Google ist kein Einzelfall

Sonntagsfrage: Sind die Lieferprobleme beim Nexus 4 hausgemacht?

In dieser Woche startete Google den Verkauf seiner neuen Nexus-Geräte. Innerhalb weniger Sekunden waren Nexus 4 und Nexus 10 ausverkauft. Zahlreiche Fans gingen leer aus und müssen nun wohl wochenlang auf die Geräte warten. Auch bei anderen Gadgets herrscht ein Mangel an Verfügbarkeit im Handel. Halten die Hersteller bewusst die Liefermengen gering, um die Begehrtheit ihrer Produkte zu erhöhen? Oder ist die Nachfrage wirklich nicht so schnell zu befriedigen?

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Das Google Nexus 4 war bereits nach wenigen Sekunden ausverkauft. (Bild: Screenshot Google.de)
Das Google Nexus 4 war bereits nach wenigen Sekunden ausverkauft. (Bild: Screenshot Google.de)

Mitte der Woche startete Google den Verkauf seiner neuen Nexus-Modelle. Viele Fans gingen jedoch leer aus, in weniger als 15 Minuten waren Nexus 4 und Nexus 10 vergriffen. Server-Probleme machten ein Bestellen zudem zum Teil unmöglich. Die Enttäuschung unter den Fans ist dementsprechend groß. 

Google ist damit aber keine Ausnahme: Die Lieferzeiten für das Apple iPhone 5 betragen auch jetzt, knapp zwei Monate nach dem Marktstart, noch zwei bis drei Wochen. Auch das iPad mini ist nur in der Theorie erhältlich - wer es im Apple Store bestellt, wartet ebenfalls mindestens zwei Wochen. Geld hinlegen und das Gerät einfach mitnehmen - in vielen Fällen unmöglich.

Sind die Lieferschwierigkeiten bei iPhone, Nexus 4 und Co. hausgemacht?

1. Ja! Die Hersteller bringen Produkte viel zu früh auf den Markt, obwohl die Produktionsmengen nicht ausreichen um die Nachfrage zu befriedigen. 2. Nein! Die Nachfrage nach Produkten wie dem iPhone 5 oder dem Nexus 4 übertrifft einfach alle Erwartungen. 3. Weiß nicht! Was sagen die anderen?
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Verkaufserfolge durch künstliche Verknappung?

Die Hersteller brüsten sich in solchen Fällen mit der hohen Nachfrage, und zeigen sich überwältigt vom Ansturm auf ihre Produkte, der viel, viel größer ausfiel, als in den kühnsten Träumen erwartet worden war. "Die Nachfrage nach dem iPhone 5 ist unglaublich und wir arbeiten hart daran, jedem Kunden, der eines haben möchte, es so schnell wie möglich in die Hand zu geben," sagte etwa Apple-Chef Tim Cook nach dem Verkaufsstart des iPhone 5.

Nutzer, die auf ihre Geräte warten, sind dagegen weitaus weniger euphorisch und werfen den Herstellern mangelnde Planung vor. Die Menge an verfügbaren Geräten sei zu gering gewesen, hieß es etwa im Zusammenhang mit dem Verkaufsstart der neuen Nexus-Modelle.

Was denken Sie: Riskieren die Hardwarehersteller mittlerweile für prestigträchtige "xy ist ausverkauft"-Schlagzeilen die Zufriedenheit ihrer Kunden oder praktizieren gar eine künstliche Verknappung von iPhone und Co., um entsprechende Erfolgsmeldungen zu generieren? Oder ist die Nachfrage nach Premium-Geräten wirklich so groß, dass eine flächendeckende Versorgung schier unmöglich scheint?

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