ARM-basierte Anwendungen ausführen

Jailbreak: Experte knackt Windows RT (Update)

Mehr Freiheit für Windows RT-Nutzer: Mithilfe eines Jailbreaks lassen sich Desktop-Anwendungen auf Flachrechnern mit ARM-Chip ausführen. Für viele Nutzer dürfte die Umsetzung aber zu komplex sein, um sie auszuprobieren. 

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Microsofts Tablet-Rechner Surface basiert auf Windows RT. Mit dem Hack für das OS lassen sich auch Desktop-Anwendungen auf dem Flachrechner ausführen. (Bild: netzwelt)
Microsofts Tablet-Rechner Surface basiert auf Windows RT. Mit dem Hack für das OS lassen sich auch Desktop-Anwendungen auf dem Flachrechner ausführen. (Bild: netzwelt)

Das Update vom 8. Januar finden Sie am Ende des Artikels.

Das neue Windows in der RT-Variante für Tablets wurde erstmals gehackt. Der Experte clrokr will einen Jailbreak entwickelt haben, der es möglich macht, Desktop-Anwendungen unter RT auszuführen. Bislang ließ Microsoft dies nicht zu. Voraussetzung für den Jailbreak ist ein ARM-Chip im Windows RT-Tablet.

Möglich wurde der Jailbreak nach Angaben von clrokr durch eine Schwachstelle im Windows-Kernel, die bereits länger existiert habe und die zusammen mit dem restlichen Windows auf die ARM-Plattform exportiert wurde. 

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"Schlechte" Marketing-Entscheidung

Die Lücke zur Installation von Desktop-Anwendungen auf Windows RT zu nutzen, ist aber nicht einfach. Clrokr änderte die Signatur-Restriktionen für Apps temporär im Speicher. Wer neue Desktop-Anwendungen installieren will, muss den Jailbreak nach jedem Bootvorgang erneut ausführen. Zudem lassen sich auch nach dem Hack nicht alle Desktop-Programme nutzen, sondern nur die mit ARM-Chipsätzen kompatiblen. Wie der Signaturwert geändert werden kann, beschreibt Clrokr in einem Eintrag auf seinem Blog. 

Microsoft begründete die Restriktionen bei Windows RT mit dem Stromhunger von Desktop-Anwendungen, die anders als die extra auf Tablets und Smartphones ausgerichteten Apps nicht die Energiesparfunktionen von Windows 8 unterstützen. Clokr urteilt, dass es sich um eine "schlechte Marketing-Entscheidung" gehandelt habe. Technisch sei die Installation kein Problem.

Update 8. Januar: Microsoft sieht keine Schwachstelle

Nach dem ersten Hack für Windows RT hat Microsoft Stellung zum Jailbreak bezogen. Das Unternehmen sieht darin keine Sicherheitslücke und urteilt, dass er keine Gefahr für RT-Nutzer darstelle. Gleichzeitig macht Microsoft aber auch deutlich, dass es keine Garantie gebe, dass der von den Hackern eingeschlagene Weg für Windows RT auch bei künftigen Versionen des Betriebssystems funktioniere.

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