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Mit Suchtfaktor: Halo 4 im Test
Master Chief ist zurück

von Thomas Freund Uhr veröffentlicht

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Endlich ist es soweit, Spieler dürfen nach fünfjähriger Abwesenheit endlich wieder als Master Chief den Aliens das Leben schwer machen. Netzwelt hat den Ego-Shooter einem ausgiebigen Test unterzogen.

Netzwelt durfte das neue Action-Abenteuer rund um den legendären Master Chief bereits einige Tage vor dem offiziellen Launch ausgiebig testen. So viel darf vorweggenommen werden: Der Ego-Shooter sieht unglaublich gut aus und der Mehrspieler-Modus wird für unzählige Stunden vor den Bildschirm fesseln. Nicht verwunderlich, ist Halo 4 doch bis dato das teuerste Microsoft-Spiel aller Zeiten.

Ab sofort steht das Ego-Shooter-Spektakel Halo 4 in den Läden. Seit dem dritten Teil hat sich einiges getan. Der ehemalige Entwickler Bungie widmet sich mit Destiny einem neuen Projekt und das eigens für Halo gegründete Studio 343 Industries - Cracks kennen die von Bungie entwickelte künstliche Intelligenz mit dem Namen 343 Guilty Spark aus dem Halo-Universum - liefert nach den ersten Gehversuchen mit der Anniversary-Edition das erste eigenständige Spiel ab.

Supersoldat im Schönheitsschlaf

Knapp vier Jahre nach den Geschehnissen in Halo 3 setzt der vierte Teil ein. Damals verabschiedete sich der populäre Spartaner auf dem Raumschiff Forward Unto Dawn in einen Cryoschlaf, vorher rettete John-117 aber noch die gesamte Menschheit und schloss Frieden mit den Außerirdischen der Allianz.

Die künstliche Intelligenz Cortana erweckt den grünen Protagonisten mit den Worten "Aufwachen Chief!" aus seinem vierjährigen Dauerschlaf. Wir schnappen uns das serientypische Sturmgewehr und bahnen uns einen Weg zur Kommandobrücke des Raumschiffs. Sofort sticht einem die umwerfende Grafik ins Auge. Die Umgebungen sehen wie zum Leben erweckte Artworks aus, welche mit einer unglaublichen Detailverliebtheit überzeugen. Serienkenner werden sich auch über die HUD-Anzeigen freuen, welche am bekannten Platz sind und nur leicht verändert wurden. Neu ist der dynamische Helm des Master Chief, dieser bewegt sich in der Ego-Perspektive nun mit, ohne dabei das Gameplay zu stören.

Uncharted lässt grüßen

Kurzerhand öffnen wir eine verriegelte Fahrstuhltür per Quick-Time-Event, dahinter verbirgt sich ein schwarzer Abgrund in die Tiefe, einziger Ausweg ist eine Leiter, die wir in bester Uncharted-Manier erklimmen. Immer wieder müssen wir herabfallenden Gegenständen ausweichen, um nicht abzustürzen. Belohnt wird die Klettereinlage mit einem wütenden Mob aus Elitekriegern, die uns mit Energieschwertern attackieren und von Grunts begleitet werden.

Abspann nach sechs Stunden

Sofort ist das alte Halo-Gefühl wieder da. Per Kopfschuss kümmern wir uns um die Eliten und mit MG-Salven mähen wir die lästigen Grunts nieder. Auffällig ist, wie leicht die Headshots von der Hand gehen - vermutlich hat 343 sehr viel Zeit in die Steuerung gesteckt. Zeit, die sich gelohnt hat. Ehe wir es uns versehen, werden wir in den Weltraum gesaugt und stürzen im freien Fall auf einen riesigen Planeten zu, dabei weichen wir Gesteinsbrocken und allerlei Weltraumschrott aus, um letztendlich dem Planeten Requiem einen unfreiwilligen Besuch abzustatten.

Sehr viel mehr möchten wir ungern von der Halo 4-Kampagne preisgeben, der Titel ist sowohl optisch als auch spielerisch eine Wucht. Serientypisch stehen vier Schwierigkeitsgrade zur Auswahl: leicht, normal, heldenhaft und legendär. Bestritten werden kann die Kampagne allein oder auch mit einem Freund per Splitscreen. Online dürfen sich sogar vier Spieler durch die Kampagne kämpfen. Auf dem Schwierigkeitsgrad normal ist es möglich, den Abspann nach bereits sechs Stunden zu sehen - aber danach geht erst der richtige Spaß mit dem Mehrspieler-Modus los, der im vierten Teil einiges zu bieten hat.

