Verknüpfung von Begriffen
Google: Knowledge-Graph-Update verbessert Suchergebnisse
Google hat eine neue Technik für seine Suchmaschine eingeführt. Mit dem Knowledge-Graph versteht die Suchmaschine Begriffe nicht mehr nur als Wörter, sondern als Objekte, die in Beziehung zueinander stehen. Neben den verbesserten Suchergebnissen gibt es noch einen weiteren positiven Nebeneffekt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Objekte statt Wörter
- 2Zusammenfassungen
- 3Neues Entdecken
Nachdem die neue Suchtechnik in den Staaten schon seit dem 16. Mai genutzt wird, ist sie nun auch endlich in Deutschland im Einsatz. Google will mit dem Knowledge-Graph das Suchen im Internet für Nutzer noch einfacher machen. Als Grundlage für die neue Technik dient eine semantische Suche, die versucht, die eingegebenen Begriffe als zusammenhängende Sprache zu verstehen. Anstatt nach Wörtern sucht Google nun nach Gegenständen und deren Beziehungen untereinander.
Objekte statt Wörter
In dem offiziellen Blogeintrag von Google erläutert einer der Entwickler anhand eines Beispiels, wie die neue Technik funktioniert. Im Beispiel wird nach dem Begriff Dschingis Khan gesucht, der in der Realität mehrere Bedeutungen hat. Google versteht nun, dass sich hinter dem Begriff entweder der Mongolenherrscher oder die Musikgruppe aus den 1970er und 80er Jahren versteckt.
Die Suchmaschine grenzt die Ergebnisse auf die ein, die gemeint wurden. Mit einem Klick auf den entsprechenden Link werden beispielsweise alle relevanten Informationen zu Dschingis Khan angezeigt.
Als Grundlage für die Verknüpfung von Wörtern und Gegenständen dienen unter anderem öffentliche Quellen wie Freebase und Wikipedia. Insgesamt besteht die Datenbank, auf die Google zugreift, aus 570 Millionen Objekten und 18 Milliarden Fakten.
Zusammenfassungen
Eine weitere Verbesserung, die der Knowledge-Graph mit sich bringt, sind die neuen Zusammenfassungen zu Suchbegriffen. Wird beispielsweise nach Marie Curie gesucht, dann werden sofort wichtige Eckdaten wie Tod und Geburt, aber auch Details über ihre Ausbildung und Entdeckungen angezeigt. Als Grundlage für die Zusammenfassung dient das Suchverhalten aller Nutzer. Diese wollten beispielsweise meistens wissen, welche Entdeckungen die Wissenschaftlerin gemacht hat.
Neben den Fakten zur Person wird diese auch mit Verwandten verknüpft. Google weiß also, wie viele Kinder Madam Curie mit welchem Mann hatte.
Neues Entdecken
Eine schöner Nebeneffekt solcher Verknüpfungen ist es, dass Nutzer Dinge erfahren, nach denen sie primär nicht gesucht haben. Laut Google sollen dadurch sogar Fragen beantwortet werden, die sich der Nutzer erst im nächsten Schritt gestellt hätte.
Die Technik, die Google verwendet ist keine ganz neue. Auch die Suchmaschine Wolfram Alpha verwendet eine semantische Suche.


Google und Microsoft konkurrieren nicht nur im Bereich der Betriebssysteme, sondern auch bei den Suchmaschinen. Nun wirft Google dem Konkurrenten vor, stumpf Suchergebnisse zu kopieren.
Kochen mit Google: Mit der neuen Funktion namens "Recipe View" können Suchergebnisse nach Rezepten gefiltert werden. Nutzer sehen dann ein Bild, eine kurze Beschreibung sowie die Bewertung für die Rezepte.
Google integriert pünktlich zum Sommer eine neue Funktion in die Suchmaschine. Nutzer können jetzt direkt bei Google nach Flügen suchen und erhalten dann Informationen zu den Flugzeiten und der jeweiligen Fluglinie, die den Flug anbietet.
Wer Siri auf seinem iPhone 4S eine Frage stellt, bekommt nicht selten eine Antwort von Wolfram Alpha: Die Suchmaschine aus Großbritannien macht es erst möglich, dass der Sprachassistent wirklich "intelligent" wirkt.
Googles Suche soll verbessert werden. Medienberichten zufolge soll eine Anfrage künftig mehr bieten als Links. Auf Fragen sollen ganze Antworten geliefert werden.
Im Rahmen eines eigenen Events hat Facebook seine eigene Suchmaschine vorgestellt. Im Gegensatz zu einer regulären Internetsuche ist die des Netzwerks weitaus sozialer.
In naher Zukunft werden alle Facebook-Nutzer die neue Suche Graph Search verwenden können. Was mit der Funktion alles möglich ist und wie heikel die Infos sein können, die Graph Search ausspuckt, demonstriert nun ein Blogger-Experiment.




