Noch viel ungenutztes Potential

Nintendo Wii U im Test: (Un)begrenzte Möglichkeiten

Nintendo hat mit der Wii U nach ziemlich genau sechs Jahren eine neue Konsole herausgebracht. Im Gepäck befindet sich ein neuer Controller, der auf den ersten Blick abschreckend groß ist. Lässt man sich jedoch auf das Konzept der Steuerung ein, kommt der Spaß wie von selbst.

?
?



Nintendo Wii U im ausführlichen Test: Nintendo läutet mit der Wii U den nächsten Konsolenzyklus ein. Zentrales Merkmal des Wii-Nachfolgers ist weniger die beeindruckende Hardware, als der neue Controller GamePad. Wie sich dieser in der Praxis schlägt, verrät der Test. Zum Video: Nintendo Wii U im ausführlichen Test

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Das GamePad
  2. 2Vollgepackt mit Funktionen
  3. 3GamePad wird zum Handheld
  4. 4Schlechte Akku-Leistung
  5. 5Asymetrisches Gameplay
  6. 6Viel Spaß im Multiplayer
  7. 7Nicht so einfach wie die Wii
  8. 8Die Hardware 
  9. 9Speicherkapazität
  10. 10Das virtuelle Zubehör
  11. ...aufklappen
  12. 11Zeichen-Kunst im Miiverse
  13. 12Der Nintendo eShop
  14. 13Update ohne Schrecken
  15. 14Nintendo Network ID erforderlich
  16. 15Preise und Verfügbarkeit
  17. 16Fazit
Werbung

Nach langjähriger Pause läutet die Nintendo Wii U in 2012 nun einen neuen Konsolen-Zyklus ein. Im Vergleich zum Vorgänger Wii fällt die Konsole etwas größer aus. Sie ist 4,6 Zentimter dick, 26,8 Zentimeter lang und 17,2 Zentimeter breit. Das Gewicht wird mit 1,6 Kilogramm angegeben. Zur Verfügung stehen ein weißes und ein schwarzes Modell. 

Das GamePad

Die Konsole kommt mit einem völlig neuen Controller - dem GamePad. Der mit knapp 27 Zentimetern praktisch genauso lang wie die Konsole selbst ist. Die Verarbeitung von beidem ist Nintendo-typisch sehr gut, wenn auch plastiklastig. Fingerabdrücke sind beim schwarzen Modell zudem sofort zu sehen.

Die Größe und das Aussehen des GamePads sind gewöhnungsbedürftig. Der Controller überrascht allerdings durch sein geringes Gewicht von 500 Gramm, das sich extrem leicht anfühlt. Während des Spielens erwies sich die Größe des GamePads als unproblematisch. Durch die rückseitigen Griffpunkte liegt die Steuerung gut in der Hand, die zentralen Knöpfe sind leicht zu erreichen. Auch Schaltflächen am Rande des in der Mitte befindlichen Touchscreens lassen sich ohne Umgreifen bedienen, bis in die Mitte des Bildschirms dürften jedoch nur Nutzer mit übergroßen Händen ohne Umgreifen kommen.

Vollgepackt mit Funktionen

Die Größe rechtfertigt Nintendo mit den zahlreichen Funktionen, die sich in dem Controller befinden. Neben dem 6,2 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 854 x 480 Pixeln besitzt er Analog-Sticks, Steuerknöpfe, Schultertasten und einen Stylus. Integriert sind zudem Sensoren für die Bewegungssteuerung, NFC, eine Frontkamera, Mikrofon, Lautsprecher (mit überraschend gutem Sound), ein Kopfhörer-Ausgang und ein Infrarot-Sender, wodurch sich der Controller auch als Fenbedienung nutzen lässt.

Im Test erwies sich letztere Funktion als äußerst praktisch, da beim Start der Konsole nicht zu einer separaten Steuerung gegriffen werden muss.

