Lenovo ThinkPad X1 Carbon im Test

Leistung und Umwelt

Die Kombination aus flotter SSD, üppigem RAM und Intel Core i5-Prozessor ermöglicht im Alltag mehr als ausreichend Reserven, um typische Office-Anwendungen zügig zu erledigen. Windows 7 bescheinigt dem Testgerät einen Leistungsindex von 5,8. Unter Cinebench 11.5 erreicht die getestete Konfiguration im CPU-Test gute 2,55 Punkte. Nach Abschluss des Grafiktests stehen 15,29 Bildwiederholungen in der Sekunde auf der Uhr. Dies sind für ein Business-Ultrabook gute Werte. Das Lenovo ThinkPad X1 platziert sich damit beispielsweise vor Samsungs Series 9 (getestet mit Core i5-3317U) und nur knapp hinter Dells XPS 12 mit Intel Core i7-Prozessor.

Auch aktuellere Spiele laufen auf dem X1, sofern der Nutzer den Detailgrad mit Bedacht wählt. Ein Gaming-Rechner ist das ThinkPad aber noch lange nicht, dafür ist die interne Grafik schlicht und ergreifend zu schwach. Die Kraft des leider nicht austauschbaren Akkus mit einer Kapazität von 46 Wattstunden war im Office-Test (Helligkeit im unteren Drittel, Funkverbindnugen deaktiviert) erst nach sehr guten 8:15 Stunden erschöpft. Zudem lässt sich das Lenovo-Ultrabook erstaunlich schnell aufladen - nach etwas über einer halben Stunde an der Steckdose sind die Batterien bereits wieder zu über 75 Prozent aufgeladen.

Um die Erweiterbarkeit der Komponenten ist es hingegen schlechter bestellt. Zwar lassen sich auf der Rückseite sieben handelsübliche Kreuzschlitzschrauben lösen. Anschließend muss jedoch die gesamte Front inklusive Tastatur angehoben werden, um einen Blick auf den sehr beengten Innenraum des X1 zu erhaschen. An Base Unit und Tastatur angebrachte Klebestreifen erschweren zusätzlich den Zugang. Der Arbeitsspeicher ist zudem fest auf dem Motherboard verlötet, ein Austausch daher nicht möglich.

Das Lenovo X1 Carbon bietet einen sehr großen Display-Winkel von bis zu 180 Grad (Bild: Lenovo)
Das Lenovo X1 Carbon bietet einen sehr großen Display-Winkel von bis zu 180 Grad (Bild: Lenovo)
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Unter Volllast wird der Gehäuseboden merklich warm. Im Alltagsbetrieb kommt das X1 jedoch gut mit der Wärmeabfuhr klar. Erfreulicherweise sind die verbauten Lüfter im Officebetrieb kaum zu hören. Und selbst bei anspruchsvollen Berechnungen und in Grafikprogrammen empfanden wir das Lüftergeräusch nie wirklich störend. 

Fazit

Beim Notebook-Kauf sprechen für viele Nutzer immer auch subjektive Argumente eine Rolle. Nach Meinung von netzwelt liefert Lenovo mit dem X1 Carbon eines der besten und optisch ansprechendsten Ultrabooks überhaupt ab. An der Gesamtleistung, den hervorragenden Eingabegeräten und am Outdoor-tauglichen Display gibt es aber auch objektiv nicht viel zu kritisieren. Hier zählt das ThinkPad X1 Carbon zur Oberliga, was sich im Preis niederschlägt.

Die Tatsache jedoch, dass bereits ein Nachfolgemodell mit berührungsempfindlichem Bildschirm und Windows 8 in den Startlöchern steht, sollte zu denken geben. Aber vielleicht ist für den einen oder anderen auch gerade daher jetzt der richtige Zeitpunkt, beim ThinkPad X1 zuzuschlagen. Aktuell beginnen die Preise im Lenovo-Onlineshop bei 1.570 Euro. Bei dieser Variante verbaut Lenovo allerdings eine Anzeige mit einer geringeren Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln, die SSD-Kapazität beträgt nur 128 Gigabyte, das UMTS-Modul fehlt und die Höhe des Arbeitsspeichers beträgt nur vier Gigabyte. Für das Testmodell veranschlagt Lenovo 1.950 Euro.

Als leichtgewichtige Alternative empfiehlt sich etwa das Toshiba Z930, das zwar nur mit einem (ebenfalls matten) 13-Zoll-Display ausgestattet, aber nochmals leichter ist. Auch Samsungs edles Vorzeigenotebook Series 9 ist einen Blick wert.

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