Geringe Unterschiede zum Vorgänger

Apple iPad 4 im Test: 6X sells

Mit dem iPad der vierten Generation bringt Apple innerhalb von nur acht Monaten eine verbesserte Version seines 9,7-Zoll-Tablets auf den Markt. Äußerlich bleibt bis auf den nun vorhandenen Lightning-Anschluss alles beim Alten. Im Inneren sorgt jedoch ein A6X-Prozessor für ein Plus an Rechenkraft. Netzwelt lässt das neue iPad gegen das alte neue iPad antreten.

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iPad 4: Nach nur acht Monaten schickt Apple das iPad mit Retina-Display der dritten Generation in Rente. Die äußerlichen Unterschiede zwischen iPad 3 und iPad 4 muss man fast schon mit der Lupe suchen. Dafür sorgt der nun verbaute A6X-Prozessor für ein ordentliches Leistungs-Plus. Zum Video: iPad 4

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Preise
  2. 2Display
  3. 3Leistung und Akkulaufzeit
  4. 4Kameras
  5. 5Fazit und Einordnung
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Das iPad der dritten Generation und das Testgerät der aktuell vierten Generation, das Apple konsequenterweise ab sofort als das "neue iPad" (statt iPad 4) bezeichnet, unterscheiden sich äußerlich nur in einem Detail voneinander - dem Lightning-Anschluss. 

Tipp: Hier finden Sie aktuelle Nachrichten zu allen iPad-Modellen, Gerüchte zum iPad 5 und zum iPad mini 2. Einen Testbericht zum bereits erhältliche iPad mini finden Sie hier.

Auch wenn altes Zubehör wie Netzteile oder Dockingstationen unter Umständen nur noch mit einem Adapter an das neue iPad angeschlossen werden können, ist der Lightning-Anschluss grundsätzlich ein Fortschritt. So ist es beispielsweise egal, wie man das wesentlich kleinere Kabelende einsteckt, da beide Seiten identisch sind. Auch die Datenübertragung geht schneller.

Die übrigen Bedienelemente, das Gewicht und auch die Verarbeitungsqualität sind gleich geblieben. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, gelangen Sie hier zum ausführlichen Testbericht des Apple iPad der dritten Generation.

Preise

Die Preise für die neue iPad-Generation beginnen bei 499 Euro für die Variante mit 16 Gigabyte großem Flashspeicher. Die 32-Gigabyte-Version schlägt mit 599 Euro zu Buche, die 64-Gigabyte-Ausstattung wird mit 699 Euro gelistet. 

Für die LTE-fähige Variante mit 16 Gigabyte großem Speicher veranschlagt der Hersteller aus Cupertino stolze 629 Euro. Die Top-Version mit 64 Gigabyte Speicher und LTE-Modem geht für 829 Euro über die Ladentheke. Das iPad der dritten Generation bietet Apple offiziell nicht weiter an. Vereinzelt finden sich aber noch generalüberholte Rückläufer im Apple Store. Das iPad der zweiten Generation hat Apple jedoch weiterhin regulär im Programm.

Display

Auch die Anzeige des aktuellen iPads hat Apple nicht verändert. Es handelt sich also nach wie vor um ein 9,7 Zoll großes IPS-Panel mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Bildpunkten. Da beim Einhalten des gesunden Abstands zum menschlichen Auge keine einzelnen Pixel mehr zu erkennen sind, verpasst Apple auch dem iPad der vierten Generation das herstellereigene Retina-Label. Auch wenn Google und Samsung mit dem Nexus 10 mittlerweile ein Tablet mit einer noch höheren Pixeldichte präsentiert haben, gibt es an der iPad-Anzeige nicht das Geringste auszusetzen.

