Konkurrenz durch Tablets und Convertibles
Ende einer kurzen Ära: Auch Asus stellt Netbook-Produktion ein
Mit dem Jahreswechsel werden sowohl Acer als auch Asus die Netbook-Produktion einstellen. Grund für das nicht mehr lukrative Geschäft dürfte der Anstieg der Tablet-PC-Verkäufe sein. Asus hatte die Kategorie der Netbooks mit der EeePC-Reihe im Jahre 2008 salonfähig gemacht.
Nach Acer kündigt nun auch der taiwanische Hersteller Asus den Produktionsstopp von Netbooks an. Das berichtet die DigiTimes in einem Online-Bericht. Zusammen mit Acer gehört Asus zu den Schwergewichten des einst boomenden Netbook-Marktes. Seit der Präsentation des ersten Apple iPads im Jahr 2010 stagnierten die Verkaufszahlen aber bereits. Spätestens mit dem Rückzug von Asus dürfte das zu Grabe tragen der Gerätekategorie Netbook nun endgültig besiegelt sein.
"Der EeePC ist kein Notebook"
Bei der Vorstellung des ersten Asus EeePC im Januar 2008 musste Asus-Sprecher Oliver Barz noch erklären, worum es sich beim EeePC überhaupt handelt. Gegenüber netzwelt sagte er: "Der EeePC ist kein Notebook, wir hoffen, dies heute klar machen zu können". In der Öffentlichkeit wurde der erste EeePC noch belächelt, zumindest eifrig diskutiert. Das erste in Deutschland erhältliche Modell kostete damals 299 Euro und trat in direkte Konkurrenz zu wesentlich teureren Subnotebooks.
Aber nicht nur Tablet-Computer, allen voran das iPad von Apple, dürften den Netbook-Verkaufszahlen geschadet haben. Die Hersteller präsentieren immer mehr Misch- und Unterformen von Notebooks mit den verschiedensten Betriebssystemen. Längst treten zum Beispiel auch relativ günstige Convertibles oder Tablets mit ansteckbaren Tastaturen in Konkurrenz zu Netbooks.
Wer jetzt noch einmal in Erinnerungen schwelgen will: Den vollständigen Testbericht des ersten EeePC finden Sie an dieser Stelle auf netzwelt.


Statt Wiindows installiert Asus auf dem EeePC R011PX die Linux-Version Ubuntu. Für den Nutzer fällt so erfreulicherweise auch der Preis, dies geht allerdings auch mit nicht mehr zeitgemäßer Hardware einher.
MeeGo statt Windows: Asus installiert auf dem EeePC X101 die Linux-Version von Intel und Nokia. Das Netbook lockt darüber hinaus vor allem mit einem flachem Gehäuse und einem geringen Gewicht.
Die Innovationsfähigkeit der Netbooks ist ins Stocken geraten. Asus liefert mit dem EeePC 1025C kein schlechtes Gerät ab, hat aber im Vergleich zum Vorgänger nur zwei wesentliche Veränderungen zu bieten: einen aktuellen Atom-Prozessor und einen HDMI-Anschluss.
Neben bunten Gehäusen und 3D-fähigen Bildschirmen stecken die wichtigsten Neuheiten im Laptopbereich im Inneren der Geräte. Bei Netbooks und Notebooks lautet die Frage weiterhin Intel oder AMD: Beide Chiphersteller bieten neue leistungsfähige Prozessoren an.
Das von Googles Eric Schmidt angekündigte Google-Tablet könnte bereits Anfang Mai auf den Markt kommen. Hardware-Partner soll Asus sein.
MeeGo statt Windows, SSD statt Festplatte - Asus bringt mit dem Eee PC X101 ein dünnes und leichtes Netbook für Einsteiger auf den Markt. Der Preis beträgt 169 Euro. Erhältlich ist es ab Mitte August.
Samsung will offenbar im nächsten Jahr die Produktion von Netbooks einstellen. Stattdessen will sich das Unternehmen auf Ultrabooks und leichte Notebooks konzentrieren.




