Die Träume des Schatzsuchers
Im Kurztest: Jack Keane und das Auge des Schicksals
Jack Keane, der deutsche Verwandte von "Monkey Island"-Pirat Guybrush Threepwood, hatte 2007 seinen ersten Auftritt und begeisterte mit guter Story, intelligentem Rätseldesign und überaus witzigen Dialogen. Mit "Jack Keane und das Auge des Schicksals" möchte Deck 13 an den Überraschungserfolg von damals anknüpfen. Aber hat sich der Held seinen Charme bewahren können?
Jack sitzt im Gefängnis auf einer Insel vor Shanghai. Sein Zellengenosse ist ein alter Schamane, der ihn in das Geheimnis um einen wertvollen Schatz einweiht. Um Näheres zu erfahren, lässt der Zottelzauberer Jack in sein Unterbewusstes abtauchen - doch bevor er erfährt, wo der Schatz versteckt sein könnte, stirbt der Schamane. Jack muss einen Weg finden, aus dem Gefängnis zu entkommen, um im Wettlauf mit einem gewissen Professor Umbati den Schatz aufzuspüren. Behilflich ist ihm dabei seine Freundin Amanda, die jedoch auch erst ein paar Bösewichte abschütteln muss. Im Lauf des Geschehens darf der Spieler dabei nicht nur Jack, sondern auch andere Charaktere steuern
Und wie schlägt sich "Jack Keane und das Auge des Schatzsuchers" im Vergleich mit dem ersten Teil? Der "neue" Jack Keane hat zweifellos seine Highlights und ist sicher ein verdammt netter Kerl. Leider vermisst man vor allem in den Dialogen etwas den liebenswürdigen Humor des Vorgängers. Auch die Story wirkt nicht immer aus einem Guss, sondern zerfleddert mit der Zeit ein wenig. Optisch verstrahlt "das Auge des Schicksals" jedoch den typischen, zeitlosen Comic-Charme eines typischen Deck-13-Adventures. Spannend sind vor allem die Beziehungen unter den Personen - wenn beispielsweise Amanda und die Fotografin Eve um die Gunst des Protagonisten streiten.
Die Rätsel des sechs- bis achtstündigen Abenteuers sprechen mehr den Einsteiger als den Profi an. Stets bleiben die Locations mit all den benutzbaren Items überschaubar. Und wenn man ein Rätsel nicht mit Kombinationsgabe lösen kann, dann eben durch einfaches Durchprobieren sämtlicher Optionen. Der Frustfaktor hält sich also auch für Neulinge in Grenzen.
Etwas hakelig ist hingegen die Steuerung per WASD-Tasten und Maus. Das zeigt sich schon bei der Aktivierung des Gewehrs, mit dem sich Amanda anfangs gegen ihre Kontrahenten wehrt: Es braucht stets mehrere Mausklicks auf das entsprechende Icon, bis die Funktion zum Schießen sich mal aktivieren lässt. Ähnlich gewöhnungsbedürftig ist das Point&Drag-System mit der Maus - hier wäre es besser gewesen, auf gewohnte und intuitive Point&Click-Mechanismen zu setzen, statt unbedingt etwas Neues auszuprobieren. Ebenfalls nervig und eigentlich überflüssig sind die Sprungeinlagen, die man immer wieder absolvieren muss, um weiterzukommen. Aber gerade hier zeigt sich, wie unpräzise die Steuerung oft reagiert.
Jack Keane und das Auge des Schicksals: Im Kurztest
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Bild vergrößern Nach fünf Jahren Pause feiert "Jack Keane" sein Comeback. (Bild: astragon) - Bild 2 von 9
Bild vergrößern Ein alter Schamane weiht Jack in das Geheimnis um einen wertvollen Schatz ein. (Bild: astragon) - Bild 3 von 9
Bild vergrößern Kleinere Action- und Geschicklichkeitsaufgaben sowie allerlei Zwischensequenzen lockern den Adventure-Alltag auf. (Bild: astragon) - Bild 4 von 9
Bild vergrößern Bitte recht freundlich: Optisch verstrahlt "das Auge des Schicksals" jedoch den typischen, zeitlosen Comic-Charme eines typischen Deck-13-Adventures. (Bild: astragon) - Bild 5 von 9
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Bild vergrößern (Bild: astragon)
Trotzdem: "Das Auge des Schicksals" ist ein Adventure mit Charme, an dem man trotz der kleinen Schwächen ordentlich Spaß hat. Zur Atmosphäre tragen dabei auch die vielen namhaften Sprecher (unter anderem die deutsche Stimme von "Batman"-Darsteller Christian Bale) bei, die den Charakteren Leben einhauchen.
Datenblatt
| Jack Keane und das Auge des Schicksals | |
| Spielname | Jack Keane und das Auge des Schicksals |
| Hersteller | Deck 13 |
| Vertrieb | astragon |
| Genre | Adventure |
| Erhältlich ab | 07.11.2012 |
| Preis | ca. 40 Euro |
| EAN Code | 4041417314553 |
| Schwierigkeit | Für Fortgeschrittene |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Multiplayer | nein |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | gut |
| Bewertung Steuerung | befriedigend |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | gut |
| Bewertung Gesamt | gut |
| System | PC |
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