Tödliche Modenschau

Assassin's Creed 3 - Liberation: Im Kurztest

Meuchelmörderin, Sklavin und feine Dame in einer Person: In "Assassin's Creed 3: Liberation" kämpft die PS-Vita-Heldin Aveline im Louisiana des 18. Jahrhunderts für Rassengleichheit und gegen schwarze Voodoo-Magie.

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Assassin's Creed 3: Liberation - Story Trailer: Zum ersten Mal steuert der Spieler in Assassin's Creed: Liberation im Rahmen der Hauptstory einen weiblichen Assassinen. Aveline de GrandPre verbindet dabei agile Tödlichkeit mit den mindestens ebenso wirkungsvollen Waffen einer Frau. Dieser Trailer zeigt, was die Assassine dazu gebracht hat, ihren Lebensweg einzuschlagen. Erscheinen wird Assassin's Creed 3: Liberation am 31. Oktober 2012 für die PlayStation Vita. Zum Video: Assassin's Creed 3: Liberation - Story Trailer

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Handheld-Portierungen prominenter Konsolenmarken haftet nicht der beste Ruf an: Meist profitiert man hier vom großen Namen, ohne dessen Qualitäten zu bieten. Das erste "Assassin's Creed" für Sonys PlayStation Vita bricht mit der unschönen Tradition, indem man gleich mehrere Dinge besser macht als der große Bruder: Wie ihr Assassinen-Kollege Connor ist Aveline ein Halbblut. Weil die Dame unter ihrem aristokratischen Vater aufgewachsen ist, aber zugleich von einem schwarzen Schamanen in der Kunst der Assassinen ausgebildet wurde, ist sie in mehreren Welten zu Hause.

Während ihrer Streifzüge durch das verschwenderisch verzierte New Orleans und die herrlich schummrig gehaltenen Sumpflandschaften Louisianas kommt Aveline ihr Multikulti-Talent zu Hilfe: Je nachdem, auf welche Gaben sie sich gerade verlassen will, darf sie entweder in die feine Garderobe einer reichen Dame, die abgerissenen Kleider einer Sklavin oder den Kriegerfummel eines Assassinen schlüpfen. In der Rolle der auffälligen Meuchelmörderin kann sie besser kämpfen und klettern, als Sklavin dagegen taucht sie unbemerkt bei ihren schwarzen Brüdern unter. Im steifen Reifrock der Dame wiederum kann sie zwar nicht klettern, darf aber das andere Geschlecht becircen und unbemerkt die Steckbriefe ihrer Alter Egos abreißen.

Das alles funktioniert so gut, dass Aveline den glaubwürdigeren Assassinen abgibt als der vergleichsweise plumpe Heißsporn Connor - zumal die Südstaaten-Dame auch deutlich flinker und sicherer klettert als der Kollege. Ebenfalls positiv: Wo Connors Reise wegen des übertrieben hohen Gegneraufkommens immer wieder ins Stocken kommt, kann sich Aveline mehr aufs Forschen und Meucheln konzentrieren: Die Dächer von New Orleans im Jahre 1765 werden selten bewacht, außerdem gehen die Kämpfe wesentlich leichter von der Hand. Den Touchscreen-Einsatz hat Ubisoft zum Glück sparsam dosiert: Auf die etwas sperrige Verkettung von Angriffen per Bildschirmbetatschung kann man getrost verzichten, die Navigation durch die übersichtlichen Menüs profitiert sogar davon.

Assassin's Creed 3 - Liberation: Im Kurztest

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Wer es zugunsten dieser Vorteile gerne in Kauf nimmt, dass Avelines Spielplatz der kleinere ist, und ohne die phänomenalen Seeschlachten des großen Assassin's Creed 3 auskommen muss, bekommt mit "Liberation" das reifere und vor allem ruhigere Spiel. Wem es dagegen um die weite, offene Spielwelt geht, der ist mit Connor besser beraten. Schade außerdem, dass Avelines Abenteuer während der ersten Stunden erzählerisch extrem flach bleibt: Die Konfrontation der Assassinen-Dame mit der schwarzen Voodoo-Kultur birgt viel Potential, das trotz seiner eindrucksvollen Hochglanz-Präsentation leider nicht ausgereizt wird. Die von Fachmedien kritisierten Slowdowns traten beim Test allerdings nicht auf.

Datenblatt

Assassin's Creed 3: Liberation
SpielnameAssassin's Creed 3: Liberation
HerstellerUbisoft
VertriebUbisoft
GenreAction-Adventure
Erhältlich ab31.10.2012
Preisca. 50 Euro
EAN Code3307215652282
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 16 Jahren
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerungsehr gut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPlayStation Vita

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