Mehrere Displays und Sprachsteuerung

CES: Garmin stellt Infotainment-System fürs Armaturenbrett vor

Auf der CES in Las Vegas präsentiert Navigationsgeräte-Hersteller Garmin eine Art digitales Fahrzeugcockpit. Das K2 genannte System lässt sich per Sprache und Berührung steuern und soll dem Fahrer helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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Konzentration auf das Wesentliche, die Straße: Große Displays zum einen und Spracheingabe zum anderen sollen für sicheres Fahren sorgen. (Bild: Garmin)
Konzentration auf das Wesentliche, die Straße: Große Displays zum einen und eine Spracheingabe zum anderen sollen für sicheres Fahren sorgen. (Bild: Garmin)
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Die Fähigkeiten von K2 gehen dabei weit über das Funktionsspektrum eines herkömmlichen  Navigationssystems hinaus. Es soll daher nicht nur Wegbeschreibungen liefern, sondern Fahrzeugdiagnose, Office-Anwendungen, Kommunikation, Entertainment-Inhalte und Echtzeitinformationen aus dem Internet zusammenfassen. 

Laut Garmin soll es eine "intuitiv zu bedienende Benutzeroberfläche herstellen und dabei Internet-Features, digitale Anzeigen, Sprachsteuerung, Infrarot-Tasten und Smartphone-Integration auf intelligente Weise" miteinander vereinen. Der Hersteller spricht von einem "digitalen Hub". Fahrzeughersteller sollen das System zu einem späteren Zeitpunkt an ihre jeweiligen Autos konkret anpassen können. 

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Kerneinheit des K2 ist ein zehn Zoll großes Multitouch-Display aus Glas, das typischerweise an der Stelle eingebaut wird, an dem fest installierte Navigationssysteme in Fahrzeugen ihren Platz finden. Es lässt sich auch mit Handschuhen bedienen. Ergänzt wird diese Anzeige durch ein weiteres 12-Zoll-Display hinter dem Lenkrad. An dieser Stelle laufen Echtzeitinformationen zur Verkehrslage, aber etwa auch eingehende E-Mails oder Kurznachrichten ein, die der Fahrer sich auf Wunsch auch vorlesen lassen kann. Auch eine sprachgesteuerte Antwort an den Absender der Nachricht ist laut Garmin möglich. 

Garmin betont in einer Pressemitteilung, dass Anwender mit "natürlichen, alltagssprachlichen" Befehlen mit dem K2-System kommunizieren und auf diese Weise etwa Informationen zur Wetterlage oder Einträge im Kalender einsehen können. Die verbauten Infrarot-Tasten der Haupteinheit registrieren bereits die Annäherung der Hand, entsprechende Optionen werden also bereits vor dem eigentlichen Drücken der Knöpfe auf dem Display angezeigt.

Voller Zugang nur vom Beifahrerplatz aus

Interessant ist auch die Möglichkeit des Systems zu erkennen, ob der Fahrer oder ein Beifahrer auf (Multimedia)-Funktionen der Haupteinheit zugreift. Damit sich der Autofahrer während der Fahrt nicht zu sehr von den vielen Möglichkeiten ablenken lässt, steht ihm nur ein eingeschränkter Zugriff zur Verfügung, während der Beifahrer auf das volle Funktionsspektrum zugreifen kann. Als Hauptprozessor von K2 gibt Garmin einen Dual-Core ARM Cortex (A15) an.

Das Infotainment-System lässt sich bequem vom heimischen PC aus konfigurieren und individualisieren. So ist es beispielsweise möglich festzulegen, welche Musik an welchen Tagen gespielt werden soll. Auch können Nutzer orts- und zeitgebundene To-Do-Listen erstellen. Plant der Fahrer etwa den Kauf eines Geburtstagsgeschenks, erinnert ihn K2 an den Einkauf, sobald ein entsprechendes Geschäft entlang der Route gefunden wird. Wann das System zum ersten Mal in ein Serienfahrzeug eingebaut wird, steht derzeit noch nicht fest. Weitere Neuigkeiten rund um die CES in Las Vegas hat netzwelt an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

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