Interessantes Konzept mit kleinen Schönheitsfehlern

Ultrabooklet: Sony Vaio Duo 11 im Test

Spielen, Surfen, Apps: Das Vaio Duo 11 sieht aus wie ein Tablet-Computer mit Windows 8. Unter dem Touchscreen lässt sich jedoch eine vollständige Tastatur herausziehen. Dann zeigt das Vaio sein zweites Gesicht, das eines in der Praxis gut einsetzbaren Ultrabooks.

?
?



Sony Vaio Duo 11: Mit dem Vaio Duo 11 präsentiert auch Sony einen pfiffigen Convertible mit Windows 8. Im Test gefällt das Konzept - jedoch hat netzwelt auch ein paar Schönheitsfehler ausfindig gemacht. Zum Video: Sony Vaio Duo 11

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Verarbeitung und Anschlüsse
  2. 2Aufklappmechanik und Eingabegeräte
  3. 3Aktiver Eingabestift
  4. 4Display
  5. 5Leistung und Multimedia
  6. 6Fazit
Werbung

Convertibles gibt es bereits seit ein paar Jahren. Zweifelsohne wird Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 dieser Klasse aber einen gehörigen Schub verpassen. Denn erst das aktuelle Microsoft-OS erlaubt die komfortable Steuerung per Finger. In Windows 7 waren viele Schaltflächen schlicht und ergreifend zu klein. 

Ein gutes Beispiel für einen gelungenen Convertible-PC liefert Sony mit dem Vaio Duo 11 ab. Das Gerät verfügt über einen 11,6 Zoll (29,4 Zentimeter) großen Touchscreen mit Full-HD-Auflösung. Auf den ersten Blick sieht das Vaio wie ein übergroßer Tablet-PC aus, ähnlich wie Microsofts Surface.

Verarbeitung und Anschlüsse

Klavierlacküberzogener Kunststoff beherrscht beim Blick auf das Testgerät zunächst das Auge. Vor allem die schwarze Display-Umrandung ist binnen kürzester Zeit mit Fingerabdrücken übersät. Am oberen Rand verbaut Sony eine Webcam mit Full-HD-Auflösung, am unteren Rand findet sich die prominent platzierte Windows-Taste.

Das Vaio Duo 11 hinterlässt in den Händen einen edlen, wenngleich auch sehr technischen Eindruck. Sonys Formensprache der abgerundeten Ecken und fließenden Übergänge wird durch scharfe Kanten und zerklüftete Abstufungen unterbrochen. Die beiden Gehäusehälften liegen beim netzwelt zu Verfügung gestellten Gerät zudem nicht exakt aufeinander. An der rechten Seite lässt sich der Bildschirm im Tablet-Modus deutlich auf den unteren Gehäuseteil drücken.

Spannend wird es beim Blick auf die verbauten Anschlüsse. An der rechten Flanke finden sich gleich zwei USB-3.0-Schnittstellen (eine davon mit Ladefunktion), ein normal großer HDMI-Ausgang sowie der Ein- und Ausschaltknopf. Auf der Rückseite bringt Sony einen Ethernet- und den Strom-Anschluss unter. Links befinden sich schließlich ein VGA-Ausgang, eine Kopfhörerbuchse sowie ein Multi-Speicherkartenschacht.

Und es gibt noch mehr Knöpfe: Lautstärkeregelung, Bildschirmsperre und Sonys "Assist"-Taste. Um diese zu entdecken, muss man das Vaio allerdings ein gutes Stück anheben, denn sie befinden sich an der Unterseite und sind ansonsten nicht zu erreichen. Die Position ist mehr als unglücklich gewählt, zumal an den seitlichen Gehäuse-Aussparungen genügend Platz frei gewesen wäre.

Aufklappmechanik und Eingabegeräte

Es dauert ein wenig, bis man die Umwandlung vom Tablet zum Ultrabook verinnerlicht hat. Am leichtesten geht dies, wenn man das Display an den zwei geriffelten Endpunkten packt und auf einem flachen Tisch liegend nach oben zieht. Dann gleitet das Display fast von allein in die Endposition. Dort könnte es ein wenig fester arretieren, denn es reicht aus, das Vaio leicht nach vorn zu kippen, um die Verbindung zu lösen. Es steckt viel Liebe zum Detail in der Konstruktion - Spötter würden jedoch die arg zerklüftete Seitenansicht kritisieren, bei der einige Kabel und Streben zu sehen sind. Auch gelingt die Umwandlung vom Tablet zum Ultrabook längst nicht so elegant und geschmeidig wie etwa bei Dells XPS 12.

Im Ultrabook-Modus empfängt eine vollwertige Tastatur mit insgesamt 84 Tasten den Nutzer. Die einzeln aufgehangenen Tasten bieten einen ausreichend langen Hub und einen gesunden Abstand zueinander, sodass flüssiges Schreiben möglich ist. Zudem sorgt eine Hintergrundbeleuchtung in schlecht beleuchteten Räumen für Ablesbarkeit. Leider ist die Ausleuchtung sehr unregelmäßig.

Über ein Touchpad verfügt das Vaio Duo 11 hingegen nicht. Stattdessen verbaut Sony einen optischen Trackpoint, der sich zwischen den Tasten "G, "H" und "B" befindet. Im Gegensatz zu dem bekannten Pendant in Lenovo-Notebooks lässt er sich jedoch nicht bewegen. Eingaben werden vielmehr durch "Drüberstreichen" getätigt. Eine Lösung, die zumindest gewöhnungsbedürftig ist.

Sony Vaio Duo 11

  • Bild 1 von 5
  • Bild 2 von 5
  • Bild 3 von 5
  • Bild 4 von 5
  • Bild 5 von 5

Um den Mauszeiger von einer Ecke des Bildschirms in die gegenüberliegende zu bewegen, muss der Nutzer unter der ab Werk eingerichteten Auflösung zwei Mal den Finger absetzen. Ergänzt wird der Trackpoint durch drei Maustasten, die sich unterhalb der Leertaste am Gehäuserand befinden. Hält man die mittlere Taste gedrückt und streicht mit dem Finger über den Trackpoint, lässt es sich wunderbar in Webseiten scrollen - praktisch.

Aktiver Eingabestift

In den meisten Fällen ist der Griff zum Trackpoint aber ohnehin nicht die Eingabemethode der Wahl. Das installierte Windows 8 eignet sich hervorragend zur Fingerbedienung. Werden die Eingabeflächen dennoch einmal zu klein - etwa im Desktop-Betrieb - steht sogar noch eine weitere Eingabemethode bereit: die Bedienung mithilfe des im Lieferumfang enthaltenen Stiftes. Dieser lässt sich leider nicht im oder am Gehäuse befestigen. Dazu ist das aufpreispflichtige Batterie-Dock notwendig, welches zusätzlich die Akkulaufzeit verdoppeln soll. 

Der griffige Bedienstift ist aktiv, wird also über eine im Lieferumfang enthaltene Batterie mit Strom versorgt. Bereits kurz vor dem eigentlichen Aufliegen auf den Touchscreen wird er vom Display registriert. Damit lässt es sich zum Beispiel wunderbar durch Listen blättern. Die vordere Taste dient dabei als rechte Maustaste - das schnelle Aufrufen von Kontextmenüs wird so zum Kinderspiel. Natürlich lassen sich auch handschriftliche Notizen und Zeichnungen mit dem Stift anfertigen. Einige Programme erkennen zudem, ob die Hand des Nutzers auf dem Bildschirm aufliegt, und geben der Stifterkennung entsprechend Vorrang. 

Links zum Thema



Forum