Ab 169 Euro im Netz
Preisgünstig: Philips Staubsauger-Roboter FC8802/01 im Test
Philips hat mit dem FC8802/01 einen günstigen Staubsauger-Roboter auf den Markt gebracht, der sich vor allem für die Reinigung von Hartböden eignet. Teppiche lassen sich von dem fünf Zentimeter flachen Helfer nicht unbedingt reinigen und auch bei der Saugkraft müssen Nutzer Abstriche machen. Der netzwelt-Test zeigt, ob sich der Kauf dennoch lohnt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Vor allem für Hartböden geeignet
- 2Absturzgefahr?
- 3Schlechte Saugleistung
- 4Saugt, bis der Akku leer ist
- 5Besser nicht alleine lassen
- 6Fazit
Die unverbindliche Preisempfehlung von Philips beläuft sich auf 249,99 Euro. Im Netz ist der FC 8802/01 sogar schon für rund 100 Euro weniger erhältlich. Ein echtes Schnäppchen also im Vergleich zu seiner Konkurrenz. Dafür sind Zubehör und Funktionsumfang des Staubsauger-Roboters allerdings auch stark eingeschränkt.
Vor allem für Hartböden geeignet
Das Gerät von Philips eignet sich nur für Hartböden wie Holz, Laminat und Fliesen. Den Einsatz auf einem Teppich empfiehlt der Hersteller nicht. Beim Test von netzwelt zeigte sich jedoch, dass der Roboter auch einen Kurzflor-Teppich befahren kann. Hier gilt: Versuch macht klug, Philips gibt jedoch keine Garantie für weiche Untergründe.
Außerdem besitzt der FC8802/01 keine Basis-Station, lässt sich nicht per Fernbedienung steuern und saugt so lange, bis sein Akku leer ist.
Philips FC8802/01 im Test
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Bild vergrößern Philips Staubsauger-Roboter besticht durch seinen günstigen Preis und seine geringe Höhe. (Bild: netzwelt) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Drei Sensoren an der Unterseite des Geräts sorgen dafür, dass der Roboter keine Treppen hinunter fällt. (Bild: netzwelt) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern An der vorderen Seite des Staubsaugers befindet sich ein Stoßdämpfer. (Bild: netzwelt) - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Eine Fernbedienung legt Philips dem Gerät leider nicht bei. Genauso fehlt ein Timer. (Bild: netzwelt) - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Der integrierte Akku lässt sich praktischerweise leicht austauschen. (Bild: netzwelt)
Absturzgefahr?
Obwohl eigentlich drei Stopp-Sensoren den Roboter vor Abgründen schützen sollen, weist Philips im Handbuch darauf hin, dass der Sauger nicht alleine gelassen werden sollte, wenn er sich in einem Raum mit Abgründen bewegt. Im Test erwies sich das Modell von Philips allerdings als sturzresistent. Alle Treppenstufen des Testzimmers erkannte er problemlos.
Generell war die Fahrleistung des Staubsaugers überzeugend. Der FC8802/01 besitzt drei unterschiedliche Reinigungsmodi, die er nach dem Chaosprinzip auswählt. Zunächst fährt der Roboter geradeaus, bis er auf ein Hindernis oder eine Wand stößt, dann dreht er um und fährt in die andere Richtung zurück. Zufällig entscheidet er sich dabei zwischendurch für einen Randmodus, in dem er an den Wänden des Raums vorbeifährt, und einen Spiralmodus, in dem er einen bestimmten Bereich in Kreisen abfährt. Speziell das Umfahren von Gegenständen und Ausfahren der Ecken und Kanten gelang ihm - trotz Chaos - mit Bravour.
Schlechte Saugleistung
Abstriche müssen Nutzer allerdings bei der Saugleistung des Roboters machen. Genaue Angaben liefert Philips zwar nicht, besonders hoch kann diese jedoch nicht sein. Kleine Steinchen, die unter Schuhsohlen hängen bleiben, sind bereits zu schwer für den Sauger. Hauptsächlich Fussel, Fell, Haare und Wollmäuse landen im Auffangbehälter.
Die Öffnung des Saugers ist zudem nur wenige Zentimeter breit. Der Roboter muss also sehr genau über den Schmutz fahren, um ihn auch aufzusaugen. Die zwei angebrachten Seitenbürsten unterstützen hier kaum und sind eher beim Fegen der Ecken von Nutzen.
Saugt, bis der Akku leer ist
Bricht der Nutzer den Saugvorgang nicht manuell ab, saugt der Philips, bis sein 800-Milliamperestunden-Akku leer ist, was dem Hersteller zufolge nach rund 50 Minuten der Fall ist. Das Aufladen dauert Philips zufolge rund vier Stunden. Glücklicherweise lässt sich der Akku kinderleicht herausnehmen und bei Bedarf auswechseln.
Durch seine geringe Höhe von nur fünf Zentimetern ist der Staubsauger gut dafür geeignet, unter Möbeln zu saugen, wo Nutzer mit einem Handstaubsauger nur schwer hinkommen. Da der Roboter fährt, bis der Akku leer ist und sich auch nicht mithilfe einer Fernbedienung lenken lässt, müssen sich Anwender dennoch auf Möbelrücken einstellen. Denn es kann durchaus sein, dass der Roboter unter dem Sofa seinen Geist aufgibt, weil gerade dann der Akku leer ist.
Besser nicht alleine lassen
Es empfiehlt sich also - wie auch Hersteller Philips anmerkt -, den Staubsauger nicht unbeaufsichtigt putzen zu lassen. Gegen einen Saugvorgang in Abwesenheit des Nutzers sprechen zudem die Lautstärke des Saugers von 75 db(A) und der fehlende Timer, der einen automatischen Putzvorgang erleichtern würde.
Ein kleiner Sturz zerstört den Roboter jedoch nicht, der guten Verarbeitung sei Dank. Am Gehäuse des Geräts fallen weder hässliche Spaltmaße noch unsaubere Verarbeitungen auf. Das Material wirkt robust und auch der abnehmbare Deckel und die Seitenbürsten sitzen fest in ihren Verankerungen. Wie jeder Staubsauger muss natürlich auch der Roboter regelmäßig gereinigt werden. Da das Modell von Philips jedoch keine große Rolle, sondern nur die kleinen Bürsten am Rand besitzt, gelingt diese kurz und schmerzlos.
Fazit
Der FC8802/01 ist ein echter Fahrprofi und gut verarbeitet. Dennoch ist das Gerät nur für Personen geeignet, die einen Hartboden besitzen, auf dem sich vornehmlich Flusen, Staub und Haare sammeln. Schweren Schmutz schafft der Staubsauger-Roboter von Philips nicht. Nutzern, die keine Lust haben, jeden Tag hinter ihren Haustieren hinterherzufegen, verschafft der Sauger etwas Erleichterung. Wer es wirklich sauber haben will, muss trotzdem zu einem richtigen Staubsauger greifen.
Alternativen zum Philips-Modell finden Sie im Staubsauger-Roboter-Vergleistest.