Der Multiplayer

Gegliedert wird der Multiplayer-Modus, welcher jetzt Infinity heißt, in die Kategorien Spartan Ops, Wargames, Schmiede und Kino. Im Kino lassen sich die letzten Online-Matches in Bewegtbildern nachverfolgen und bearbeiten. In Schmiede können selber Karten umgebaut oder erschaffen werden. Veteranen kennen beides bereits aus älteren Teilen.

Spartan Ops

Neu ist der Spielmodus Spartan Ops, bei dem die Kampagne in kleinen Episoden weitererzählt wird. Zu Beginn stehen fünf Missionen bereit, in regelmäßigen Abständen sollen neue Missionen hinzukommen. Insgesamt 45 Missionen will 343 Industries nachliefern. Noch ist nicht bekannt, wie tief Hobby-Spartaner für die neuen Staffeln Spartan Ops löhnen müssen. Die ersten fünf Missionen stehen zehn Wochen lang komplett kostenlos zur Verfügung und werden dann von der nächsten Staffel mit fünf Missionen abgelöst.

Gespielt werden kann Spartan Ops allein oder mit bis zu vier Spielern. Netzwelt hatte alle Mini-Missionen auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad innerhalb von eineinhalb Stunden durch. Allerdings bietet sich an, die Episoden immer und immer wieder zu spielen. Zum einen erhält der Spieler Erfahrungspunkte, die den Levelaufstieg beschleunigen, zum anderen macht es einfach einen Mordsspaß, unzählige Aliens zu viert in die ewigen Jagdgründe zu verbannen. Teilweise erinnern die Massenschlachten in Spartan Ops an ein Echtzeit-Strategie-Spiel.

Wargames

Im "richtigen" Mehrspieler-Modus Wargames wurden einige Neuerungen eingebaut. Unter anderem gibt es ein Call of Duty-ähnliches Klassensystem, bei dem bis zu fünf verschiedene Ausrüstungen generiert werden können. Am Anfang stehen nur zwei solcher Sets zur Verfügung, später kommen aber durch Levelaufstiege weitere hinzu. Aufstiege werden auch benötigt, um die sogenannten Spartan Points zu erhalten. Mit diesen wiederum ist es möglich, die eigene Ausrüstung zu verbessern, so können damit Waffen und Fähigkeiten erworben werden.

Insgesamt 13 Mehrspielerkarten hat Halo 4 zu bieten. Zwölf Maps sind komplett neu, lediglich Ragnarok ist ein Remake der legendären Valhalla-Karte. Zum Start gibt es neun Spiellisten: Infinity-Showdown, Infinity-Showdown (Große Teams), Herrschaft, Königsmord, Flood, Kampf um die Flagge, Oddball, Hügelkönig und Showdown (Team Pro). Flood klingt neu, ist aber im Grunde der altbekannte Infektion-Modus.

Der Mehrspieler-Modus von Halo 4 ist sehr gelungen, die Verbesserungen sorgen für abwechslungsreiche Matches und durch das Level- und Klassensystem ist es sehr schwer, den Controller aus der Hand zu legen. Einziger Wermutstropfen ist der fehlende Feuergefecht-Modus, aber mit Spartan Ops gibt es wenigstens einen guten Ersatz.

Fazit

Mit Halo 4  für die Xbox 360 beweist 343 Industries, dass sie bereit sind, in die Fußstapfen von Bungie zu treten. Die ansehnliche Grafik, die butterweiche Steuerung, der suchterzeugende Multiplayer-Modus und der düstere Science Fiction-Soundtrack: Nahezu alles ist großartig. Für Fans von Ego-Shootern führt kein Weg am neuen Halo vorbei, für Halo-Veteranen sowieso nicht. Netzwelt freut sich bereits jetzt auf die zwei weiteren Halo-Teile der Reclaimer-Trilogie.

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Mit Suchtfaktor: Halo 4 im Test
Mit Suchtfaktor: Halo 4 im Test
Ab sofort steht Halo 4 in den Regalen. Netzwelt hat dem Spiel einem ausgiebigen Test unterzogen.
http://www.netzwelt.de/news/94276-suchtfaktor-halo-4-test.html
2012-11-07 17:17:10
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/gnome-32-zentralisiert-verwaltung-online-konten-bild-gnome-projekt8612.jpg
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