Geringe Beteiligung bei Abstimmung über Nutzungsbedingungen

Facebook: Nutzer verlieren ihr Stimmrecht

Facebook-Nutzer verlieren ihr Mitbestimmungsrecht. Das ist das Ergebnis der nun beendeten Abstimmung, bei der nur 0,07 Prozent der Mitglieder teilgenommen haben. Für ein bindendes Wahlergebnis hätten 30 Prozent der Nutzer ihre Stimme abgeben müssen.

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Die Abstimmung, zu der Facebook aufgerufen hat, ist nicht bindend. (Bild: facebook)
Die Abstimmung, zu der Facebook aufgerufen hat, ist nicht bindend. (Bild: Facebook)
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Knapp eine Woche lief die Online-Wahl, bei der die Nutzer über die neuen Richtlinien von Facebook und deren Einführung abstimmen konnten. Mit den neu vorgeschlagenen Nutzungsbedingungen beabsichtigte Facebook, zukünftige Abstimmungen zu neuen Richtlinien, die die Nutzer betreffen, abzuschaffen.

Wahlbeteiligung von 0,07 Prozent

An der Wahl, bei der für oder gegen die neuen Richtlinien gestimmt werden konnte, nahmen nur 0,07 Prozent der Facebook-Mitglieder teil. Insgesamt sprachen sich jedoch knapp 88 Prozent der Wähler gegen die neuen Nutzungsbestimmungen aus, die weitere solche Abstimmungen abschaffen sollten. Die große Mehrheit hat jedoch nichts zu bedeuten: Für ein bindendes Ergebnis wäre ein Quorum von 30 Prozent, also knapp 300 Millionen Nutzern, notwendig gewesen. Als Resultat der geringen Beteiligung werden die neuen Richtlinien nun wohl demnächst in Kraft treten.

Vergleich zur letzten Wahl

Die geringe Wahlbeteiligung erinnert stark an die letzte Abstimmung im Sommer dieses Jahres. Damals stimmten nur 180.000 Nutzer von 900 Millionen Mitgliedern über die neuen Richtlinien ab, welche Facebook Verwertungsrechte an Statusmeldungen, Links und Fotos von Mitgliedern erlaubte. Auch damals gab es die Hürde von 30 Prozent Wahlteilnahme, um ein bindendes Ergebnis zu schaffen. Im Vergleich zu heute war der offizielle Aufruf zur Wahl aber nicht so direkt kommuniziert worden wie jetzt. Dieses Mal hatte Facebook beispielsweise jeden Nutzer persönlich per Mail zur Abstimmung aufgerufen.

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