Leistung und Akkulaufzeit

Im aktuellen iPad der vierten Generation kommt erstmalig Apples A6X-Chip zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen modifizierten A6-Chip, wie er im iPhone 5 zu finden ist. Er ist bereits auf dem Papier deutlich leistungsfähiger: Die Taktrate beträgt nun statt 1,05 Gigahertz 1,39 Gigahertz. Den Leistungssprung bescheinigen auch die Benchmark-Tests. Unter Geekbench erreicht das iPad der dritten Generation 757 Punkte. Das neue iPad hingegen bringt es mit 1.765 Punkten auf einen mehr als doppelt so hohen Wert.

Apple iPad 4 (Oktober 2012)

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Öffnet das neue iPad der vierten Generation nun auch Apps doppelt so schnell? Im Alltag fällt der formal gewaltige Geschwindigkeitszuwachs zunächst kaum auf. GarageBand etwa startet minimal schneller. Deutlicher fällt das Mehr an Speed hingegen beim Öffnen von Spielen wie Galaxy on Fire 2 HD auf. Zum jetzigen Zeitpunkt reizen aber nur sehr wenige Apps die Power des A6X-Prozessors aus. Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis Entwickler entsprechende Apps programmieren und der Geschwindigkeitsunterschied zwischen iPad 3 und iPad 4 deutlicher wird. Übrigens: Im Dauerbetrieb wird die Unterseite des neuen Tablets genauso warm wie bei der Vorgänger-Version.

Auch bei der Akkulaufzeit konnten wir keinen Unterschied zwischen dem iPad der dritten Generation und dem neuen iPad feststellen. Nach wie vor verlangt Apples Flachcomputer daher nach einer Surfsession von etwa zehn Stunden nach einer Steckdose. Wer die Bildschirmhelligkeit herunterschraubt, darf mit noch längeren Laufzeiten rechnen. Ein guter Wert für Tablet-PCs.

Kameras

Während Apple die Hauptkamera auf der Rückseite nicht verändert hat, gibt es Verbesserungen bei der zum Nutzer gerichteten FaceTime-Kamera auf der Vorderseite. Das Bild ist in dunklen Aufnahmesituationen bei Weitem nicht mehr so sehr verrauscht, wie es noch beim iPad 3 der Fall war. Ein Vergleichsbild der Frontkamera in höherer Auflösung finden Sie hinter diesem Link

Verbessert hat Apple auch die zum Nutzer gerichtete Frontkamera. Die Aufnahme des iPad 3 (links) zeigt deutlich mehr Bildrauschen. (Bild: netzwelt)
Verbessert hat Apple auch die zum Nutzer gerichtete Frontkamera. Die Aufnahme des iPad 3 (links) zeigt deutlich mehr Bildrauschen. (Bild: netzwelt)

Fazit und Einordnung

Besitzern der dritten iPad-Generation dürfte das Lachen vergangen sein, da ihr Tablet bereits innerhalb kürzester Zeit gegen ein Update ausgetauscht wurde. Der Frust ist genauso verständlich wie der Schritt von Apple, konsequent den Lightning-Anschluss in seine Tablets zu verbauen. Für iPad 3-Besitzer gibt es aber dennoch keinen Grund, jetzt auf das iPad der vierten Generation zu wechseln. Das Plus an Prozessor-Power ist zum jetzigen Zeitpunkt vernachlässigbar klein und wird erst mit der Zeit von den Entwicklern ausgeschöpft werden.

Sowohl iPad 3 als auch iPad 4 bestechen nach wie vor mit ihrem sehr guten Display, einwandfreier Verarbeitung und einfacher Bedienung. Als Apple-eigene Alternative bieten sich das iPad 2 oder das iPad mini an, welche beide aufgrund des schwächeren Displays und des weniger performanten A5-Prozessors deutlich günstiger angeboten werden.

Hier gelangen Sie direkt zum Testbericht des iPad mini.

Wer eine ähnliche hohe Auflösung in einem 10-Zoll-Tablet sucht, wird höchstens noch beim eben erst präsentierten Google Nexus 10 fündig. Windows-Fans können sich hier einen Überblick über Windows 8 Tablets verschaffen.

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