Motorola Razr i im Test

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität ist gut, hier muss sich das Razr i nicht vor dem Galaxy S3 verstecken - vor allem Nebengeräusche wie Straßenlärm filtert das Gerät sehr erfolgreich. Die Gesprächspartner klingen jedoch im Hörer manchmal etwas künstlich, was für leichte Abzüge in der B-Note sorgt. Der Lautsprecher ist für den Freisprechmodus zudem zu leise. Zum Telefonieren benötigen Nutzer eine Micro-SIM-Karte. Schön: Das Motorola Razr i informiert den Nutzer mittels einer Status LED über verpasste Anrufe, SMS oder E-Mails.

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Bereits mit dem Modell Razr Maxx hat Motorola das Thema Akkulaufzeit als ein Abgrenzungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz für sich entdeckt und setzt diesen Trend nun auch in den neuen Razr-Modellen fort: Der Akku des Motorola Razr i bietet eine Kapazität von 2.000 Milliamperestunden. Er ist fest verbaut und lässt sich nicht wechseln, bietet dafür aber eine gute Laufzeit. Eine halbe Stunde Video schauen verbrauchte auf dem Razr i im Test nur knapp neun Prozent der Akkuladung, eine halbe Stunde Zocken (Dead Trigger, GTA 3) knapp 11 Prozent. Bei mittelmäßiger Nutzung sollten Nutzer bis zu zwei Tagen locker mit einer Akkuladung auskommen.

Multimedia

Das Razr i verfügt über einen physikalischen Auslöser. Die Kamerataste befindet sich an der unteren rechten Seite des Gehäuses. Über sie kann der Nutzer auch direkt in die Kamera-App springen - selbst wenn das Smartphone gesperrt ist. Nach dem Verlassen der App kehrt der Nutzer dann auf den Sperrbildschirm zurück. Der Auslöser reagiert zweistufig, könnte allerdings etwas mehr Hub vertragen.

Motorola Razr i Unboxing

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Bilder nimmt das Razr i mit maximal acht Megapixeln auf, Videos in Full HD (1080p). Die Bildqualität geht insgesamt in Ordnung. Die Farben könnten jedoch etwas kräftiger sein. Ein mit dem Motorola Razr i aufgenommenes Foto finden Sie hier. An den Videoaufnahmen gibt es dagegen nichts auszusetzen, selbst mit schnellen Bewegungen kommt die Razr i-Kamera klar. Für einen Platz in den Top 5 der Kamera-Handys reicht es jedoch nicht, dafür bietet die Kamera-App zu wenig Einstellungsmöglichkeiten

In Sachen Audioqualität kann es das Razr i durchaus mit guten MP3-Playern aufnehmen - den Einsatz guter Kopfhörer vorausgesetzt. Der Lautsprecher hingegen ist zwar extrem kräftig, klingt aber auch stark blechern, sodass bei der Hintergrundbeschallung mit Musik wenig Freude aufkommt. 

Software

Das Motorola Razr i läuft ab Werk mit Android 4.0.4, ein Update auf Android 4.1 ist angekündigt, wird aber zumindest in Deutschland wohl erst 2013 erscheinen. Im Gegensatz zu früheren Modellen modifiziert Motorola die Android-Nutzeroberfläche nicht mehr so stark. Allerdings lässt sich der Hersteller es sich nicht nehmen, einige seiner Goodies auch in das Razr i zu integrieren - dazu gehören etwa die sogenannten SmartActions. Hierbei handelt es sich um vom Nutzer konfigurierbare Makros.

Der Anwender legt in einer grafisch ansprechenden Oberfläche Auslöser fest und bestimmt ebenso, wie das Razr i auf das jeweilige Ereignis reagieren soll - etwa eine bestimmte App starten, jemanden anrufen oder das WLAN deaktivieren. Auslöser für diese Makros können Uhrzeiten, Standorte, aber zum Beispiel auch ein kritischer Akkustand sein.

Kompatibilitätsprobleme müssen Nutzer übrigens aufgrund der vom Intel-Chip verwendeten abweichenden Systemarchitektur nicht fürchten. Auf dem Testgerät von netzwelt liefen beliebte Programme wie Whats App, Instagram, Flipboard oder Skype problemlos und auch Spiele wie Angry Birds oder Jetpack Joyride störten sich nicht am Prozessor. Selbst den Chrome-Browser, der in einer früheren Version noch die Zusammenarbeit mit Intels Medfield-Chip verweigerte, hat Google inzwischen für den Intel-Prozessor optimiert.

Fazit

"Hello Moto! Willkomen zurück!" Mit dem Razr i meldet sich der zuletzt so gescholtene Handyhersteller Motorola zurück. Das Vollbild-Smartphone ist kaum größer als Apples iPhone, bietet aber mehr Display für deutlich weniger Geld. Eine verführerische Mischung, die Motorola noch mit einem schicken Design, einer leistungsfähigen Intel-CPU und einem ausdauernden Akku garniert. Das Razr i ist also ein echter Volltreffer für Nutzer auf der Suche nach einem guten Mittelklasse-Smartphone. 

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Motorola Razr i lautet 399 Euro. Aktuell halten sich Online-Händler noch an diese Vorgabe. Alternativen zum Modell sind das HTC One S, das dem Razr i in Sachen Verarbeitungsqualität ähnelt, oder das Panasonic Eluga, das ebenfalls ein 4,3-Zoll-Display in einem kompakten Gehäuse bietet.

Motorola Razr i mit anderen Produkten vergleichen

Informationen zu Motorola Razr i

Auf der Motorola Razr i Produktseite finden Sie weitere Informationen, wie technische Daten, Zubehör, aktuelle Preise oder weitere Vergleiche mit Konkurrenz-Produkten.