Frauen berichten von ihren Erfahrungen

#1reasonwhy: Twitter-Demo gegen Sexismus in der Gaming-Industrie

Seit zwei Tagen gehört ein Hashtag auf Twitter zu den Top-Keywords: #1reasonwhy. Unter diesem Begriff berichten Frauen von ihren Erfahrungen mit Sexismus in der Gaming-Industrie und diskutieren darüber, warum es nicht mehr weibliche Spiele-Entwickler gibt. Losgetreten hat die virtuelle Demo Game-Designer Luke Crane.

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44 Prozent aller Gamer in Deutschland sind Frauen. (Bild: Infografik BIU)
44 Prozent aller Gamer in Deutschland sind Frauen. (Bild: Infografik BIU)
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Erst vor wenigen Monaten hat eine Studie des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) bewiesen, dass immer mehr Frauen spielen. Elf Millionen der insgesamt 25 Millionen vom BIU als Gamer klassifizierten Deutschen sind weiblich, Frauen machen damit 44 Prozent der gesamten Community aus. 

In der Gaming-Industrie scheint sich diese Entwicklung jedoch kaum abzubilden. Weibliche Spiele-Entwickler und Game-Designer wie beispielsweise beim Halo 4-Entwicklerstudio 343 Industries sind die Ausnahme und nicht die Regel. Ihren Ärger über diesen Zustand machen Frauen, die in der Gaming-Industrie arbeiten oder leidenschaftlich gerne spielen, derzeit auf Twitter Luft. 

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und online

Unter diesem Kennwort twittern Frauen über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und beim Zocken im Netz. Eine Nutzerin, die sich als Produzentin eines Entwicklerstudios bezeichnet, berichtet beispielsweise davon, wie sie regelmäßig für eine Sekretärin gehalten wird.

Neben Kritik und den leider üblichen Beleidungen sind unter den Tweets auch immer wieder Kommentare von Männern zu finden, die ihre Unterstützung für Frauen in der Gaming-Industrie bekunden. Nutzer "mandrill" schreibt: "Mich nervt es, dass ich immer wieder nach dem echten Beruf meiner Frau gefragt werde, wenn ich sage, dass sie in der Gaming-Industrie arbeitet."

Losgetreten wurde die virtuelle Demo, wie das US-Blog Mashable schreibt, ebenfalls von einem Mann. Game-Designer Luke Crane twitterte vor zwei Tagen: "Warum gibt es so wenige weibliche Spiele-Entwickler?" Seine Antwort dürfte er inzwischen haben. Fast 20.000 Mal wurden bereits Tweets mit dem Hashtag #1reasonwhy versendet. Sekündlich kommen neue hinzu. 

Netzwelt sprach kürzlich mit zwei deutschen Gamerinnen über ihre Erfahrungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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