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Kopfhörer im Test: Sony MDR-1R Geschlossene Studio-Kopfhörer mit hohem Tragekomfort

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Ergonomie

232 Gramm bringt der MDR-1R ohne Kabel auf die Waage. Das prädestiniert den geschlossenen Studio-Kopfhörer auf dem Papier nicht nur für den Heimeinsatz, sondern auch für unterwegs. Diesen Anspruch sieht man augenblicklich erfüllt, sobald man die Kopfhörer aufsetzt. Hier hat Sony eigentlich alles richtig gemacht, die Passform ist sehr gut.

Die weichen Ohrpolster liegen mit dem perfekten Druck an und stören auch nach mehreren Stunden nicht. Kritik gibt es für den vergleichsweise geringen Abstand, den die Treiber zwischen den Ohren lassen. Größer bemessene Lauscher kommen so mit dem nicht so angenehm strukturierten Gitterbezug im Kopfhörerinneren in Berührung. Die Bügelverstellung ist großzügig bemessen, sodass die MDR-1R auch über einer Mütze getragen werden können - gut für strenge Winter.

Das abnehmbare Kabel wird beim MDR-1R an einer recht ungewöhnlichen Stelle befestigt. An der Verlängerung der linken Ohrmuschel befindet sich der Klinkeneingang, in den das Kabel eingesteckt wird. Dann bietet das 1,20 Meter lange, geriffelte Kabel auch im Stehen genügend Reserven, um nicht versehentlich herausgerissen zu werden. Die Struktur der Kabel verhindert zum Einen wirkungsvoll Verknotungen, zum Anderen wird die Übertragung von Kratz- und Störgeräuschen unterbunden.

Sony MDR-1R

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Klare Empfehlung: Der geschlossene Sony-Kopfhörer durchläuft den Testparcours ohne gravierende Schwächen. Allein Bassliebhaber vermissen den Extra-Punch. (Bild: netzwelt)

Klang und Umwelt

Gut fürs Miteinander im öffentlichen Straßenverkehr: Träger des MDR-1R sind nicht vollständig von der Außenwelt abgeschnitten und in ihrer eigenen Welt unterwegs. Wer es mit der Lautstärke nicht übertreibt, hört auch das Klingeln des Fahrradfahrers noch. Zum Glück hält sich auch die Klangkulisse, die der Sony-Kopfhörer an die naheliegende Umwelt abgibt, in Grenzen. Der Nachbar in der U-Bahn bekommt nur dann etwas von der Musik mit, wenn sich der Lautstärke-Regler des MP3-Players im letzt möglichen Viertel bewegt.

Für den Hörtest wurde Sonys MDR-1R sowohl an eine Stereo-Anlage als auch an verschiedene MP3-Player und Smartphones angeschlossen. Überall zeigte sich der Kopfhörer äußerst detailreich und spielfreudig. Stimmen sind präsent, aber auch bei umfangreicheren Arrangements separiert der Testkopfhörer exakt die einzelnen Teilbereiche heraus.

Ganz klar Geschmacksache: Der MDR-1R klingt durch die Bank weg unaufgeregt und neutral, ist zwar bassbetont, könnte tiefe Frequenzen nach Meinung von netzwelt aber noch kräftiger wiedergeben. Der ganz tiefe Punch fehlt ihm, trotz "optimierter HD-Treibereinheit". Bei Rock-Stücken wie "Uprising" von "Muse" fehlte uns der weite Stadion-Rock-Rahmen, minimalistische Töne wie "Island" von "The Whitest Boy Alive" hingegen klingen hervorragend.

Für die Klangausgabe sind zwei mit flüssigkristallinem Polymer beschichtete 40-Millimeter-Membrane zuständig. Diese bilden ein Frequenzspektrum von 4 Hertz bis 80 Kilohertz ab, was den Sony MDR-1R auch zur Wiedergabe von hochaufgelöstem Audio-Material befähigt. Generell merkt man beim MDR-1R Sonys Liebe zum Detail: So sorgen etwa Silikonringe dafür, dass beim Verstellen und Anpassen von Ohrmuscheln und Bügel kaum störende Geräusche ans Ohr des Besitzers dringen - gut gemacht!

Fazit

Sehr hoher Tragekomfort, viel Liebe zum Detail sowie ein fein aufgelöster und wenig aufdringlicher Klang verhelfen dem Sony MDR-1R zu einer Kaufempfehlung. Lediglich Liebhaber des extrem kräftigen Punchs aus dem Frequenzkeller könnten vom Klang des Test-Kopfhörers enttäuscht sein. Auch Freunde des Stadion-Rocks wünschen sich an der ein oder anderen Stelle ein Quäntchen mehr Fülle.

Online unterschreiten bereits diverse Anbieter Sonys unverbindliche Preisempfehlung für den MDR-1R von 249 Euro deutlich. Bei amazon.de etwa wird er derzeit für knapp über 200 Euro gehandelt. Neben dem getesteten Modell in schwarz-rot sind auch noch andere Farbkombinationen erhältlich.

Was sie grundsätzlich beim Kofhörer-Kauf beachten sollten, hat netzwelt an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

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Darüber lacht die Netzwelt

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Michael Knott
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