Alien, wechsel dich!

Im Kurztest: Ben 10 - Omniverse

Obwohl sich die Zeichentrickserie "Ben 10" (hierzulande bei kabel eins im Programm) selbst bei Kindern eher mäßiger Prominenz erfreut, erfährt sie mit erstaunlicher Regelmäßigkeit interaktive Umsetzungen: Auch in "Omniverse", das Namco Bandai für nahezu alle Konsolen veröffentlicht, darf sich Super-Teenie Ben wieder in allerlei Aliens verwandeln, um Fieslingen aus dem All tüchtig die Handkante zu geben.

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Ben 10: Omniverse - E3 2012 Trailer: Dieser Trailer stellt das Comic-Action-Adventure Ben 10: Omniverse vor. Spieler können dabei verschiedene Charaktere aus der Serie spielen und in 11 Levels ihr spielerisches Geschick unter Beweis stellen. Erscheinen wird Ben 10: Omniverse voraussichtlich im November 2012 für die PlayStation 3, die Xbox 360, die Nintendo Wii U, die Nintendo Wii sowie in mobilen Versionen. Zum Video: Ben 10: Omniverse - E3 2012 Trailer

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Dank eines außerirdischen Elektronik-Gimmicks ist Benjamin Tennyson eine ganz große Nummer: Die "Omnitrix" ermöglicht ihm die Verwandlung in unterschiedliche Alien-Alter-Egos, die dem schwachbrüstigen Kerlchen phänomenale Superkräfte verleihen. In "Ben 10: Omniverse", der Nachfolgeserie zu "Ben 10", ist der einstige Dreikäsehoch immerhin schon 16 Jahre alt und stellt seine Fähigkeiten in den Dienst einer Geheimorganisation: Zusammen mit einem extraterrestrischen Kollegen soll er sich im Spiel zur Serie gerade durch ein virtuelles Trainingsprogramm kloppen, als dieses auf einmal von den Bösen gekapert und Ben in sein zehnjähriges Ich zurückversetzt wird.

Um der virtuellen Realität zu entkommen, verwandelt sich Ben mit schöner Regelmäßigkeit in seine außerirdischen Gegenstücke: Mal umschlingt er Roboter-Dronen und Cyborgs mit klebrigen Pflanzen-Tentakeln, mal verdrischt er sie in Gestalt eines vierarmigen Hünen oder beißt ihnen in Gestalt eines Alien-Spürhundes in die stählernen Waden. Insgesamt ein Dutzend Formen kann er im Verlauf des Abenteuers annehmen. Mit der kämpferischen Power kommen auch Spezialtalente für die (knapp bemessene) Zeit zwischen den Keilereien ins Spiel: Je nachdem, in welchen Außerirdischen sich Ben verwandelt, kann er besser klettern, weiter springen, einen organischen Greifhaken ausfahren oder ansonsten unsichtbare Spuren verfolgen. Allerdings ist der Alien-Zauber zeitlich begrenzt: Hat sich die "Omnitrix"-Energie erschöpft, wird Ben wieder zum Menschen - und zwar so lange, bis sich das Armbanduhr-ähnliche High-Tech-Spielzeug wieder aufgeladen hat.

Was sich in der Theorie spannend anhört, ist leider eine ganz und gar nicht überirdische Luftnummer: Die schluderig zusammengeleimten Ruckelanimationen von Aliens und Robotern motivieren ebenso wenig zur Wiederholungstat wie die ewig nach demselben Schema ablaufenden, einfallslosen Kloppereien im Comic-Look. Hinzu kommen eine schwammige Steuerung der Protagonisten und die frustigen Stürze ins Bodenlose, die den Teenager ereilen, sobald er der Level-Begrenzung zu nahe kommt.

Die Nutzung des Wii-U-Gamepads für die Belegung der "Omnitrix"-Slots durch die unterschiedlichen Alien-Formen ist einen Tick komfortabler als auf PS3, Xbox 360 und Co, hätte aber gerne einfallsreicher ausfallen dürfen.

Ben 10 - Omniverse: Im Kurztest


Fazit: "Ben 10: Omniverse" ist Stangenware mit einem zwar sympathischen, aber zu keiner Zeit sinnvoll genutzt Szenario.

Datenblatt

Ben 10: Omniverse
SpielnameBen 10: Omniverse
HerstellerD3 Publisher/Monkey Bar Games
VertriebNamco Bandai Partners
GenreAction-Adventure
Erhältlich ab30.11.2012
Preisca. 50 Euro
EAN Code3391891966252
SchwierigkeitFür Einsteiger
Alterab 12
Multiplayer1-2
Sonstiges 
Bewertung Grafikausreichend
Bewertung Steuerungausreichend
Bewertung Soundausreichend
Bewertung Spielspassausreichend
Bewertung Gesamtausreichend
SystemWii U
SystemXbox 360
System3DS
SystemPS3
SystemWii

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