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Apple MacBook Pro 13,3 Zoll Retina im Test
Basisversion mit Intel Core i5 und 128 Gigabyte SSD

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Das 13,3 Zoll große MacBook Pro mit Retina-Display schneidet im Test fast so gut wie sein großer Bruder mit 15-Zoll-Diagonale ab. Wer es sich leisten kann und will, wird mit dem Retina-Notebook seine helle Freude haben.

Das 15-Zoll-Modell machte den Anfang, nun stattet Apple auch sein 13 Zoll großes MacBook Pro mit einem hochauflösenden Retina-Display aus. Stolze 2.560 x 1.600 Bildpunkte tummeln sich auf der Anzeige. Das Display führt nach wie vor zu Verzückung - dennoch wirft der 13-Zöller mehr denn je die Frage auf: Wer braucht es?

Sie konnten bereits einen Blick auf das 15 Zoll große MacBook Pro mit Retina-Display werfen und haben sich in die hochauflösende Anzeige verliebt? Wenn Sie dann noch nicht zugeschlagen haben, war Ihnen wahrscheinlich der Startpreis von 2.279 Euro zu hoch. Dieser liegt bei der neu vorgestellten 13-Zoll-Variante nun bei 1.749 Euro. Leider dürften Sie jetzt vor dem nächsten Problem stehen, denn jetzt fängt das Rechnen erst richtig an.

Aber dazu später mehr, wir vergessen jetzt zunächst einmal den sündhaft, Apple-Kritiker sagen übertrieben hohen Preis für das 13-Zoll-Notebook. Das neueste MacBook-Mitglied steckt im viel gelobten Unibody-Gehäuse aus Aluminium. Aber, und das ist etwas merkwürdig, es ist dicker als die 15-Zoll-Retina-Variante. An der dicksten Stelle misst das Testgerät 1,9 Zentimeter, die 15 Zoll große Version hingegen ist einen Millimeter dünner. Dafür wiegt die 13,3-Zoll-Variante mit 1,62 Kilogramm wiederum ganze 400 Gramm weniger und ist damit deutlich mobiler.

An der Verarbeitungsqualität gibt es nicht das Geringste auszusetzen. Apple legt mit seinen Unibody-Gehäusen seit einiger Zeit die Messlatte in diesem Bereich sehr hoch. Auch über Tastatur und Trackpad sind schon viele positive Worte verloren worden. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, schauen Sie sich am besten an dieser Stelle den ausführlichen Testbericht der 15-Zoll-Variante an.

Auf der Anschlussseite hat sich nicht viel getan. Daher finden sich an den Gehäuseflanken wenig überraschend zwei Thunderbolt-Schnittstellen, zwei USB-3.0-Anschlüsse sowie ein HDMI-Ausgang. Hinzu kommen der magnetische MagSafe 2-Stromanschluss, ein kombinierter Kopfhörerausgang, Stereo-Mikrofone und ein Kartenleser. Schmerzlich vermisst wird ein Ethernet-Anschluss. Wer sein Retina-MacBook mit einem LAN verbinden möchte, ist auf eine etwas umständliche Adapter-Lösung über einen USB-Port angewiesen. Auch über ein optisches Laufwerk verfügt die Retina-Variante des MacBook Pro nicht. Dieses finden Sie nach wie vor nur in der "normalen" Version ohne Retina-Display, die übrigens auch einen Gigabit-Lan- sowie einen FireWire-Anschluss vorweisen kann.

Display und Auflösung

Mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 227 ppi löst das 13-Zoll-Modell sogar noch schärfer als die 15-Zoll-Retina-Variante auf. Wer jetzt winzig kleine Icons auf dem Desktop befürchtet oder erhofft, muss umdenken. Die hohe Auflösung skaliert Mac OS X mehr oder weniger automatisch für die Retina-Modelle. In den Systemeinstellungen können Sie daher auch nicht die Auflösung in gewohnter Art und Weise einstellen. Apple bietet hier einen Schieberegler, der die Anzeige "für Retina optimiert", "mehr Fläche" zur Verfügung stellt oder "Text größer" darstellt.

Beim neuen Retina-Display (links) sind mit bloßem Auge kaum einzelne Pixel erkennbar. Ganz im Gegensatz zur Nicht-Retina-Version, hier rechts im Bild.

Generell gilt für die 13 Zoll große Retina-Anzeige des neuen MacBooks das gleiche wie für die 15-Zoll-Variante: Abgesehen von der unglaublichen Schärfe von Schriften und der Darstellungsqualität der bislang angepassten Apps bietet es eine hohe Leuchtkraft und sehr hohe Blickwinkel. Jedoch könnte auch dieses MacBook-Display nach dem Geschmack von netzwelt noch weiter nach hinten klappen. Übrigens: Auch für das 13-Zoll-Display gibt es keine Option auf eine matte Variante.

