GoPro Hero 3 Black Edition im Test - und Action

Bildqualität

Sowohl die Video- als auch die Fotoqualität der kleinen GoPro Hero 3 können überzeugen. Vor allem die knackige Schärfe gefällt. Gut gelingt der Optikwechsel von hellen zu dunklen Aufnahmesituationen. Auch Kontrast und Farbwiedergabe sind auf gutem Niveau. In dunklen Innenräumen schafft es die GoPro fast mühelos, ein rauscharmes Bild anzuzeigen. Über ein eingebautes LED-Hilfslicht verfügt sie jedoch nicht. 

Werbung

In der Grundeinstellung verwendet das Testgerät einen viele Details erfassenden Weitwinkel (bis zu 170 Grad), der sich in den Systemeinstellungen auch enger fassen lässt. Je nach gewählter Qualitätseinstellung kommt es ab und zu zu Aussetzern bei der Filmwiedergabe. Dies liegt jedoch vor allem an den teils "exotischen" Aufnahmemodi, welche von der Hero 3 unterstützt werden. Auf den stets fixen Fokus haben Anwender keinen Einfluss.

Die Black Edition liefert bei Bedarf eine fast schon kinoreife Auflösung von 4K. Mangels bezahlbarer Abspielgeräte wie Beamer oder Fernseher bleibt diese Funktion aber vor allem Profis vorbehalten. Diese ärgern sich auch über die mögliche Bildwiederholungsrate von 15 Einzelbildern in der Sekunde, die in diesem Modus maximal zur Verfügung steht. Das Aufzeichnen von sich schneller bewegenden Objekten ist so nur sehr eingeschränkt möglich.

Akkulaufzeit 

Ein echter Knackpunkt an der bislang überzeugenden GoPro Hero 3 ist die bescheidene Akkulaufzeit des auswechselbaren Akkus. Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 3.885 Wattstunden war im Test bei aktiver WLAN-Verbindung, einer Außentemperatur von knapp drei Grad Celsius und bei einer gewählten Auflösung von 1.080p für eine Laufzeit von nur 78 Minuten gut. 

In wärmeren Umgebungen, bei geringerer Auflösung und bei Deaktivierung des Funkmoduls sind auch höhere Laufzeiten möglich. Einen Ersatz- oder Zusatzakku mit gleicher Kapazität bietet der Hersteller derzeit zum Preis von knapp 20 Euro an.

Im Vergleich zur Vorgängergeneration hat die Hero 3 deutlich abgespeckt (Bild: GoPro)
Im Vergleich zur Vorgängergeneration hat die Hero 3 deutlich abgespeckt (Bild: GoPro)

Ausstattungsvarianten

Neben der an dieser Stelle getesteten Black Edition bietet GoPro die Hero3 auch in den günstigeren Silver- und White-Editionen an - übrigens sind die Farben aller Modelle identisch, trotz der verwirrenden Bezeichnungen. Die knapp 200 Euro teure White Edition bietet eine verringerte Video-Auflösung von maximal 1.080p (30 fps) und eine Fotoauflösung von bis zu fünf Megapixel. Die 300 Euro teure Silver Edition nimmt Videos ebenfalls maximal in 1.080p auf, Schnappschüsse landen dafür mit einer Auflösung von bis zu elf Megapixeln auf der Speicherkarte. Bei beiden Versionen müssen Sie die empfehlenswerte Fernbedienung separat erwerben. 

Fazit

GoPro liefert mit der Hero 3 Black Edition das derzeitige Referenzgerät unter den Action-Kameras. Die Aufnahmen bestechen durch hohe Qualität, die Befestigungsmöglichkeiten sind unübertroffen vielseitig und die Verarbeitung erstklassig. 

Allein die kurze Akkulaufzeit, die etwas sperrige Bedienung sowie der hohe Preis sprechen gegen den Kauf. Auch sollten Interessierte genau abwägen, ob sie tatsächlich die hohe Auflösung und die Funktionen der Black Edition benötigen oder ob eventuell auch die günstigeren Silver- oder White-Editionen ihren anvisierten Zweck erfüllen. Auch das Vorgängermodell sollte einen Blick wert sein. 

Links zum Thema


Alle netzwelt-Specials

Multimedia Zentraler Speicher Diese Funktionen bieten Netzwerkspeicher

Netzwerkspeicher dienen als zentrale Datenspeicher und sind doch noch viel mehr als das. Netzwelt klärt auf, für wen sich ein NAS eignet und was...

Wissenschaft Verkehrte Netzwelt Planet der Affen, das Finale

Wir Menschen haben als dominierende Spezies keine Zukunftschancen. Die Affen werden unseren Platz an der Spitze der Nahrungskette übernehmen....



Forum