Wasserdichte Action-Kamera mit WLAN-Fernbedienung

Und Action: GoPro Hero 3 Black Edition im Test

Die GoPro Hero 3 Black Edition gehört zur absoluten Crème de la Crème unter den kompakten Action-Kameras. Dank eingebautem WLAN-Modul lässt sie sich zum Beispiel mithilfe einer Fernbedienung oder mittels App steuern. Was sie kann und wo ihre Schwächen liegen, zeigt der Praxis-Test.

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GoPro Hero3 Black Edition: Die GoPro Hero3 Black Edition gehört zur Crème de la Crème der Action-Kameras. Das zeigt sich auch im Test. Allerdings macht ihr unter anderem die sehr kurze Akkulaufzeit zu schaffen. Zum Video: GoPro Hero3 Black Edition

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Verarbeitung, Ersteindruck und Zubehör
  2. 2In der Praxis
  3. 3Bildqualität
  4. 4Akkulaufzeit 
  5. 5Ausstattungsvarianten
  6. 6Fazit

Als "vielseitigste Kamera der Welt" preist Hersteller GoPro die aktuelle Hero 3-Reihe an, die es neben der getesteten Top-Variante auch noch in einer White- und Silver-Edition gibt. Mindestens 400 Euro müssen Interessierte derzeit für das Kamera-Flaggschiff ausgeben, das sich wie bereits das Vorgängermodell vor allem an aktive Sportler richtet. 

Der vergleichbar hohe Anschaffungspreis relativiert sich ein wenig, blickt man auf die technische Daten der GoPro Hero 3 Black Edition: 

- Fotoaufnahme bis 12 Megapixel

- Videoaufnahme in 4K-(Cinema)-Auflösung mit 15 fps / 2,7K-Auflösung mit 30 fps / 1.440p mit 48 fps / 1080p mit 60 fps / 960p mit 100 fps / 720p mit 120 fps

- WLAN-Modul integriert

- Fernbedienung enthalten, Bedienung auch über iOS- und Android-App möglich

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- wasserdichtes Gehäuse

- inklusive verschiedener Halterungen und von Befestigungsmaterial

Der Lieferumfang fällt also vergleichsweise üppig aus. Die Black Edition enthält neben der eigentlichen Kamera noch ein bis 60 Meter wasserdichtes Gehäuse, die Wifi-Fernbedienung, ein Ladekabel, Lithium-Ionen-Akku, USB-Kabel, Hakenschnalle sowie verschiedenes Befestigungsmaterial. Außerdem liegen kurze Schnellstartanleitungen bei, die jedoch nur sehr grob den Funktionsumfang abbilden. Eine detaillierte Anleitung bietet der Hersteller online an. Wünschenswert wäre ein separates Netzteil gewesen. So ist die Kamera stets auf den USB-Anschluss des Rechners oder Mac angewiesen.

Um alle Funktionen der GoPro Hero 3 nutzen zu können, empfiehlt sich ein Software-Update. Dies war auch beim brandneuen Testgerät von netzwelt notwendig. Der Update-Vorgang ist etwas umständlich und langwierig. Zudem ist die Installation von Java sowie die Angabe einer E-Mail-Adresse notwendig.

Verarbeitung, Ersteindruck und Zubehör

Wie auch schon bei den Vorgängermodellen fallen die Abmessungen des Kameramoduls erfreulich gering aus. Die nur 77 Gramm schwere und etwa 5,7 x 2,0 x 4,0 Zentimeter große Kamera ist robust verarbeitet, bietet aber mit nur drei Knöpfen einen eingeschränkten Bedienungskomfort. Ein einfarbiges und leider nicht beleuchtbares Mini-Display in der Größe eines Daumennagels liefert Basis-Informationen zum gewählten Betriebsmodus und gibt Auskunft über den Akkustatus. Ein Live-Sucherbild liefert das Display nicht. Verschiedene LED signalisieren unter anderem die Aufnahmebereitschaft. Im Gegensatz zum Vorgängermodell setzt die Hero 3 auf microSD-Karten als Speichermedium, die eine Kapazität von maximal 64 Gigabyte aufweisen dürfen.