Zwischenfazit zum Display: Wer lange Zeit allein vor einem Notebook-Bildschirm sitzt und nicht die Möglichkeiten eines Zweit-Displays nutzt, profitiert ungemein vom Retina-Bonus. Der Aufpreis von 500 Euro bleibt heftig - lohnt sich für Power-Nutzer nach Meinung von netzwelt nach aber ungemein.

Leistung

Beim von netzwelt an dieser Stelle getesteten MacBook handelt es sich um die günstigste Einsteigerversion. Im Inneren steckt daher ein Intel Core i5-Prozessor der neusten Generation mit einer Taktrate von 2,5 Gigahertz (Turboboost bis 3,1 Gigahertz), acht Gigabyte DDR3-RAM (1.600 Megahertz) und 128 Gigabyte SSD-Speicher. Als Grafiklösung ist Intels HD Graphics 4000 verbaut.

Sortiert man das MacBook Pro in der Gattung der Ultrabooks ein, handelt es sich um ein ordentliches Ausstattungspaket. Vor allem die flotte SSD trägt einen großen Teil zur Gesamt-Performance bei. Klassische Notebooks bieten oft aber wesentlich leistungsfähigere Hardware, vor allem aber eine dedizierte Grafiklösung. Unter Cinebench 11,5 erreicht das Testgerät durchschnittliche Werte: Im GPU-Test erzielt es 16,90 Bilder in der Sekunde, nach dem CPU-Test stehen 2,43 Punkte auf dem Zettel. Damit ordnet es sich im guten Mittelfeld, über dem Samsung Serie 9 aber unterhalb des Dell XPS 12, ein.

Surfen, Schreiben, HD-Videos: Im Büroalltag und auf der heimischen Couch kommt in dieser Konfiguration selten der Wunsch nach mehr Leistung auf. Dennoch fielen im Test beim Scrollen auf Webseiten und in Grafikprogrammen einige Ruckler und Gedenksekunden auf. Wer gerne aktuelle Blockbuster-Spiele spielt und dennoch ein Apple MacBook sein Eigen nennen will, sollte unbedingt in eine höhere Ausstattungsvariante mit dedizierter Grafiklösung investieren, die jedoch nur mit 15 Zoll Bildschirmdiagonale zu haben ist.

Die verbauten Stereo-Lautsprecher klingen angenehm kräftig, deutlich voller als etwa beim MacBook Air, ohne dabei zu übersteuern. Für den ausgedehnten Film- oder Musik-Abend gibt es natürlich weitaus bessere Lösungen, aber bei der vorübergehenden Beschallung machen die Speaker ihre Sache durchaus gut.

Akkulaufzeit und Umwelt

Apple MacBook Pro 13 Zoll Retina

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Apple stellte im kalifornischen San Jose das neue MacBook mit 13 Zoll großem Retina-Display vor. (Bild: Apple.com)

Die lange Akkulaufzeit ist ein riesiges Plus der neuen MacBook-Generation. Laut Apple reicht der Energiespeicher mit einer Kapazität von 74 Wattstunden aus, um sieben Stunden drahtlos im Internet zu surfen. Bei automatischer Helligkeitsregelung des Displays erreichte netzwelt im Test diesen Wert nicht ganz - nach etwas über sechs Stunden verlangte das MacBook nach dem Netzteil. Überraschenderweise mutierte der 13-Zöller im Office-Test dann aber zum echten Dauerläufer. Bei deaktivierten Funkverbindungen und mittlerer Bildschirmhelligkeit erreichte netzwelt eine Laufzeit von über zehn Stunden. Ein Spitzenwert.

Schneller düster wird es hingegen beim Kapitel der Erweiterbarkeit. Apple lässt den Nutzer USB-Stecker in die dafür vorgesehenen Buchsen stecken - das war es aber fast auch schon. Das Unibody-Gehäuse ist nicht darauf ausgelegt, vom Nutzer geöffnet zu werden und erlaubt daher weder den Akku-Austausch noch den Zugriff auf SSD, CPU oder Arbeitsspeicher.

Ausstattungsvarianten und Preise

Bei der an dieser Stelle getesteten Variante des MacBook Pro handelt es sich um das Einstiegsmodell mit Core i5-Prozessor, 128 Gigabyte SSD und acht Gigabyte RAM. Kostenpunkt im Apple Store: 1.749 Euro. Die nächst besser ausgestattete Grundvariante bietet lediglich das Doppelte an SSD-Speicherkapazität, die Apple sich wie gewohnt fürstlich vergüten lässt: 2.049 Euro stehen dann auf dem Preisschild.

