Digital statt besinnlich
Kommentar: Warum Hightech nicht zu Weihnachten passt
In sechs Wochen ist Weihnachten. Vermutlich werden Tablet-PCs und Smartphones auch 2012 wieder die Renner im Weihnachtsgeschäft sein. Aber irgendwie passen Hightech und Weihnachten nicht zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Unpersönlich, kalt und funktionell
- 2Eiszapfen und flackernde Kerzen
- 3Schornsteine, alte Radios, Schreibmaschinen
Es ist wieder soweit. In den Supermärkten sind die Regale bereits gut mit Lebkuchen, Zimtsternen und Schoko-Nikoläusen gefüllt und es ist Zeit, an die Weihnachtsgeschenke für unsere Lieben zu denken. Diesmal werden wir ganz bestimmt unseren guten Vorsatz von 2011 wahr machen und alle Geschenke spätestens bis Anfang Dezember besorgen. Endlich einmal eine beschauliche Vorweihnachtszeit ohne stressiges Last-Minute-Shopping. Die Hightech-Branche erwartet auch für 2012 gute Geschäfte. Smartphones, Tablet-PCs, Notebooks, Digicams und 3D-Fernseher werden auch dieses Jahr wieder die Renner.
Wer sich das Bild vor Augen hält, wie ein glücklich Beschenkter unter dem Weihnachtsbaum einen Tablet-PC auspackt, spürt aber vielleicht, dass diese Bild einen unsichtbaren Riss hat. Der Riss trennt das schöne alte Weihnachtsfest von der schönen neuen Hightech-Welt.
Irgendwie passen Weihnachten und Computer nicht zusammen.
Unpersönlich, kalt und funktionell
Vielleicht mag dieses Unbehagen daher rühren, dass so ein Hightech-Geschenk zu signalisieren scheint, dass man zwar tief in den Geldbeutel für ein perfektes Geschenk gegriffen hat, sich andererseits aber wenig Mühe gegeben hat, etwas Passendes und Persönliches zu finden.
Das Unbehagen rührt auch daher, dass Technik immer kalt und funktionell ist. Das passt nicht zu unserer romantischen Vorstellung von Weihnachten. Technik und insbesondere Computerprodukte stehen für eine Welt, in der es um Kontrolle, kalte Logik, Präzision und nüchternes Beherrschen geht, auch das passt nicht ins Bild des kuscheligen Familienabends unterm Christbaum.


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