Das robuste Gehäuse aus Plexiglas schützt seine teure Fracht nicht nur vor Staub und Stößen sondern vor allem auch vor Wasser (Bild: GoPro)
Das robuste Gehäuse aus Plexiglas schützt seine teure Fracht nicht nur vor Staub und Stößen, sondern vor allem auch vor Wasser (Bild: GoPro)

Das übrige Zubehör ist zweckmäßig gestaltet. An der allgemeinen Verarbeitungsqualität gibt es nicht viel auszusetzen. GoPro gestaltet die Kamerateile und das Zubehör sehr technisch, aber robust und langlebig. Einzelne Teile, wie das Schutzglas des Unterwassergehäuses, lassen sich dank Verschraubung bei einem Defekt austauschen. Als aufpreispflichtiges Zubehör gibt es für die GoPro-Reihe fast alles, was ambitionierte Sportler und Naturfreunde benötigen - angefangen bei diversen Halterungen über Zusatz-Akkus, ansteckbare LC-Bildschirme, Mikrofon-Adapter (3,5 Millimeter) bis hin zum Stativanschluss. Die Apps für iOS und Android sind kostenfrei erhältlich.

In der Praxis

Die Bedienung über die wenigen Knöpfe ist gewöhnungsbedürftig und wenig komfortabel. Nach einer Eingewöhnungszeit geht diese jedoch schnell in Fleisch und Blut über. Über die untere Taste hangelt man sich durch das Menü, die Menüsymbole werden dabei auf dem Frontbildschirm angezeigt. Ein Druck auf die obere Taste bestätigt eine Auswahl. GoPro hält am ursprünglichen Bedienkonzept der Hero-Reihe fest - wer schon einmal ein Vorgängermodell besaß, wird daher auch mit der Neuvorstellung schnell zurecht kommen.

Praktisch ist die mitgelieferte WLAN-Fernbedienung, die ebenfalls über ein eingebautes Mini-Display für Statusanzeigen verfügt. Vor allem wenn die GoPro an schwer zugänglichen Stellen, etwa am Ende des Surfbretts oder auf dem Motorradhelm befestigt ist, profitiert der Nutzer von der kleinen Funkfernbedienung. Gut: Die Fernbedienung spiegelt komplett das Display der Kamera. Auch die Anordnung der Bedienelemente ist identisch.

Die Bedienung der GoPro erfolgt entweder über Fernbedienung oder mit Hilfe von nur drei Knöpfen. (Bild: GoPro)
Die Bedienung der GoPro erfolgt entweder über Fernbedienung oder mithilfe von nur drei Knöpfen. (Bild: GoPro)

Sinnvoll ist auch die Steuerung der Hero 3 mithilfe der kostenlos erhältlichen iOS- oder Android-App. Um die Kamera mittels des Smartphones zu steuern, sind allerdings zunächst ein paar Einstellungen notwendig. So muss etwa die WLAN-Fernbedienung zunächst manuell deaktiviert werden, um die App nutzen zu können. Ist dies der Fall, baut die Kamera ein eigenes WLAN-Netzwerk auf, in das sich das Smartphone einklinken kann. 

Fortan dient die Anzeige des Smartphones als Echtzeitsucher, mit einigen Einschränkungen. So wurde beim Test von netzwelt das Bild auf dem Smartphone nur mit deutlicher Verzögerung aktualisiert. Im Klartext: Bewegungen der Kamera erscheinen erst etwa zwei bis drei Sekunden später auf dem Smartphone-Display. Auch dient die App lediglich der Motivsuche / Überprüfung. Sobald man den Aufnahmeknopf betätigt, wird er kurz schwarz. Die Anzeige der Live-Aufnahme ist derzeit nur eingeschränkt möglich. Immerhin werden auch Zusatzinformationen wie die Restkapazität des Kamera-Akkus angezeigt.

Unter freiem Himmel war eine Verbindung von mehr als einhundert Metern zwischen Smartphone und Kamera möglich, ohne dass die Funkverbindung abriss. Auch die mitgelieferte Fernbedienung erreichte diese Entfernung problemlos. Laut Hersteller lassen sich bis zu 50 GoPro-Kameras gleichzeitig fernsteuern, was netzwelt nicht überprüfen konnte.

Gut: Die Kamera lässt sich auch während des Ladevorganges verwenden. So ist es zum Beispiel möglich, die GoPro mithilfe eines USB-Ladegeräts im Auto oder auf dem Motorrad während laufender Aufnahme zu laden. 

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