Modelle im Vergleich

Ab in die Internet-Wolke: Das bieten Router mit Cloud-Funktion

Die Routerhersteller machen sich das Trendthema Cloud Computing zu eigen und rüsten ihre Geräte mit Apps für den Heimzugriff und zur Kontaktaufnahme von unterwegs aus. Doch die Konzepte sind verschieden, wie die Cloud-Router im netzwelt-Test zeigten. Und bisweilen noch nicht ausgereift. 

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Router mit Cloud-Funktion: Cloud Computing hält auch bei den Routermodellen Einzug. Mit dazugehörigen Apps kann man auf USB-Speicher zugreifen oder das Gerät aus der Ferne kontrollieren und einstellen. Zum Video: Router mit Cloud-Funktion

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Neue Kategorie NAS-Router 
  2. 2Router-Zugriff übers Internet
  3. 3Umständliche DDNS-Anmeldung
  4. 4Zugriff auf Webcam
  5. 5Fazit

Cloud Computing ist schon seit geraumer Zeit ein großes Trendthema in der IT- und Computerbranche. Kein Wunder, dass auch die Hersteller von Routern das Schlagwort aufgreifen und ihre Geräte mit entsprechenden Funktionen aufrüsten. Netzwelt hat sich fünf aktuelle Modelle angesehen, vier Geräte davon sind auch mit dem neuen WLAN-Standard ac ausgerüstet für besseren Datendurchsatz.

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Fernzugriff per App auf Router-Einrichtungen, Einblicke ins Wohnzimmer per Webcam, Videostreaming aufs Tablet oder Smartphone sowie mobiler Datenabgleich mit dem Flachrechner oder Handy - die Hersteller setzen dabei auf unterschiedliche Cloud-Konzepte. 

Neue Kategorie NAS-Router 

Aus Nutzersicht besitzen die Cloud-Router einige Vorteile: Die App-Steuerung macht ein ständiges Einschalten des Rechners zur Kontrolle des Netzwerkes hinfällig. Steht sogar ein Miniprogramm für den Unterwegs-Zugriff auf Datenspeicher zur Verfügung, kann man bei Bedarf auch den Dropbox-Account ersetzen. In erster Linie eignen sich die Modelle deshalb für Smartphone- oder Tablet-Besitzer.

Das Modell von Western Digital, der My Net N900 Central, stellte in dieser Testreihe eine Ausnahme dar: Bei dem Gerät handelt es sich um einen Router mit integrierter Festplatte. Deshalb wird auch gerne von NAS-Routern gesprochen, obwohl der Datendurchsatz im Netzwerk nicht vergleichbar ist mit ausgewachsenen Netzwerk-Speichern. Der My Net N900 Central ist dementsprechend auch eher Privatnutzern zu empfehlen, denen Performanz weniger wichtig ist als etwa kleinen Unternehmen, in denen mehrere Mitarbeiter ständig auf NAS-Festplatten zugreifen.

Router-Zugriff übers Internet

Abseits der Netzwerk-Performance bietet solch ein NAS-Router ansprechende Cloud-Funktionen: Seine recht leise Festplatte ist mit den Apps "Wd 2go" und "Wd Photos" lokal wie auch aus der Ferne erreichbar. Western Digital hat die Freischaltung des Datenspeichers dabei nutzerfreundlich gelöst: Man muss sich nicht mit einer Anmeldung per DDNS herumschlagen, sondern fügt Geräte für den Mobilfunkzugang per Aktivierungscode hinzu. Dann kann man per App Dateien hin- und herspielen, Multimedia synchronisieren und bei Bedarf auch sein Dropbox- oder Skydrive-Konto integrieren. Wer mit einem NAS liebäugelt, keine hohe Performanz benötigt und Platz sparen will, weil der My Net N900 Central zwei Geräte in einem vereinigt, sollte einen Blick auf die Hardware werfen. Konkurrenzgeräte auf dem Markt sind schon seit längerem Apples Time Capsule und neuerdings auch der Netgear Centria WNDR4700/4720.

Neben dem Western Digital-Gerät fällt auch der Cisco Linksys EA6500 aus dem Rahmen: Der Hersteller setzt bei dem Modell auf seine Cisco Connect-Plattform: Dabei handelt es sich um eine Verlagerung der Router-Administration ins Internet. Lässt man sich auf den Ansatz ein, erfolgt die Routersteuerung ausschließlich über Ciscos Cloud-Server und Browser oder bei Bedarf auch via Smartphone oder Tablet mit der Cisco Cloud Connect-App. Wichtig zu erwähnen: Der Nutzer kann auch auf eine Anmeldung bei der Cisco Connect-Plattform verzichten und der lokalen Administration den Vorzug gegen.