Kurznachrichtendienst verliert an Bedeutung
Mit 15 Zeichen fing alles an: Die SMS feiert 20. Geburtstag
"Merry Christmas" - Mit diesen 15 Zeichen begann vor 20 Jahren eine Erfolgsgeschichte: Am 3. Dezember 1992 verschickte der Ingenieur Neil Papworth in Großbritannien diesen Weihnachtsgruß. Es war die weltweit erste Kurznachricht. Mittlerweile werden allein in Deutschland jährlich fast 60 Milliarden SMS versendet. Ob der Kurznachrichtendienst an seinem 30. Geburtstag aber immer noch so viel genutzt werden wird, ist fraglich.
Schon lange bevor es Twitter gab, waren Kurznachrichten beliebt. Heute vor 20 Jahren am 3. Dezember wurde die erste SMS der Welt versendet. Der Inhalt war der Weihnachtsgruß "Merry Christmas", Absender der britische Ingenieur Neil Papworth. Mit diesen 15 Zeichen begann eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile werden allein in Deutschland jedes Jahr fast 60 Milliarden SMS versendet. Im Schnitt verschickt jeder Deutsche rund 700 SMS pro Jahr, meldet der Branchenverband BITKOM. Da kann man nur gratulieren: "Happy Birthday SMS!"
WhatsApp und Co. bedrohen die SMS
Ob die 160-Zeichen-Nachrichten aber auch in Zukunft noch so beliebt sein werden, bleibt abzuwarten. Zwar steigt die Zahl der versendeten SMS zumindest in Deutschland von Jahr zu Jahr und hat sich in den letzten fünf Jahren nahezu verdoppelt, dennoch machen die Netzbetreiber mit den Kurznachrichten immer weniger Umsatz. 2009 machten SMS und der Multimedia-Ableger MMS laut BITKOM noch 50 Prozent des Umsatzes der Mobilfunkunternehmen mit Datendiensten aus, 2012 sind es nur noch 37 Prozent. So manch einer in der Branche stimmt bereits den Abgesang auf den Kurznachrichtenservice an. "Der Untergang der SMS" titelte beispielsweise das Branchenmagazin "Werben & Verkaufen" im Februar dieses Jahres.
Nachfolger joyn bereits in Position
Der Grund: Nutzer verschicken Kurznachrichten zunehmendlieber mit Messengern wie WhatsApp, anstatt eine SMS zu schreiben. Die Mobilfunkanbieter reagieren und bringen mit joyn, vormals RCS-e, bereits einen Nachfolger in Stellung. Ganz verschwinden wird die SMS in den nächsten Jahren aber noch nicht. Mit 3,1 Milliarden Euro bleibt der Umsatz mit Kurznachrichten in diesem Jahr stabil, resümiert der Branchenverband BITKOM.
"Die neuen Messenger-Dienste für Smartphones kannibalisieren die klassische SMS bislang noch nicht, sondern kommen als neue Nutzungsform hinzu. Klassische SMS und ihre Multimedia-Nachfolger werden noch einige Zeit nebeneinander existieren", sagt BITKOM-Geschäftsführer Bernhard Rohleder in einer Pressemitteilung. Ob die SMS mit 30 auch noch so beeindruckende Nutzungszahlen vorweisen kann, bleibt trotzdem abzuwarten.


41,3 Milliarden SMS: Die Deutschen haben 2010 einen neuen Rekord im Versenden von SMS erreicht. Statistisch gesehen entspricht das 1.300 SMS pro Sekunde oder über 500 SMS pro Jahr für jeden Bürger.
Der Umfang der Handy-Telefonie steigt. Auch 2010 verbrachten die Deutschen immer mehr Minuten mit dem Handy am Ohr - trotz SMS und mobilem Internet. Bald wird mit dem Handy fast genauso viel telefoniert wie über Festnetz.
Smartphone-Apps machen der SMS Konkurrenz. Zwar ist die Handy-Kurzmitteilung noch immer sehr beliebt, doch die Umsätze sinken.
Für die erste Milliarde Tweets benötigten die Nutzer noch über drei Jahre, mittlerweile werden so viele Nachrichten in einer durchschnittlichen Woche versandt. Das zeigt das rasante Wachstum des Kurznachrichtendienstes Twitter, der in diesen Tagen sein fünfjähriges Bestehen feiert.
Von Lady Gaga bis Obama - Politiker, Unternehmen und Popstars nutzen Twitter. Der Kurznachrichtendienst hat sich binnen fünf Jahren zu einem wichtigen Kommunikationskanal im Internet gemausert. Das Twitter-Team ist aber immer noch auf der Suche nach Einnahmequellen.
Nach Berichten des BKA und des Branchenverbandes Bitkom werden immer mehr Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das betrifft unter anderem die Ausspähung von Online-Daten und den Einsatz von Viren und Trojanern.
In deutschen Schubladen befinden sich laut Schätzungen des Branchenverbandes BITKOM rund 86 Millionen Alt-Handys. Aufgrund wertvoller Rohstoffe ruft der BITKOM zum Recyclen dieser auf.





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insgesamt 1 BeitragJetzt bleibt noch die Frage zu klären, ob es Fluch oder Segen ist :P