger dauern. Aber keine Angst, auch wenn Sie während des Transfers etwas schreiben oder aufnehmen wollen, speichert der Smartpen. Besteht keine Internetverbindung, überträgt das Gerät die Daten, sobald WLAN verfügbar ist. 

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