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Zu auskunftsfreudig: Kinder-Apps versagen beim Datenschutz Amerikanische Bundeshandelskommission

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Die amerikanische Verbraucherschutzbehörde hat erhebliche Datenschutzmängel bei Apps für Kinder festgestellt. Diese versenden oft ohne Einwilligung der Eltern Daten an Werbefirmen oder die Entwickler.

Die meisten Apps, die sich an Kinder richten, versagen beim Datenschutz. Dies hat die amerikanische Federal Trade Commission in einer Studie herausgefunden. Ein Großteil der getesteten Apps versendet Nutzerdaten ohne Wissen der Eltern an Dritte.

Werbefirmen und Netzwerke sind an den Nutzerdaten von Kindern interessiert.

Die Federal Trade Commission, das Pendant zum deutschen Verbraucherschutz, hat in einer eigenen Studie erhebliche Mängel bezüglich des Datenschutzes bei Apps für Kinder aufgedeckt.

Im Rahmen der Untersuchung testete die Institution 400 Apps, die mit dem Schlüsselwort "Kids" in den App-Stores gefunden wurden. Jeweils 200 der Applikationen stammen aus dem Google Play Store und dem Apple App-Store. Dabei wurden sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Anwendungen ausgewählt.

Schlechter Datenschutz

In den genaueren Tests fanden die Mitarbeiter heraus, dass 60 Prozent der untersuchten Anwendungen die Geräte-ID zum App-Hersteller, einem Werbenetzwerk, einer Werbefirma oder einer anderen dritten Partei schickten. Das Gefährliche an der Geräte-ID ist, dass diese wie ein digitaler Fingerabdruck funktioniert. Unternehmen können beispielsweise mit Apps persönliche Nutzerdaten wie Namen, Telefonnummern, E-Mail oder die aktuelle Position sammeln und mit der eindeutigen Geräte-ID verknüpfen. Auf Grundlage dessen können Nutzerprofile angelegt werden, die sich genau einer Person zuordnen lassen.

Nur etwa 20 Prozent der Hersteller der getesteten Apps klären über die eigenen Datenschutzrichtlinien überhaupt auf.

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Stephan Porada
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