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Auf Knopfdruck: Auto holt den Fahrer vom Shopping ab

Der Autohersteller Audi hat auf der CES ein System vorgestellt, mit dem Autos eigenständig in einem Parkhaus ein- und ausparken. Per Knopfdruck lässt sich der Nutzer so von seinem Gefährt abholen. Mit völlig autonom fahrenden Vehikeln hat die Technik nicht allzu viel gemeinsam, diese gibt es dafür an einer anderen Stelle zu bestaunen.

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Mit der richtigen Technik findet das Auto seinen Parkplatz von selbst. (Bild: The Verge)
Mit der richtigen Technik findet das Auto seinen Parkplatz von selbst. (Bild: The Verge)
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Auf der CES gibt es neben Smartphones, Tablets und Fernsehern auch andere technisch faszinierende Dinge zu bestaunen: Autos etwa. Audi hat ein System vorgestellt, dass es ermöglicht, den eigenen fahrbaren Untersatz automatisch ohne Insassen in der Tiefgarage verschwinden zu lassen und wieder hervorzuholen. Für die neue Technik mit dem Namen pilotiertes Fahren kommuniziert das Auto mit seiner Umwelt, um sein Ziel zu erreichen.

Pilotiertes Fahren

Per App schickt der Fahrer sein leeres Gefährt in ein Parkhaus. Dieses muss jedoch mit speziellen technischen Spielerein ausgerüstet sein, um das Vehikel sicher an seinen Bestimmungsort zu führen. Grundlage der Technik ist eine im Parkhaus installierte Laser-Sensorik, die die Fahrzeugbewegungen erfasst und per WLAN die benötigten Navigations-Daten an das Auto sendet. Um die Fahrzeuge richtig zu lokalisieren, ist die Sensorik mit einem Rechner verbunden, der eine detaillierte Karte des Parkhauses bereit hält und die Parkplatzbelegung überwacht. Die Kombinationen der verschiedenen Techniken leitet das Auto in eine passende Parklücke - oder wieder zum Fahrer zurück.

Vorteile des Konzeptes sind, dass das geleitete Auto bis auf ein WLAN-Modul keine weitere Technik braucht, um fahrerlos gesteuert zu werden. Dafür funktioniert das pilotierte Fahren aber auch nur in passenden Garagen über kurze Distanzen mit niedriger Geschwindigkeit.

Autonomes Fahren

Neben dem oben genannten Konzept arbeitet Audi aber auch an Autos, die von sich aus über die nötige Technik verfügen, um autonom zu fahren. Das Ziel der jetzigen Tests mit den Prototypen ist, dass all die Sensoren, welche Umwelt, Verkehr, Fußgänger und viele weitere Parameter erfassen, in nur einer Box untergebracht werden sollen. Noch nehmen die benötigten Messgeräte viel Platz am Auto ein und lassen es klobig wirken. Audi erklärte jedoch, dass man an einer Laser-Phalanx arbeite, die erheblich kleiner sei als vorangegangene Techniken.

Trotz der vielen technischen Spielereien spielt der Fahrer aber noch immer eine tragenden Rolle. "Die letzte Verantwortung liegt beim Piloten", erklärte Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik und Elektronik bei Audi, gegenüber The Verge.

Auch der Autohersteller Toyota arbeitet an eigenen Gefährten, die autonom fahren sollen. Auf der CES zeigte die Tochterfirma Lexus einen Prototypen, der mit diverser Sensorik für automatische Sicherheit und Fahrerhilfen ausgestattet ist. Genau wie bei Audi zielt Lexus aber nicht darauf ab, den Fahrer ganz für obsolet zu erklären. Dieser soll noch immer als Co-Pilot agieren.

Im Feld der selbstständig fahrenden Autos ist Google schon länger unterwegs. Im Rahmen der CES hat Google jedoch keine neuen Details bezüglich seiner Prototypen bekanntgegeben.

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