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Facebook: Widerstand gegen neue Nutzungsbedingungen wächst Abstimmung steht bevor

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Protest gegen Facebook: Kürzlich informierte das Soziale Netzwerk seine Nutzer über eine weitere AGB-Änderung. Gegen diese regt sich nun Widerstand. Bürgerrechtler und Datenschützer fordern Mitglieder auf, den neuen Nutzungsbedingungen zu widersprechen.

Immer mehr Bürgerrechtsorganisationen und Datenschützer sprechen sich gegen Facebooks neue Nutzungsbedingungen aus. Kern der Kritik ist die Abschaffung des Abstimmungssystems, das Nutzern bisher die Chance bot, neuen AGB zu widersprechen.

Facebook als Web-Diktatur? Die Bürgerrechtsorganisation Europe vs. Facebook greift ihre Kritik am Sozialen Netzwerk in dieser Montage satirisch auf. (Quelle: Europe v. Facebook/our policy.org)

Sobald Facebook seine Nutzungsbedingungen ändert, ist Ärger vorprogrammiert. So auch dieses Mal. Dabei nahm sich das Soziale Netzwerk Feedback aus der Vergangenheit zu Herzen und informierte zum ersten Mal alle Nutzer per E-Mail über die Änderung. Aus Sicht Facebooks schärfster Kritiker sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Der Inhalt der neuen AGB gibt Bürgerrechtlern und Datenschützern jedoch erneut nur wenig Grund zur Freude.

Abstimmungssystem wird abgeschafft

So schafft Facebook durch die neuen Nutzungsbedingungen das Abstimmungssystem ab, mit dem Nutzer bisher gegen Änderungen selbiger Widerspruch einlegen konnte. Im Mai dieses Jahres beispielsweise wurde eine weitere AGB-Reform von über 7.000 Nutzern abgelehnt. Entsprechend musste das Soziale Netzwerk eine Abstimmung über die geplanten Nutzungsbedingungen durchführen, die jedoch das notwendige Quorum von 30 Prozent der Nutzer nicht erreichte. Facebook führte die Änderung also trotzdem durch.

Dennoch reichte die Beteiligung von rund 340.000 Nutzern offenbar aus, um Facebook an dem eigenen System zweifeln zu lassen. Wie das Soziale Netzwerk in seiner Mail zur Begründung erklärt, habe man festgestellt, dass der Abstimmungsmechanismus nicht optimal sei. Dabei sei ein System entstanden, in dem "die Quantität der Kommentare über deren Qualität" stehe. Aus diesem Grund wolle man ein besseres Umfeld für qualitativ hochwertiges Feedback schaffen, beispielsweise durch die Möglichkeit, Fragen zur Privatsphäre bei Facebooks Datenschutzbeauftragtem einzureichen.

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Annika Demgen
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