Potentielle Millionen-Gewinne

Nintendo: Pokémon bald als iOS-App?

Nintendo freundet sich offenbar langsam mit der Idee an, seine Produkte auch für Apples mobiles Betriebssystem iOS zu veröffentlichen. Laut Medienberichten soll eine Pokémon Pokédex-App den Anfang machen. Mögliche hohe Gewinne könnten den Videospiele-Entwickler zum Umdenken bewegt haben.

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Laut VG 24/7 sieht so die Pokedéx-App für iOS aus. (Bild: vg247.com)
Laut VG 24/7 wird so die Pokedéx-App für iOS aussehen. (Bild: vg247.com)
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Schon 2011 haben Investoren gefordert, dass der japanische Konzern einen Fuß in den Smartphone-Markt mit eigenen programmierten Apps setzen soll. Grund für die Überlegung war zu der Zeit der schlechte weltweite Start des 3DS. Damals weigerte sich Nintendo-Präsident Satoru Iwata aber vehement gegen diese Geschäftsidee.

Pokèdex-App

Nun scheint sich doch ein Kurswechsel abzuzeichnen. Das Online-Videospielmagazin VG 24/7 will erfahren haben, dass Nintendo eine eigene Pokédex-App entwickeln lassen hat. Vorerst soll es die Mini-Anwendung aber nur für den japanischen Markt geben und dort von Nintendo für 170 Yen in einer Grundversion vertrieben werden. Zusatzpacks mit weiteren Pokémon gibt es dann jeweils für 500 Yen. Wann es genau los geht, ist noch nicht bekannt. Programmiert wurde das Programm von der App-Schmiede Game Freak susidiary Creatures Inc.

Erwartete Millionen-Gewinne

Viele versprechen sich von der Aktion, dass Nintendo fest in den Smartphone-Markt mit eigenen Anwendungen einsteigen will. Würde der Konzern dies tun, prognostizieren ihm Analysten lukrative Gewinne, die sich im dreistelligen Millionenbereich befinden.

Das Online-Videospielmagazin VG 24/7 hat den Analysten Michael Pachter von Wedbush Morgan zu dem Thema befragt und eine Einschätzung in eben jener Höhe bekommen. "Es ist unmöglich, die finanziellen Auswirkungen zu quantifizieren, aber ich glaube, es ist wahrscheinlich, dass Nintendo mit dem Vertrieb von Mobile-Titeln, in denen all ihre Charaktere auftauchen, mindestens so viel Umsatz wie Electronic Arts oder Gameloft (etwa 300 bis 400 Millionen US-Dollar) generieren könnte - möglicherweise noch etwas mehr."

Jedoch warnt er auch davor, dass die Umsätze von iOS-Anwendungen zu einem Kannibalismus an den Einnahmen aus den klassischen Bereichen des Konzerns führen könnten. Dies könne sich negativ auf den Aktienkurs Nintendos auswirken.

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