Nutzer wurden in die australische Wildnis geführt

Falsche Verortung: Apple behebt Mildura-Fehler bei Maps (Update)

Die australische Polizei warnt davor, Apples hauseigenen Kartendienst zu nutzen. Laut Polizeibericht ist der Anlass für die Warnung eine in dem Dienst falsch verortete Stadt. Ganze 70 Kilometer schickte Apple Maps seine Nutzer in die falsche Richtung und gefährdete deren Leben. Der Hersteller aus Cupertino hat nun auf die Warnung der Polizei reagiert.

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Apple Maps schickt Reisende an gefährliche Orte. (Bild: netzwelt)
Apple Maps schickt Reisende an gefährliche Orte. (Bild: netzwelt)
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Das Update vom 11. Dezember finden Sie am ende dieses Artikels.

Schon seit dem Marktstart von Apple Maps gibt es nicht viel Positives über den Kartendienst aus Cupertino zu berichten. Fehlten bei diesem beispielsweise anfänglich die Freiheitsstatue und einige Straßen, hat sich nun in Australien etwas Schwerwiegenderes ereignet.

Sie haben das Ziel nicht erreicht

Die Polizeiwache aus dem australischen Ort Mildura warnt in einer offiziellen Stellungnahme davor, den Kartendienst von Apple zur Navigation zu nutzen. Reisende, die den Ort mithilfe von Apple Maps erreichen wollten, schickte das Programm im wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste, ganze 70 Kilometer am Ziel vorbei.

Das vermeintlich richtige Ziel befindet sich in der Mitte des Murray Sunset National Park, in dem zur jetzigen Sommerzeit bis zu 46 Grad herrschen können. Die Polizei berichtet davon, dass einige Motorradfahrer ganze 24 Stunden an dem angeblich richtigen Ort gestrandet waren. Ohne Orientierung, genug zu Essen oder Trinken mussten sie sich auf Fußmärsche begeben, damit sie genug Empfang für ihre Mobiltelefone erhielten, um sich retten zu lassen. Laut Berichten des Fernsehsenders ABC hat die Mildura Polizei insgesamt sechs Menschen gerettet, die von Apple Maps 70 Kilometer in die Irre geführt wurden.

In dem Bericht zeigt sich die Wache sehr besorgt über die Geschehnisse und sprach davon, dass die Situation potentiell lebensgefährdend sei. Des Weiteren rät die Polizei dazu, Apple Maps solange nicht zu nutzen, bis das Problem behoben wurde. Eine Stellungnahme des Konzerns zu den Geschehnissen steht noch aus.

Update 11.Dezember: Apple beendet die Odyssee

Wie The Gurdian berichtete, hat Apple den Fehler bezüglich des falsch eingetragenen Ortes behoben. Zwar wird dieser noch immer auf der Karte in dem Murray Sunset National Park angezeigt, aber wenn der Nutzer eine Wegbeschreibung nach Mildura nutzt, führt diese ihn nun in die echte Stadt und nicht in die Wildnis.

Das Online-Nachrichtenportal The Register will zusätzlich erfahren habe, dass Apple nicht alleine die Schuld an der irrtümlichen Verortung trage. Als Grundlage dienten Daten aus dem australischen Ortsverzeichnis Gazetteer, welches zwei Angaben unter dem Namen Mildura enthält: Die Stadt und das geographische Zentrum der Region.

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