4,3-Zoll-Bildschirm mit minimalem Rand

Display ohne Grenzen: Motorola Razr i im Test

Ein nahezu rahmenloses Display, ein Intel-Prozessor und ein Gehäuse mit Kevlarfasern: Dem Motorola Razr i mangelt es nicht an für Smartphones ungewöhnlichen Eigenschaften. Diese könnten aber bald schon Standard sein. Im Test entpuppt sich das Smartphone nämlich als echter Volltreffer für preisbewusste Nutzer mit hohen Ansprüchen.

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Motorola Razr i: Motorola setzt beim Razr i erstmals auf eine Intel-CPU. Zudem glänzt das Android-Handy mit einem nahezu rahmenlosen Bildschirm. Zum Video: Motorola Razr i

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Verarbeitung
  2. 2Hardware
  3. 3Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. 4Multimedia
  5. 5Software
  6. 6Fazit
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Design und Verarbeitung

Das Motorola Razr i ist ein echter Hingucker mit einer extrem hochwertigen Verarbeitung, was sich schon an kleinen Details wie dem ausgestanzten Motorola-Logo oberhalb des Displays zeigt. Trotz des edlen Aussehens bewahrtsich das Razr i aber einen für die Marke Motorola typischen rustikalen Charme. So macht sich der Hersteller etwa keine Mühe, die Torx-Schrauben, die das Gehäuse zusammenhalten, zu verbergen. Dieser Industrie-Charakter spiegelt sich beim Razr i sogar in den Gerätetönen wieder.

Schaltet der Nutzer das Smartphone aus, ertönt ein lautes mechanisches Summen und das Razr i vibriert kurz. Nicht nur Fans von Industriekultur dürften bei so viel Liebe zum Detail ihre Freude am Razr i haben.

Die verwendeten Materialien wie Kevlar und Flugzeugaluminium sehen schick aus, sorgen aber auch für eine hohe Robustheit des Modells. Stürze auf Teppich oder Parkett sind kein Problem für das Razr i, auch einen Aufschlag auf Stein übersteht der Androide - allerdings nicht ganz ohne Schrammen. Eine wasserabweisende Schicht schützt das Razr i und sein Innenleben zudem vor Feuchtigkeit. Ein kurzer Tauchgang wie mit dem Motorola Defy ist mit dem Razr i zwar nicht möglich. Verschüttete Getränke oder Nieselregen bringen das Smartphone aber nicht aus dem Takt. Zudem glänzt das Razr i mit seiner kompakten Bauweise. In den Abmessungen entspricht es dem Apple iPhone 5, bietet aber dennoch ein mit einer Diagonalen von 4,3 Zoll deutlich größeres Display.

Motorola Razr i

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Hardware

Highlight des Motorola Razr i ist das Display: Es misst 4,3 Zoll, passt aber problemlos in den Rahmen eines 4-Zoll-Bildschirms. Möglich wird dies, weil Motorola den Rand, der üblicherweise den Bildschirm links und rechts umgibt, auf ein Minimum reduziert. Er beträgt beim Razr i nur noch knapp zwei Millimeter, bei aktuellen Spitzenmodellen wie dem Apple iPhone 5 oder dem Samsung Galaxy S3 misst der Rand satte fünf Millimeter. Einen breiteren Rand findet der Nutzer beim Video schauen und Co. nur am unteren Rand, da Motorola den Platz hier für virtuelle Bedienelemente nutzt. Motorola spricht daher gerne auch vom Vollbild-Smartphone. 

Anfänglich sorgte der minimale Rand noch für einen Wow-Effekt, der aber über den Testzeitraum schnell verpuffte. Das Super-AMOLED-Display selbst begeistert mit knackigen Farben und einem großen Blickwinkel, allerdings wirkt die Auflösung von 960 x 540 Pixeln altbacken. 

Das Motorola  Razr i weist noch eine zweite Besonderheit auf: Im Inneren des Geräts werkelt nämlich nicht wie bei anderen Smartphones ein Prozessor auf ARM-Basis, sondern ein Chip des Herstellers Intel. Dieser arbeitet zwar nur mit einem Rechenkern, muss sich aber nicht hinter der Konkurrenz mit bis zu vier Kernen verstecken: Sowohl das Android-System als auch grafikintensive Titel wie GTA 3 oder Dead Trigger laufen auf dem Motorola Razr i geschmeidig. Längere Ladezeiten oder Ruckler waren im Test nicht auszumachen. Selbst in Benchmarks reicht die Intel-CPU an die Konkurrenz von Nvidia und Qualcomm heran. Im Geekbench liegt das Razr i mit 963 Punkten noch vor Dual-Core-Modellen wie dem Sony Xperia S oder dem HTC Desire X.

In den Browser-Tests Sunspider und Browsermark spielt das Razr i sogar in der Spitzengruppe mit: Das Sunspider-Benchmark absolviert das Intel-Smartphone beispielsweise in 1.065,3 Millisekunden - es ist damit deutlich schneller als etwa das Galaxy S3. Im Browsermark wiederum zieht das HTC One X gegenüber dem Razr i den Kürzeren. Das Motorola-Handy erreicht hier 120.342 Punkte, das HTC-Smartphone nur 90.799 Punkte. Möglich wird dies zum einen durch die hohe Taktrate von bis zu zwei Gigahertz, zum anderen durch Intels Hyper-Threading-Technologie, die dem System einen Mehrkernprozessor vorgaukelt. Im Test war allerdings bei längerem Zocken eine höhere, aber nicht bedrohliche Wärmeentwicklung festzustellen.

Der interne Speicher des Razr i beträgt übrigens acht Gigabyte, dem Nutzer stehen davon ab Werk knapp fünf zur Verfügung. Der Speicher lässt sich jedoch problemlos um bis zu 32 Gigabyte erweitern. 

Motorola Razr i mit anderen Produkten vergleichen

Informationen zu Motorola Razr i

Auf der Motorola Razr i Produktseite finden Sie weitere Informationen, wie technische Daten, Zubehör, aktuelle Preise oder weitere Vergleiche mit Konkurrenz-Produkten.



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