Mit eingebauter Festplatte für rund 230 Euro

Cloud-Router: Western Digital My Net N900 Central im Test

Ausgerüstet mit Cloud-Funktionen machen Router Netzwerkspeichern immer mehr Konkurrenz. Netzwelt hat sich einige der neuen Internetgeräte näher angeschaut - den Start macht der Dualband-Router My Net N900 Central von Western Digital.

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Cloud-Router Western Digital My Net N900 Central: Lieferumfang - Der Router verfügt über eine interne Festplatte. Mit im Lieferumfang: Ethernet-Kabel und, na klar, auch ein Netzteil. (Bild: netzwelt)
Der Router verfügt über eine interne Festplatte. Mit im Lieferumfang: Ethernet-Kabel und, na klar, auch ein Netzteil. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Eingebaute Festplatte für den Mobilzugriff
  2. 2Messung des WLAN-Durchsatzes
  3. 3Zugriff auf die Festplatte
  4. 4Apps für alle mobilen Betriebssysteme
  5. 5Weitere Funktionen
  6. 6iTunes Server, keine Zeitsteuerung fürs WLAN
  7. 7Fazit

Router sind mittlerweile echte Alleskönner, die nicht nur für die Herstellung der Internetleitung und Verteilung des Signals im Netzwerk sorgen. Die Hersteller der schnöden Geräte greifen vielmehr ständig aktuelle Trends und Entwicklungen auf und bauen neue Schnittstellen ein. 

Aktuellstes Beispiel ist Cloud Computing, also das Abrufen von Diensten über das Internet. Netzwelt hat sich angeschaut, welche Services die Hersteller hierfür in ihren Geräten zur Verfügung stellen. Das Angebot ist vielfältig und lässt sich nicht auf einen Nenner bringen. Es reicht von Cloud-Plattformen wie der Cisco Connect Cloud mit Apps für das Heimnetzwerk bis hin zum Fernzugriff per Smartphone- und Tablet-Software auf an den Router angeschlossene USB-Speichermedien.

Cloud-Router Western Digital My Net N900 Central

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Eingebaute Festplatte für den Mobilzugriff

Insgesamt stellt netzwelt vier Cloud-Router vor, beginnend mit dem Western Digital My Net N900. Die im Juni vorgestellte My Net-Produktfamilie an WLAN-Routern soll sich dank zweier Funkbänder besser fürs Streaming von Multimedia im Heimnetzwerk eignen. Ein Vorteil des getesteten Premium-Modells der Reihe, My Net N900 Central, ist eine eingebaute Festplatte, die per Remote-App auch Zugriff von unterwegs via Smartphone oder Tablet gestattet. Durch den internen Speicher fällt das Modell ein wenig größer aus als andere Router.

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Bevor der Zugriff auf die private Cloud aktiviert werden kann, ist zunächst eine Einrichtung des Dualband-Routers notwendig. Dank der übersichtlichen und einfachen Nutzerführung und Bedienung stellt das auch unerfahrene Anwender kaum vor Probleme. 

Western Digital My Net N900 Central
Hardware 4xGigabit-LAN, 1xGigabit-WAN, 1xUSB, Festplatte
WLAN IEEE 802.11 n/b/g/a
WLAN-Sicherheit WPA/WPA2
Funktionen/Protokolle Quality of Service (QoS),
WPS,
SPI -Firewall,
Mac-Adressen- & IP-Filter,
UPnP,
DMZ-Support,
IPv6-Support
iTunes Server
Cloud-Zugriff (App)
gemessener WLAN-Durchsatz im selben Raum: 37 MBit/s (2,4 GHz), 50 MBit/s (5 GHz)
zweiter Raum: 23 MBit/s (2,4 GHz), 36 MBit/s (5 GHz)
gemessener LAN-Durchsatz 150 MBit/s (Download), 92 MBit/s (Upload)
Preis 230 Euro

Messung des WLAN-Durchsatzes

Der Web-Assistent sieht die Einrichtung eines WLANs mit zwei arbeitenden Funkbändern vor, eines im überlasteten 2,4- und eines im weniger stark frequentierten 5 GHz-Bereich. Ab Werk wird ein Passwort zur Verschlüsselung des Funknetzes vorgeschlagen. Die beiden Bänder laufen übrigens zu jeder Zeit parallel, ein mühsames Hin- und Herschalten enfällt. Alternativ zur Einrichtung per Browser steht ein programmbasierter Setup-Assistent für Windows zur Verfügung.

Brutto soll das aufgespannte Funknetz Daten mit einer Geschwindigkeit von jeweils bis zu 450 Megabit pro Sekunde liefern, sowohl im 2,4- als auch 5-GHz-Netz. Im Performance-Test beim Download von Daten machte der Western Digital-Router eine durchweg gute Figur mit Raten von rund 37 Megabit pro Sekunde im 2,4- und von knapp 50 Megabit pro Sekunde im 5-GHz-Bereich im selben Raum. Einen Raum weiter, getrennt vom Router durch eine dicke Wand, maß netzwelt ebenfalls noch gute 23 Megabit pro Sekunde im 2,4- und 36 Megabit pro Sekunde im 5-GHz-WLAN-Netz. Die maximale Leistung der netzwelt-Internetleitung ließ sich demnach gut ausreizen, was natürlich auch von der Konfiguration des internetfähigen Client-Gerätes abhängt, im Fall von netzwelt ein Dell-Ultrabook mit neuem Intel Centrino-Chip für besseren Durchsatz.

Zugriff auf die Festplatte

Der Durchsatz für den Zugriff auf die interne Festplatte war allerdings höchstens befriedigend: Im LAN ergab sich ein Messwert von 150 Megabit pro Sekunde im Down- und rund 92 Megabit pro Sekunde im Upstream. Deutlich weniger Durchsatz lieferte das WLAN mit knapp 70 Megabit pro Sekunde im Down- und 67 Megabit pro Sekunde im Upstream.

Bei Anschluss eines USB-Sticks (nur ein Anschluss!) sanken die Raten erwartungsgemäß weiter in den Keller: Im LAN maß netzwelt knapp 63 Megabit pro Sekunde im Down- und rund 47 Megabit im Upstream. Bei Verbindung per WLAN im 2,4 GHz-Band ergaben sich 36 Megabit pro Sekunde (Downstream) beziehungsweise 35 Megabit pro Sekunde (Upstream). Insgesamt bietet der MyNet N900 Central demnach keinen gleichwertigen Ersatz zu NAS-Systemen, die weit mehr Daten pro Zeit übers Netzwerk schauffeln. Für Anwender, die ihre Netzwerk-Festplatte nicht im Dauerzugriff betreiben, sind die Werte aber mehr als vertretbar.

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