Smartphone mit Android 4.0

Geheimtipp aus China: Phicomm FWS 710 Pro im Test

Kennen Sie Phicomm? Falls ja, dann sind Sie ein echter Handy-Experte. Doch das Unternehmen dürfte bald mehr von sich reden machen, ähnlich wie der Konkurrent Huawei bietet der chinesische Konzern Android-Smartphones zu einem fast unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis. Ein echter Geheimtipp ist dabei das FWS 710 Pro.

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Phicomm FWS 710 Pro - Technisch nicht mehr ganz up to date, für den Preis aber ein Geheimtipp: Phicomm FWS 710 Pro. (Bild: netzwelt)
Technisch nicht mehr ganz up to date, für den Preis aber ein Geheimtipp: Phicomm FWS 710 Pro. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Hardware
  3. 3Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. 4Multimedia
  5. 5Software
  6. 6Fazit

Design und Verarbeitung

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Der Ersteindruck des Phicomm FWS 710 Pro ist positiv. Trotz des Kampfpreises von 129 Euro ist das Modell ordentlich verarbeitet. Keine Spaltmaße, kein knarzender Akkudeckel, keine wackeligen Tasten: Das FWS 710 Pro liegt angenehm und dank angerauter Rückseite auch sicher in der Hand. Sogar an eine Abdeckung für den Micro-USB-Anschluss hat Phicomm gedacht, in dieser Preisklasse ist das fast ein Novum. 

Ähnlich wie beim Galaxy Nexus von Google ist der Akkudeckel jedoch sehr dünn und lässt sich nur schwer wieder aufsetzen. Hakt der Nutzer ihn an einer von 11 Stellen falsch ein, scheitert der Aufsetzversuch. Auffällig, wenn auch nicht unangenehm, ist das mit 130 Gramm für ein Plastikhandy vergleichsweise hohe Gewicht. 

Hardware

Der Prozessor des FWS 710 Pro taktet mit einem Gigahertz. Im Geekbench-Test erreicht er durchschnittlich 453 Punkte, damit bewegt sich die Rechenleistung auf dem Niveau älterer Modelle wie dem Samsung Galaxy S oder dem Nexus S. Ganz ohne Ruckler läuft Android 4.0 daher nicht. Bei rechenintensiven Aufgaben müssen Nutzer sich auf Wartezeiten einstellen. Bei 3D-Games stößt das FWS 710 Pro auch schnell an seine Grenzen. Grand Theft Auto III und Contract Killer Zombies 2 waren im Test noch spielbar. Bei Shadowgun kapitulierte das Phicomm-Modell dagegen bereits im Ladevorgang. Bei längeren Ausflügen in die Gaming-Welt erhitzte sich das FWS 710 Pro zudem unangenehm. 

Das Display des FWS 710 Pro misst 3,7 Zoll und bietet eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Die Darstellung ist dementsprechend scharf, auch wenn sie nicht an Apples Retina-Display heran reicht. Allerdings wirken Farben sehr blass, das Display ist in den Grundeinstellungen zudem viel zu dunkel eingestellt. Der interne Speicher ist mit 512 Megabyte äußerst klein, Phicomm liefert daher gleich eine 2-Gigabyte-Speicherkarte mit, mit der Nutzer den internen Speicher erweitern können. Das reicht für den Anfang: Wer gerne viele Apps, Filme und Musik auf seinem Smartphone ablegt, muss sich jedoch bald eine größere microSD-Karte besorgen.

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