Samsung Galaxy Camera im Test

Großer Brennweitenbereich

Die besten Online-Fähigkeiten einer Kamera taugen nichts, wenn das Gerät selbst schon starke Limitierungen in Sachen Bildqualität mitbringt. Hier steht auf dem Papier zunächst ein CMOS-Chip im Kleinbildformat, der stattliche 16 Megapixel auflöst und damit weit über den Fähigkeiten der Fotosensoren moderner Smartphones liegt. Und ein Objektiv, das in Brennweiten im leichten Weitwinkel-Bereich von 23 Millimeter bis in den Telebreich von Brennweiten bis 483 Millimeter reinreicht, alles umgesetzt in Form eines 21-fachen optischen Zoom. Hört sich gut an.

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Um sich die Fähigkeiten nutzbar zu machen, greift der Fotograf an die leicht angeraute Gummierungsrundung an der rechten Seite der Samsung Galaxy Camera, die einen sicheren Halt bietet. Die Motivabbildung wird übrigens ausschließlich über den Touchscreen umgesetzt - einen klassischen optischen Sucher gibt es nicht, was die üblichen Nachteile hat: Vorbeigehende sehen alles, was man aufnimmt, durch die Lichtanfälligkeit ist die Fokussierung bisweilen mühsam.

Durchschnittliche Digitalkamera

Immerhin arbeitet der manuelle Zoom, bedienbar durch das von Kompaktkameras gewohnte Drehrad am oberen Rand, angenehm flüssig, allerdings nur in durchschnittlichem Tempo. Ebenso wie der Autofokus, der entweder wie üblich durch leichtes Tippen des Auslösers scharf stellt oder per Fingertipp auf den Touchscreen aktiviert werden kann. 

Die Aufnahmen kommen über durchschnittliche Digitalkamera-Qualität nicht hinaus, zeigen aber auch keine auffallenden Mängel - weder Verzeichnungen noch Farbsäume oder heftiges Bildrauschen sind netzwelt bei den Probeaufnahmen aufgefallen. Die kleinste Blende liegt allerdings bei f/2,8, was auf ein nicht sonderlich lichtstarkes Digitalkamera-Objektiv hinweist. Sie sorgt zudem dafür, dass mit der Schärfentiefe kaum gespielt werden kann und das bekannte Unscharf-Stellen des Hintergrunds, etwa bei Porträts oder Personenaufnahmen, kaum möglich ist. 

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