Als Massenspeicher stehen ausschließlich SSDs auf der Aufpreisliste. 512 zusätzliche Gigabyte schlagen mit 800 Euro Aufpreis zu Buche, 768 Gigabyte gar mit 1.300 Euro. Wer statt des Standard-Core-i5-Prozessors lieber einen Core i7 verbaut haben möchte, muss zusätzliche 200 Euro an Apple überweisen. Wenn man sich im Konfigurator so richtig austobt und ein 13,3 Zoll großes MacBook Pro mit Intel Core i7-Prozessor und 768 Gigabyte Flash-Kapazität aussucht, stehen am Ende 3.249 Euro auf der Rechnung. Einen matten Bildschirm baut Apple aber ebenso wenig wie eine dedizierte Grafiklösung ein. Die vollständigen Konfigurations-Möglichkeiten des Retina-MacBooks finden Sie an dieser Stelle.

Wer ein integriertes optisches Laufwerk benötigt, muss zwangsweise zum Modell ohne hochauflösendes Retina-Display greifen. Hier beginnen die Preise bei 1.249 Euro. Eine Übersicht der immer noch erhältlichen Modelle ohne Retina-Display finden Sie an dieser Stelle.

Fazit

Für das MacBook Pro mit 13,3 Zoll großem Retina-Display gilt das gleiche wie für den 15-Zöller: Wer es sich leisten kann und Wert auf ein herausragendes Display legt, wird am MacBook Pro mit Retina-Display seine helle Freude haben. Schade, dass Apple keine dedizierte Grafik für das 13-Zoll-Modell anbietet und sich die Aufstockung der SSD-Kapazität nach wie vor so fürstlich vergüten lässt.

Ausgestattet mit 256 Gigabyte Flash-Kapazität stehen bereits 2.049 Euro auf dem Preisschild - da rückt das 15-Zoll-Modell, inklusive Quad-Core-Prozessor, zum Preis von 2.279 Euro in greifbare Nähe. Dieses verfügt dann ebenfalls über 256 Gigabyte Flashspeicher und hat mit der Nvidias GeForce GT 650M auch gleich noch die bessere Grafiklösung an Bord.

Wer Wert auf Äußerlichkeiten und eine hohe Verarbeitungsqualität legt, kann alternativ auch einen Blick auf Samsungs Serie 9 werfen. Auch Asus liefert mit der ZenBook-Prime-Reihe qualitativ hochwertige Laptops ab, die sich bei der Verarbeitung dem MacBook ebenbürtig zeigen.

Kommentare zu diesem Artikel

Das 13,3 Zoll große MacBook Pro mit Retina-Display schneidet im Test fast so gut wie sein großer Bruder mit 15-Zoll-Diagonale ab. Wer es sich leisten kann und will, wird mit dem Retina-Notebook seine helle Freude haben.

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  • Jeronim0 schrieb Uhr
    AW: Pixelmillionär: Apple MacBook Pro mit 13,3 Zoll Retina-Display im Test

    @JoP ..also, dass der Preis nach über einem Jahr Marktzugehörigkeit sinkt - sollte logisch sein.
  • JoP schrieb Uhr
    AW: Pixelmillionär: Apple MacBook Pro mit 13,3 Zoll Retina-Display im Test

    Der Einstiegspreis liegt bei 1299€. Auch die anderen Preise stimmen nicht. War da der Wunsch der Vater des Gedankens?
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Pixelmillionär: Apple MacBook Pro mit 13,3 Zoll Retina-Display im Test

    sollte es im Artikel nicht "dediziert" statt "dezidiert" bei der Grafiklösung heißen? Doch, sollte es - vielen Dank für den Hinweis, Artikel wurde angepasst.
  • Gast_ schrieb Uhr
    AW: Pixelmillionär: Apple MacBook Pro mit 13,3 Zoll Retina-Display im Test

    sollte es im Artikel nicht "dediziert" statt "dezidiert" bei der Grafiklösung heißen?
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Apple MacBook Pro 13,3 Zoll Retina im Test
Apple MacBook Pro 13,3 Zoll Retina im Test
Auch das 13,3 Zoll große MacBook Pro besticht vor allem durch sein Retina-Display. Im Test schneidet es ähnlich gut ab wie der große Bruder.
http://www.netzwelt.de/news/94443-apple-macbook-pro-13-3-zoll-retina-test.html
2012-11-28 18:15:04
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/ubislate-heisst-kommerzielle-variante-billig-tablets-bild-androidos8746.jpg
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