Die Reise ins Ich

Nano Assault Neo: Im Kurztest

Einer der eindrucksvollsten Wii-U-Starttitel ist keine millionenschwere Blockbuster-Produktion, sondern kommt von einem deutschen Drei-Mann-Team: "Nano Assault Neo" zitiert Spielhallen-Schlachten aus dem letzten Jahrhundert und veredelt klassisches Gameplay mit effektreicher HD-Grafik. Den sogenannten Twin-Stick-Shooter gibt's allerdings nur in Download-Form in Nintendos eShop.

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Nano Assault Neo - Wii U Announcement Trailer: Der Top-Down-Shooter Nano Assault Neo ist dem einen oder anderen vielleicht schon auf dem Nintendo-Handheld ein Begriff. Wenn auch ohne den Neo-Zusatz. Zum Launch der neuen Nintendo-Konsole Wii U wird Nano Assault Neo einer der Start-Titel sein. Wie die Entwickler das Spielsystem auf den großen Bildschirm bringen und wie der neue Controller integriert wird, zeigt dieses Video. Zum Video: Nano Assault Neo - Wii U Announcement Trailer

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Die Schlachten von "Nano Assault Neo" werden nicht über fernen Himmelskörpern ausgetragen. Vielmehr entführt die adrenalingeschwängerte und von treibenden Techno-Beats untermalte Arcade-Ballerei des Münchener Kleinst-Entwicklers Shin'en in den zellulären Kleinstkosmos des Körpers: Hier lässt der Spieler sein mikroskopisches Raumschiff mit dem linken Stick des Wii-U-Gamepads über die Oberfläche von virenverseuchten Zellen flitzen, vorbei an klebrigen Brocken und glitschigen Zäpfchen. Mit dem zweiten Analogstick feuert er aus allen Rohren, um die Zelle von den gefährlichen Nanostray-Viren zu befreien.

Nur wer die Eigenheiten der fremdartigen Umgebung einkalkuliert, hat eine Chance: Sämtliche Schusssalven und Spezialattacken des Heldenschiffs sind ebenso wie der Spieler und seine Widersacher im Schwerkraftfeld des Zellkerns gefangen. Bedeutet: Auch Laser-Breitseiten folgen der Geometrie des Brockens und umrunden ihn auch.

Mindestens genauso wichtig für die richtige Action-Taktik ist eine effektive Ausrüstung: Zwischen den einzelnen Abschnitten eines Zell-Clusters darf man die sauer erballerten Credits gegen Punktemultiplikatoren, Schutzschilde, Extrawaffen und gegen den guten alten Shooter-Satelliten eintauschen, den Genre-Fans aus Klassikern wie "R-Type" kennen. Hier gilt: Je mehr elektronische Trabanten den Jet begleiten, desto besser, denn jeder Satellit feuert seine eigene Schusssalve ab. Wohin er die feuert, hängt vor allem von deren Platzierung ab: Einfach den Touchscreen des Wii-U-Gamepads berühren, dann pausiert das Spiel und blendet ein komfortabel befingerbares Diagramm für die Positionierung und Ausrichtung der Satelliten ein.

Wer während der Effektschlacht stattdessen seine Lieblingssendung auf dem TV-Schirm sehen will, muss den Einsatz des Touchscreens nicht zwangsläufig auf die Satelliten-Planung beschränken: Er darf die komplette Zellschlacht vom Fernseher aufs Gamepad verlagern. Oder er lädt dabei einen zweiten Shooter-Profi ein: Dann manövriert "Player 2" per Wiimote-Nunchuk-Kombination oder mit einem Classic-Controller über den TV-Schirm und leistet bei den gewaltigen Bossgegnern Schützenhilfe.

Nano Assault Neo: Im Kurztest

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Fazit: Wer klassisch gepolte Baller-Exzesse mit Spielhallen-Schlagseite schätzt, auf modernen Action-Schnickschnack wie Continues oder Rücksetzpunkte pfeift und allein um der Highscore-Jagd willen die Sticks glühen lässt, für den ist "Nano Assault Neo" ein echter Pflichtkauf. Das gerade mal zehn Euro günstige Game ist spielerisch und technisch die neue Speerspitze der retrospektiven Ballersparte.

Datenblatt

Nano Assault Neo
SpielnameNano Assault Neo
HerstellerShin'en Multimedia
VertriebNintendo
GenreAction
Erhältlich ab30.11.2012
Preisca. 10 Euro
EAN Code1234567890123
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 6 Jahren
Multiplayer1-2
Sonstiges 
Bewertung Grafiksehr gut
Bewertung Steuerungsehr gut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspasssehr gut
Bewertung Gesamtsehr gut
SystemWii U

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