Klischee trifft auf Soziales Netzwerk
Verkehrte Netzwelt: Facebook auf gut Deutsch
Wie würde Facebook eigentlich aussehen, wenn es in Deutschland erfunden worden wäre? Gäbe es dann auch einen "Gefällt mir"-Button? Würde das deutsche Facebook uns auch jeden Morgen mit "Wie fühlst du dich?" begrüßen? Sicher ist nur: Im deutschen Facebook gäbe es nicht nur "Freunde".
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Dieser amerikanisierende Jargon in Facebook geht einem zuweilen ganz schön auf die Nerven. Kein Wunder: Was der Betreiber des Sozialen Netzwerks seinen Kunden zu sagen hat, ist halt alles mehr oder weniger gut aus dem amerikanischen Englisch übersetzt.
Das beginnt schon mit der seltsam uneleganten Formulierung auf der Startseite: "Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen." Hätte ein Deutscher oder eine Deutsche sich Facebook ausgedacht, und dann eine Kurzbeschreibung für die Startseite geschrieben, würde das wahrscheinlich anders klingen. Vielleicht: "Hier kannst du mit anderen Menschen Kontakt aufnehmen und Gedanken oder auch Bilder und Videos austauschen."
Schräg finde ich es auch, wie Facebook mich auf meiner persönlichen Startseite begrüßt "Wie fühlst du dich"? Was für eine pseudo-einfühlsame und saudumme Frage. Manchmal begrüßt Facebook mich auch mit der unintelligenten Frage „Was ist los, Mehmet?" Was soll schon los sein?
Überhaupt, wenn ein Deutscher oder eine Deutsche sich Facebook ausgedacht hätten, dann würde dieses soziale Netzwerk ganz anders aussehen. Facebook würde dann wahrscheinlich "Alle meine Freunde" heißen und wäre eine Art digitales Freunde-Album, so wie es unsere Kinder aus Kindergarten und Grundschule kennen. Wo jeder ein Foto von sich einklebt, seinen Lieblingsspruch aufschreibt, sein Lieblingsessen, seine Hobbys und seinen Lieblingsstar notiert. Nicht zu vergessen, das Lieblingstier. So gesehen, hat auch das Original-Facebook eine große Ähnlichkeit mit dem "Meine Freunde"-Album eines Grundschülers.


Auf hochgeladenen Fotos versucht das Soziale Netzwerk Facebook abgebildete Personen zu identifizieren. Die vorgeschlagenen Tags müssen Nutzer aber nicht akzeptieren.
152 ihrer wichtigsten Freunde trägt eine Holländerin auf dem Arm. Sie hat sich die Facebook-Profilbilder tätowieren lassen, nach vorheriger Zustimmung der betroffenen Personen.
Beunruhigende Zeiten sind das. Alle schwatzen über Kleinkram wie Eurokrise und Börsenkurse. Sie spüren gar nicht die Gefahr. Die unsichtbare große Gefahr, die sich von draußen langsam heranschiebt. Außerirdische. Vor ein paar Tagen erst war da dieser Bericht in Netzwelt.
Warum melden sich Menschen bei Facebook an? Dümmste aller dummen Fragen. Weil man da Freunde finden, Botschaften austauschen, sich zu Partys verabreden, Fotos einstellen und sein Profil pflegen kann. Das mit dem persönlichen Profil ist wichtig. Da legt man seine Startposition fest. Das soziale Netzwerk kann einen in dieser Hinsicht ganz schön unter Druck setzen.
Facebook-Nutzung hat offenbar einen Einfluss auf die Wahrnehmung des eigenen Lebens. Menschen, die immer mehr Zeit bei dem Sozialen Netzwerk verbrachten, schätzen das Leben ihrer Bekannten als glücklicher ein.
Freunde haben manchmal viel zu erzählen. Wenn Facebook-Freunde mit ihrer Informationsflut wichtige Nachrichten regelmäßig überlagern, wird es schnell nervig. Nicht jeder "Freund" hat Wichtiges zu erzählen. Doch was tun, wenn man die Facebook-Freundschaft nicht kündigen will? Wir zeigen, wie man nervige Freunde ganz einfach ignorieren und blocken kann.
Mithilfe einer Anwendung lassen sich bei Facebook erstmals Feinde markieren. Die Idee stammt von einem Professor der Universität in Texas. Ein Verbot der Anwendung würde ihn wenig überraschen.
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Die GEZ stellt zum ersten Januar ihre bisherige Arbeit ein und zieht keine Gebühren mehr ein. Künftig zahlen nur Haushalte einen Rundfunkbeitrag. Was wird aus den Mitarbeitern der GEZ? Was passiert mit unserem liebsten Feind?