GamePad wird zum Handheld

Der Clou des GamePad ist jedoch die Option, unabhängig vom großen Bildschirm spielen zu können. Es ist also möglich, Fernsehen zu schauen und dabei ein Spiel auf der Wii U zu zocken. Dieses wird dann komplett auf dem kleinen Bildschirm angezeigt und das GamePad verwandelt sich in einen Handheld, der sich in bis zu acht Metern Entfernung zur Konsole noch nutzen lässt. Auch eine Wand störte dabei die Verbindung nicht.

Allerdings unterstützen nicht alle Spiele diese Funktion. Unter anderem ZombiU lässt sich nur mit großem Bildschirm spielen. FIFA 13 wiederum ist ein Beispiel für die Handheld-Nutzung. Bis zu zwei GamePads akzeptiert die Wii U. Allerdings befindet sich unter den insgesamt 35 Launch-Titeln noch kein Spiel, dass zwei der Riesen-Controller unterstützt. Schade. Auf entsprechende Spielkonzepte müssen Nutzer also noch warten. 

Schlechte Akku-Leistung

Größter Kritikpunkt beim GamePad ist die geringe Akku-Leistung, die Nintendo mit drei bis fünf Stunden angibt. Bei voller Lautstärke und Helligkeit sowie Internetverbindung reduziert sich diese noch einmal. Der kleine Bildschirm des Controllers spiegelt zudem stark.

Nintendo Wii U im Test

  • Bild 1 von 7
  • Bild 2 von 7
  • Bild 3 von 7
  • Bild 4 von 7
  • Bild 5 von 7
  • Bild 6 von 7
  • Bild 7 von 7

Asymetrisches Gameplay

Die zahlreichen Funktionen des GamePads bieten eine Vielfalt an neuen Steuerungsmöglichkeiten. Jedenfalls in der Theorie. In der Praxis ist die Auswahl an unterschiedlichen Gameplay-Konzepten bei den Launch-Titeln noch überschaubar. In FIFA 13 lassen sich beispielsweise Torschüsse und Pässe über den Touchscreen steuern und in Trine 2 Charaktere und Waffen auswählen. Ein wirklicher Mehrwert war hier beim ersten Anspielen nicht zu erkennen.

Anders sieht es da bei Nintendo-eigenen Titeln aus. In New Super Mario Bros. U beispielsweise wird durch das GamePad ein neuartiger Multiplayer-Modus möglich. In diesem lenkt ein Spieler Mario mit der Wii Remote - alle Peripherie-Geräte des Vorgängers wie auch die Spiele sind kompatibel, der Game Cube allerdings nicht - und hüpft mit ihm wie gewohnt von Plattform zu Plattform. Der Spieler mit dem GamePad hat dabei die Möglichkeit, durch das Bauen von Brücken und Aus-dem-Weg-räumen von Gegnern dem anderen zu helfen - oder auch ihm das Leben schwer zu machen. 

Viel Spaß im Multiplayer

Beim Launch-Titel Nintendo Land, einen Kurztest finden Sie hier, kommt auch die Frontkamera des GamePads zum Einsatz. Bei dem Mini-Spiel Mario Chase wird der Spieler mit dem GamePad auf seiner Flucht vor seinen Mitspielern in einem Labyrinth gefilmt, die durch die Übertragung des Videos auf den großen Bildschirm an dem Gesicht des GamePad-Spielers ablesen können, ob sie kurz davor sind, ihn zu fangen. 

In ZombiU wiederum wird dem Spieler die Level-Karte auf dem Touchscreen angezeigt und er kann seine mitgeführten Gegenstände und Waffen über den zweiten Bildschirm verwalten. Darüber hinaus fungiert das GamePad als Umgebungsscanner, mit dem der Spieler sich in seinem Wohnzimer drehend auf die Suche nach wichtigen Gegenständen macht. Eine Übersicht über empfehlenswerte Launch-Titel finden Sie hier.


Alle netzwelt-Specials

Entscheider Android-Handys Der große Update-Fahrplan

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Android-Smartphones. Nicht alle nutzen aber eine aktuelle Version des freien Betriebssystems. Für welche...



Forum