Wenn der Computer-Schumi schummelt
F1 Race Stars: Im Kurztest
Der Formel-1-Zirkus mal ganz anders: Im Windschatten von "Mario Kart" veröffentlichen Codemasters und Namco Bandai mit "F1 Race Stars" eine kunterbunte Raserei für PC, Xbox 360 und PS3, bei der sich die Comic-Abziehbilder von Sebastian Vettel, Fernando Alonso und Co. das Leben schwer machen ...
Nein, mit dem strengen Regelwerk der FIA hat "F1 Race Stars" trotz offizieller Lizenz wenig am Hut. Vielmehr stehen hier der unkomplizierte Einstieg und das leicht zugängliche Spielprinzip im Mittelpunkt. Das orientiert sich überdeutlich am großen Vorbild "Mario Kart" - von der Aufteilung der Rennen in drei Leistungsklassen (1.000, 2.000 und 3.000 ccm) bis hin zu den zahlreichen Power-Ups und gemeinen Extra-Waffen, die sich überall auf der Strecke auflesen lassen.
Mit deren Hilfe zündet man den Raketenturbo, bremst den Führenden durch ein herbeigerufenes Safety Car aus oder lässt es auf der gesamten Strecke wie aus Eimern kübeln. Aber auch mit zielsuchenden Geschossen, Elektro-Schocks und unterschiedlichsten Blasen wird der Konkurrenz zugesetzt, wenn es um einen Platz auf dem Treppchen geht. Jedes Team verfügt zudem über eine Spezialfähigkeit: Die Ferraristi dürfen Raketen beispielsweise auch nach hinten abfeuern, Red-Bull-Piloten bekommen einen Zusatzschub beim Im-Windschatten-fahren.
Auch bei der Gestaltung der elf Strecken (weitere werden als kostenpflichtige Downloads nachgereicht) haben sich die Entwickler ein paar kreative Freiheiten erlaubt, indem sie munter Loopings, Steilkurven, Turbofelder, Sprünge und Abkürzungen verbaut oder das Austragungsland als Klischeevorlage genutzt haben. In Deutschland beispielsweise geht's zu Blasmusikklängen über Autobahnen, durch Comic-Wälder und an Burgen vorbei, der Brasilien-Kurs gleicht einer Dschungel-Achterbahn. Aber auch Monaco, Abu Dhabi und Großbritannien stehen im Rennkalender.
Nur in einem Punkt blieben die Rennspielexperten von Codemasters, die auch für die offizelle "F1"-Simulation verantwortlich zeichneten, eisern: Driften lässt sich bei "F1 Race Stars" im Vergleich zur Konkurrenz nicht. Stattdessen muss man zuweilen tatsächlich bremsen, um eine Kurve zu bekommen - und bei zunehmender Beschädigung die Boxengasse ansteuern, in der man automatisch repariert wird. Sogar der Spritpegel will im späteren Verlauf beachtet werden.
Partytauglich ist "F1 Race Stars" dennoch: Bis zu vier Freunde können per Splitscreen in diversen Varianten gegeneinander antreten, ferner gibt es Online-Wettkämpfe für bis zu zwölf Spieler. Allerdings bleibt nur auf dem PC die Bildwiederholungsrate auf konstant hohem Niveau. Konsolenzocker werden mitunter drastisch eingebremst.
Video: F1 Race Stars
Bei den Mehrspieler-Duellen fällt es nicht mehr so sehr ins Gewicht, dass die Künstliche Intelligenz zu schummeln scheint. Wer allerdings solo unterwegs ist, wird nach kurzer Schonzeit feststellen, dass der Schwierigkeitsgrad rapide ansteigt, die Computerfahrer grundsätzlich mit maximaler Turbo-Aufladung die KERS-Felder verlassen und beim Einsatz der Extras klar bevorteilt werden.
F1 Race Stars: Im Kurztest
- Bild 1 von 16
Bild vergrößern Die Comic-Abziehbilder von Sebastian Vettel, Fernando Alonso und Co. machen sich in "F1 Race Stars" das Leben schwer. (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 2 von 16
Bild vergrößern Endlich hat Schumi wieder die Chance zu gewinnen ... (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 3 von 16
Bild vergrößern In Deutschland geht's durch Märchenschlösser und über Autobahnen. (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 4 von 16
Bild vergrößern Bei vier Spielern wird im Split-Screen-Modus der Detailgrad nach unten geschraubt - zumindest auf den Konsolen. (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 5 von 16
Bild vergrößern Mithilfe von Extras zündet man den Raketenturbo, bremst den Führenden durch ein herbeigerufenes Saftey Car aus oder lässt es auf der gesamten Strecke wie aus Eimern kübeln. (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 6 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 7 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 8 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 9 von 16
Bild vergrößern Bei der Gestaltung der Strecken haben sich die Entwickler von "F1 Race Stars" ein paar kreative Freiheiten erlaubt, indem sie munter Loopings, Steilkurven, Turbofelder, Sprünge und Abkürzungen verbaut haben. (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 10 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 11 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 12 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 13 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 14 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 15 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai) - Bild 16 von 16
Bild vergrößern (Bild: Codemasters / Namco Bandai)
Hier sollte Codemasters schleunigst einen Patch nachliefern. Andernfalls verkommen die Rennen im späteren Verlauf zum reinen Glücksspiel: Man kann mehrere Runden noch so sauber fahren - und wird in der letzten Kurve durch eine Reihe von gegnerischen Treffern nach hinten durchgereicht. Was auch daran liegt, dass die Balance zwischen Offensiv- und Defensivwaffen nicht wirklich gelungen ist. Im Gegenzug kämpft man sich nur mit viel Glück wieder an die Spitze zurück. Frust ist da vorprogrammiert.
Datenblatt
| F1 Race Stars | |
| Spielname | F1 Race Stars |
| Hersteller | Codemasters |
| Vertrieb | Namco Bandai Games |
| Genre | Rennspiel |
| Erhältlich ab | 16.11.2012 |
| Preis | ca. 50 Euro |
| EAN Code | 5024866349337 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger und Fortgeschrittene |
| Alter | ab 6 Jahren |
| Multiplayer | 2-12 (WWW) |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | gut |
| Bewertung Steuerung | gut |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | befriedigend |
| Bewertung Gesamt | befriedigend |
| System | PC |
| System | PlayStation3 |
| System | Xbox 360 |
Nachricht bereitgestellt von teleschau - der mediendienst






