Öde geht die Welt zugrunde
Im Kurztest: Doomsday - Der Weltuntergangs-Tycoon
Alles fiebert dem 21.12. entgegen - jenem Tag, an dem der Maya-Kalender endet und der Weltuntergang droht. Entsprechend boomt das Geschäft mit der "Apokalypse bald". Zeitungen, TV-Sender und Online-Portale rüsten sich mit entsprechenden Beiträgen für den globalen Zapfenstreich. Die Zahl an billigen Gags dürfte schon bald explodieren. Und auch Computerspielehersteller wollen am Hype um das vermeintliche Ende mitverdienen. "Doomsday - Der Weltuntergangs-Tycoon" heißt ein neuer PC-Titel von Astragon, in dem man als findiger Geschäftsmann die Angst der Menschen erst schürt - und anschließend zu Geld macht.
So ein Zufall: In der Zeitung steht eine brisante Geschichte über äußerst gefährliche Weltraumstrahlung, die höchstwahrscheinlich von Außerirdischen ausgesandt wird. Direkt daneben gibt es eine schicke Anzeige: für ein Produkt, das fast wie ein herkömmlicher Handspiegel aussieht, das aber - viel besser! - einen Schutz vor diesen Strahlen bietet. Was niemand weiß: Sowohl Zeitungsartikel als auch Anzeige wurden gezielt platziert, um den Handspiegel, ähm, Strahlenschutz an den gutgläubigen Mann zu bringen.
Obwohl der Spieler - der Zusatztitel "Der Weltuntergangs-Tycoon" führt etwas in die Irre - nicht den Weltuntergang managt, versucht er immerhin, aus der Panik der Menschen Gewinn zu schlagen: Als Geschäftsführer eines Unternehmens, das sich der Herstellung von allerlei absurden Beschützern und Heilsbringern verschrieben hat, erstellt man einen Wirtschaftskreislauf und lenkt ihn in die für die eigenen Produkte günstigsten Bahnen. Also werden überaus "wahre" Geschichten über drohende Katastrophen in die Zeitungen platziert, während direkt daneben eine Anzeige für die passende Lösung steht. Ein verrückter Professor forscht währenddessen an insgesamt knapp 30 neuen Angstmachern und Produkten, die verkauft werden wollen - von der Hasenpfote bis hin zu Eins-A-Designer-Scheuklappen Typ "Heile Welt".
Video: Doomsday - Der Weltuntergangs-Tycoon
Damit ist der größte Teil des Spielprinzips von "Doomsday" auch schon beschrieben. Zwar baut der Spieler nebenbei noch einen Freizeitpark auf, damit die Bevölkerung und Kundschaft wieder beruhigt und abgelenkt wird, die Möglichkeiten sind aber insgesamt sehr stark begrenzt. Also wiederholt sich das Prinzip "Geschichte in Zeitung platzieren, Produkt bewerben, Attraktion im Freizeitpark durchführen" schnell und wird furchtbar langweilig. Da helfen weder die durchaus bunte Comic-Grafik noch der platte Humor.
Doomsday - Der Weltuntergangs-Tycoon: Im Kurztest
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Bild vergrößern Weder witzig noch wirklich anspruchsvoll: "Doomsday - Der Weltuntergangs-Tycoon" ist eine fade Wirtschaftssimulation für den PC. (Bild: astragon) - Bild 2 von 6
Bild vergrößern In der Geschäftszentrale entscheidet der Spieler, welches Produkt produziert werden soll. (Bild: astragon) - Bild 3 von 6
Bild vergrößern Im Forschungslabor wird für Nachschub an allerlei Heilsbringern und neuen "Gefahren" gesorgt. (Bild: astragon) - Bild 4 von 6
Bild vergrößern Während man bei den Herren im Anzug für die nötige Zeitungsberichterstattung neuer Gefahren sorgt, kann die Dame gut platzierte Werbung für die eigenen Heilsbringer schalten. (Bild: astragon) - Bild 5 von 6
Bild vergrößern Die eigene Mutter ist nie erfreut, wenn sie einen sieht: Bei ihr kann man sich Geld pumpen - natürlich nur mit Zinsen. (Bild: astragon) - Bild 6 von 6
Bild vergrößern Es gibt nicht viel zu tun in "Doomsday - Der Weltuntergangs-Simulator": Zwar ist die Comic-Grafik in Ordnung, allerdings wiederholt sich das Spielprinzip schnell und wird furchtbar langweilig. (Bild: astragon)
Für eine gute Wirtschaftssimulation ist "Doomsday" einfach nicht komplex genug und als bissige Satire ist das Spiel wiederum zu brav. Haben die Mayas doch Recht, sollte man die letzten Tage auf Erden nicht unbedingt mit dem "Weltuntergangs-Tycoon" verbringen ...
Datenblatt
| Doomsday - Der Weltuntergangs-Tycoon | |
| Spielname | Doomsday - Der Weltuntergangs-Tycoon |
| Hersteller | Astragon |
| Vertrieb | Astragon |
| Genre | Simulation |
| Erhältlich ab | 14.11.2012 |
| Preis | ca. 20 Euro |
| EAN Code | 4041417314607 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger |
| Alter | ab 6 Jahren |
| Multiplayer | nein |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | ausreichend |
| Bewertung Steuerung | befriedigend |
| Bewertung Sound | ausreichend |
| Bewertung Spielspass | ausreichend |
| Bewertung Gesamt | ausreichend |
| System | PC |
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