Wird das Quorum erreicht?

Abstimmung: Facebook lässt seinen Nutzern zum letzten Mal die Wahl

Ab sofort läuft die Abstimmung über Facebooks neue Nutzungsbedingungen. Höchst wahrscheinlich wird es das letzte Mal sein, dass die Mitglieder des Sozialen Netzwerks über Änderungen der Richtlinien abstimmen können. Facebook beteuert jedoch, auch in Zukunft auf seine Nutzer zu hören.

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Facebook bittet seine Mitglieder erneut zur Abstimmung. Zum letzten Mal? (Bild: Screenshot apps.facebook.com/fbsitegovernance)
Facebook bittet seine Mitglieder erneut zur Abstimmung. Zum letzten Mal? (Bild: Screenshot apps.facebook.com/fbsitegovernance)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Wahl gegen Abschaffung der Abstimmung
  2. 2Facebook: Feedback ist uns wichtig
  3. 3Abstimmung bis zum 10.Dezember
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Facebooks vorgeschlagene Änderungen der Nutzungsbedingungen haben erneut hohe Wellen geschlagen. 7.000 Widersprüche bedurfte es, um eine Abstimmung anzustoßen, über 55.000 Nutzer äußerten sich gegen die Vorschläge des Sozialen Netzwerks, wie auf our-policy.org zu lesen ist.

Wahl gegen Abschaffung der Abstimmung

Besondere Kritik zog der Plan Facebooks auf sich, die Abstimmungen über Nutzungsbedingungen abzuschaffen. Die nun gestartete Wahl gibt Nutzern entsprechend die Möglichkeit, sich gegen oder für die Abschaffung der Abstimmung zu entscheiden. Unter diesem Link kann die dafür nutzbare App aufgerufen werden.

Nutzer berichten jedoch von Problemen bei der Abstimmung aus den mobilen Anwendungen heraus. Wem nicht gelingt, über die iOS- oder Android-App abzustimmen, sollte also einen Desktop-Rechner nehmen, um die Web-App aufzurufen. 

Facebook: Feedback ist uns wichtig

In seinen Erläuterungen zu den geplanten Änderungen legt Facebook dar, das Abstimmungssystem sei nicht mehr "adäquat" und nicht wirksam genug. Dies bedeute jedoch nicht, dass Nutzermeinungen künftig egal seien. Ganz im Gegenteil will das Soziale Netzwerk "Feedback auf die bestmögliche und produktivste Art und Weise erhalten". Die kommende Funktion "Frage unserern Chief Privacy Officer" sei hierfür am besten geeignet. 

Erneut betont das Soziale Netzwerk zudem, dass das Teilen von Nutzerinformationen mit "verbundenen Unternehmen" nicht bedeute, Facebook gebe Daten an Dritte weiter. Stattdessen würden persönliche Daten nur unter den eigenen Ablegern, beispielsweise Facebook Europe und Facebook Inc. in den USA sowie Instagram, geteilt. Darüber hinaus würden Steuermechanismen für das Veröffentlichen von Beiträgen nicht abgeschafft, sondern lediglich der Unterschied zwischen Sichtbarkeit von Beiträgen in der Chronik und Posts im gesamten Sozialen Netzwerk spezifiziert.

Abstimmung bis zum 10.Dezember

Nun ist es erneut an den Nutzern, aktiv zu werden und sich an der Abstimmung zu beteiligen. Dass ein Quorum erreicht wird, das Facebook an das Ergebnis bindet, ist jedoch unwahrscheinlich, denn 30 Prozent der Mitglieder des Sozialen Netzwerks, also 300 Millionen Nutzer, müssten dafür teilnehmen. Bislang beteiligten sich rund 23.000 Nutzer.

Die Abstimmung läuft bis zum 10. Dezember um 21 Uhr deutscher Zeit.

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