Domain ist nicht mehr zu erreichen

Mega: Gabun wehrt sich gegen Dotcoms neues Filesharing-Portal

Noch Monate vor dem Start des Megaupload-Nachfolgers wurde die Domain Me.ga auch schon wieder beschlagnahmt. Ein Minister der westafrikanischen Nation Gabun kündigte an, dem Filesharing-Portal keine Plattform bieten zu wollen. In Besitz genommen wurde Kim Dotcoms neues Portal jedoch aktuell von jemand anderem. 

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Die Me.ga-Domain wurde noch vor dem Start des Filesharing-Portals beschlagnahmt. (Bild: Screenshot kim.com/mega)
Die Me.ga-Domain wurde noch vor dem Start des Filesharing-Portals beschlagnahmt. (Bild: Screenshot kim.com/mega)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1"Skrupellose Menschen"
  2. 2Mega wird mit neuer Domain starten
  3. 3Hacker nehmen Domain unter Beschlag

Eigentlich dachte Kim Dotcom, er könnte die Beschlagnahmung seines neuen Filesharing-Portals Mega umgehen, in dem er eine Domain außerhalb der USA anmeldet. Doch offenbar irrte sich der Internetmillionär mit dieser Annahme. Denn nun äußerte der gabunische Minister Blaise Louembe, dass er keine Urheberrechtsverletzungen unter Verwendung einer in dem westafrikanischen Staat beheimateten Domain akzeptiere.

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"Skrupellose Menschen"

Wie unter anderem das Technik-Magazin Cnet.com berichtet, sagte der Minister für Kommunikation, dass seine Nation "weder als Plattform für Urheberrechtsverletzung herhalten noch von skrupellosen Leuten benutzt werden wolle."

Schon Wochen vor dem Start des Megaupload-Nachfolgers gibt es also die ersten Probleme. Dotcom kommentierte die Äußerung des Ministers auf Twitter. Er glaubt an eine Beeinflussung des Politikers durch die USA und den Medienkonzern Vivendi. 

Mega wird mit neuer Domain starten

Große Sorgen scheint ihm eine mögliche Abschaltung der Domain Me.ga jedoch nicht zu machen. "Keine Sorge. Wir haben eine alternative Domain. Dies bestätigt nur die Hexenjagd, die die USA unternehmen", twitterte er.

Doch die USA dürften derzeit nicht Dotcoms einzige Sorge sein. Bereits jetzt ist die Me.ga-Domain nicht mehr zu erreichen. Stattdessen verwies die URL auf einen Twitter-Acount. Verantwortlich ist nicht die Regierung Gabuns, sondern eine Hackergruppe, die ebenfalls in dem Staat beheimatet ist und sich Ome.ga nennt.

Hacker nehmen Domain unter Beschlag

Die Gruppe scheint jedoch nicht viel für den Internetmillionär übrig zu haben. Wie das Filesharing-Blog TorrentFreak erfahren haben will, vergleichen die Hacker Dotcom mit der Musikindustrie. "Kim Dotcom bereichert sich an uns allen. Er ist größenwahnsinnig mit Anwälten, um seinen Vorteil aus uns zu ziehen. Uns den Unbekannten, den Künstlern, an denen er sich bereichern will."

Offenbar plant die Gruppe, die Me.ga Domain an Dotcoms Gegner zu verkaufen. Zehn Prozent des Erlöses wollen sie zudem an eine Soziale Organisation in Gabun spenden. Derzeit ist jedoch auch der Twitter-Account der Hacker nicht mehr unter Me.ga zu finden. Es ist also unklar, ob die Gruppe weiterhin die Hoheit über die Domain besitzt.

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