"Fernseher erst der Anfang"
Unbefugter Zugriff: Samsung Smart-TVs haben Sicherheitslücken
Eine Sicherheitsfirma hat eine kritische Sicherheitslücke gefunden, die es Angreifern ermöglicht, unbefugten Zugriff auf Samsung Smart-TVs zu erhalten. Sie können so das Gerät fernsteuern und im schlimmsten Fall sogar an sensible Daten gelangen.
Dass Computer und Smartphones häufig von Viren und Sicherheitslücken betroffen sein können, ist bekannt. Eine relativ neue Erkenntnis liefert das Sicherheits-Startup ReVuln aus Malta. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben eine schwerwiegende Sicherheitslücke in einem Samsung Smart-TV gefunden. Bei dem betroffenen Modell handelt es sich um eines aus der TV LED 3D-Reihe. Dass das Gerät von einer solchen Lücke betroffen ist, liegt wahrscheinlich in der Natur der Sache. Smart-TVs bieten viele Funktionen, die ausschließlich mit einem Internetzugang funktionieren.
Die Sicherheitslücke
Mit einer nicht näher beschriebenen Technik verschaffte sich das Unternehmen Zugang zu dem Samsung-Gerät und erlangte per Root die volle Kontrolle über das selbige. Der Angreifer steuert den Fernseher so beispielsweise fern und erbeutet sensible Nutzerdaten, die auf dem Gerät gespeichert sind. Noch gefährlicher kann es für den Besitzer werden, wenn er an dem Fernseher externe Datenspeicher angeschlossen hat. In dem Video, welches den Vorgang des Angriffs zeigt, verschaffen sich die Sicherheitsexperten unter anderem auch Zugriff auf Daten, welche sich auf angeschlossenen Geräten befanden, und löschten diese.
Kein Einzellfall
Ähnlich ausgestattete Geräte von anderen Herstellern könnten ebenfalls betroffen sein. Gegenüber dem britischen Online-Nachrichtenportal The Register gaben die Experten von ReVuln an, dass sie das Gerät von Samsung nur getestet haben, weil es der Marktführer in diesem Segment sei.
Des Weiteren will das Unternehmen mehr Zeit und Aufwand darauf verwenden, weitere Sicherheitslücken in anderen Home-Entertainment-Geräten zu finden. Die gesammelten Informationen will das Unternehmen auf dem freien Markt verkaufen und nicht den Herstellern der betroffenen Produkte kostenlos zur Verfügung stellen. Die Intention dahinter sei, die Schließung der Sicherheitslücken zu beschleunigen. Auch im aktuellen Fall geht das Unternehmen so vor. Das Startup aus Malta sieht für die Zukunft noch etliche ähnliche Situationen auf sich zukommen: "Die Fernseher sind nur der Anfang."


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