EPI kritisiert FLA

Foxconn: iPhone 5 sorgt für schlechtere Arbeitsbedingungen

Eine Untersuchung des Economic Policy Institute hat ergeben, dass die Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer Foxconn sich in den letzten Monaten verschlechtert haben. Schuld sei vor allem die große Nachfrage nach dem iPhone 5. Die US-amerikanische Organisation kritisierte zudem die Fair Labor Association, welche es versäume, die Zustände in China korrekt zu beobachten.

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Seit des Marktstarts des iPhone 5 mehrt sich erneut die Kritik an Foxconn. Erst kürzlich streikten tausende Arbeiter. (Bild: Ye Fudao/China Labor Watch)
Seit des Marktstarts des iPhone 5 mehrt sich erneut die Kritik an Foxconn. Erst kürzlich streikten Tausende Arbeiter. (Bild: Ye Fudao/China Labor Watch)
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Immer wieder fällt Apple-Zulieferer Foxconn durch negative Schlagzeilen auf. Von Überstunden und Niedriglöhnen bis hin zu Kinderarbeit ist die Rede, die das taiwanische Unternehmen kürzlich sogar offiziell bestätigte. Trotzdem hat die Fair Labor Association (FLA) in ihrem letzten Bericht dem iPhone 5-Hersteller bescheinigt, die Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert zu haben.

Kritik an FLA

Dies kritisierte nun das Economic Policy Institute (EPI) in einem neuen Bericht, wie das US-Tech-Magazin Cnet.com schreibt. Es sei sehr blauäugig und unfundiert zu schreiben, dass sich die Bedingungen in den chinesischen Fabriken des Zulieferers verbessern würden.

Die Untersuchungen des US-amerikanischen Non-Profit-Think-Tanks hätten hingegen ergeben, dass noch immer Löhne zurückgehalten und Arbeiter zu Überstunden gezwungen würden. Erst kürzlich kam es zu einem Streik bei Foxconn, als die Arbeiter auf freie Tage anlässlich eines chinesischen Nationalfeiertages verzichten sollten. Zusätzlich beschwerten sie sich über die hohen technischen Anforderungen in der Produktion, die ohne die nötige Ausbildung kaum durchzuführen sei.

Die Kritik des EPI basiert auf einem Bericht der Organisation Students and Scholars Against Corporate Misbehaviour (SACOM), chinesichen Medienberichten und der Veröffentlichung der Fair Labor Association selbst. Letzterer sei zu entnehmen, dass die FLA lediglich im Juni und Juli Foxconn untersuchte. Die geschäftigste Zeit mit der Produktion des iPhone 5 habe jedoch erst danach begonnen. Falls die Bedingungen sich zuvor tatsächlich verbesserten, seien sie seit dem Produktionsstart des iPhone 5 wieder schlechter geworden.

Verschlechterung seit dem iPhone 5

Schüler würden zur Arbeit gezwungen und in einigen Fabriken beliefen sich die Überstunden auf 100 Stunden pro Monat. Darüber hinaus würde Foxconn kaum Buch über Extraschichten ihrer Arbeiter führen. Apple und Foxconn hätten zudem ihr Versprechen gebrochen, die Überstunden rückwirkend zu bezahlen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die FLA kritisiert wird.

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