Sony Vaio Duo 11 im Test - das Ultrabooklet

Display

Die 11,6 Zoll große Anzeige des Vaio Duo bietet eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Auffällig ist neben den großen Blickwinkeln auch die hohe Leuchtkraft des Displays, aber auch Farbdarstellung und Kontrast gefallen sehr gut. Obwohl die Anzeige stark spiegelt, ist auch ein Arbeiten unter freiem Himmel möglich. 

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Weniger gut gelungen ist Sony die automatische Ausrichtung der Bildschirminhalte. Im Test kam es oft zu dem Problem, dass die Anzeige willkürlich in das Querformat umsprang, obwohl das Vaio im Ultrabook-Modus kerzengerade auf einem Tisch stand. Dann hilft es nur weiter, das gesamte Gerät zu drehen, bis die Darstellung wieder richtig erfolgt. 

Leistung und Multimedia

Im Testgerät von netzwelt steckt ein Intel Core i3-Prozessor (3217U) mit einer Taktrate von 1,8 Gigahertz. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt vier Gigabyte. Zusätzlich verbaut Sony noch einen 128 Gigabyte fassenden SSD-Speicher. Bei dieser Konfiguration handelt es sich abgesehen vom RAM um die günstigste Ausführung des Vaio Duo 11 für knapp 1.100 Euro. Wer will, kann den Convertible auch gegen Aufpreis mit Intel Core i7-Prozessor (430 Euro), 256 Gigabyte SSD-Kapazität (220 Euro) und bis zu acht Gigabyte RAM (120 Euro) ausstatten.

Die Tasten verfügen über großzügige Abstände zueinander. Auf der Tastatur ist daher flüssiges Schreiben möglich. (Bild: Sony)
Die Tasten verfügen über großzügige Abstände zueinander. Auf der Tastatur ist daher flüssiges Schreiben möglich. (Bild: Sony)

Unter Cinebench 11.5 erreichte das Sony Vaio Duo 11 im OpenGL-Test 15,15 Bilder in der Sekunde. Der CPU-Auslastungstest lieferte ein Ergebnis von 1,80 Punkten. Beim Surfen, Videos schauen und Office-Tätigkeiten kommt selten der Wunsch nach mehr Leistung auf, da unter anderem die SSD für schnelle Zugriffszeiten sorgt. Aber die Zahlen legen es bereits nahe: Ein Spielerechner ist der Vaio beileibe nicht. Dazu ist neben dem verbauten Core i3-Prozessor vor allem die interne Intel-Grafik (Intel HD Graphics 4000) zu schwach auf der Brust. 

Dies bestätigen auch die nachfolgenden Tests: Während grafisch wenig anspruchsvolle Spiele aus dem Microsoft Store wie Cut the Rope noch flüssig laufen, stößt die Kombination aus Einsteiger-Prozessor und interner Grafik bei hardwarelastigeren Spielen an ihre Grenzen. Reckless Racing Ultimate läuft auf dem System aber flüssig - im Gegensatz zum Microsoft Surface. Windows 8 attestiert der getesteten Konfiguration einen Leistungsindex von 5,5 (niedrigste Teilbewertung: Desktopgrafikleistung). Bei den Benchmarktests und beim Spielen macht sich der Lüfter bemerkbar, wird aber nie wirklich störend. Abwärme transportiert der Vaio-Computer über rückseitig angebrachte Schlitze zuverlässig ins Freie. 

Die verbauten Lautsprecher klingen überaus kräftig und übersteuern auch bei Maximal-Lautstärke nicht. Sony-eigene Technologien, aber auch Dolby-Verbesserungen heben den Klang zusätzlich erfolgreich an. 

Sony gibt eine Batterielaufzeit von 6,5 Stunden an. Im Test erreichte netzwelt eine wesentlich kürzere Akkulaufzeit von knapp vier Stunden im Mischbetrieb (Spielen, Surfen, Videos anschauen bei 75 Prozent Helligkeit). Im Alltag verlangt das Vaio Duo 11 daher schneller nach einer Steckdose als viele andere Ultrabooks. Reine Tablet-Computer bieten eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden und mehr.

Tablet und Tastatur sind fest miteinander verschraubt und lassen sich nicht getrennt voneinander nutzen. (Bild: Sony)
Tablet und Tastatur sind fest miteinander verschraubt und lassen sich nicht getrennt voneinander nutzen. (Bild: Sony)

Fazit

Das Sony Vaio Duo 11 verfügt nicht nur über ein interessantes Konzept, sondern ist in der Praxis auch sehr komfortabel bedienbar. Ähnlich wie bei Dells XPS 12 müssen Kunden weniger Kompromisse eingehen, als man vielleicht zunächst vermuten würde. Ein großes Lob. Vor allem die vielfältigen Eingabemethoden über Tastatur, Touchscreen, Track Point und Bedienstift sind hervorzuheben. 

Demgegenüber stehen zum einen Schönheitsfehler wie die unregelmäßig beleuchtete Tastatur, Verarbeitungsschwächen, die nicht nachvollziehbare automatische Neuausrichtung der Bildschirmanzeige und das etwas zerklüftete Design. Zum anderen ist das Vaio Duo kein Schnäppchen - der Preis ist für das Gebotene aber angemessen.

Als Alternative zum hier getesteten Vaio-Ultrabook bietet sich zum einen das bereits erwähnte Dell XPS 12 an. Aber auch das Toshiba U920t, das auf ein ähnliches Konzept setzt, ist einen Blick wert.

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