Interesse an Funkfrequenzen

Google und Microsoft: Kostenloses WLAN für Großbritannien?

Microsoft und Google scheinen großes Interesse an ungenutzten Funkfrequenzen in Großbritannien zu haben. Dies haben Regierungsmitglieder dem Daily Telegraph gegenüber verlauten lassen. Analysten vermuten hinter dem Schritt, dass Kunden kostenlos Zugang zum Internet erhalten könnten.   

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Google und Microsoft zeigen großes Interesse an den sogenannten Whites Spaces. (Bild: theverge.com
Google und Microsoft zeigen großes Interesse an den sogenannten White Spaces. (Bild: theverge.com)

Die beiden IT-Riesen haben laut dem Sunday Telegraph ein "großes Interesse" an ungenutzten Funkfrequenzen, den sogenannten White Spaces, geäußert. Besagte Frequenzen sind eine Art weißes Rauschen, welches einen Puffer zwischen bestehenden genutzten Wellenbereichen bildet. So wird verhindert, dass sich beispielsweise Radio-, Fernseh- und Mobilfunk gegenseitig stören.

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Die White Spaces sind bei vielen Mobilfunkanbietern heiß begehrt, da sie für kabellose Breitband-Internetzugänge genutzt werden könnten.

Großes Interesse der IT-Riesen 

Genau diesen Plan scheinen Microsoft und Google zu verfolgen. Die Nutzung der White Spaces könnte der Start eines neuen Geschäftsmodells sein, mit dem die Unternehmen weiter Kunden gewinnen wollen. Beide Konzerne sollen laut der Onlineausgabe des Daily Telegraph der Regierung gegenüber schon aktiv geworden sein. Eine Quelle aus der Regierung wird dahingehend zitiert, dass es für beide Konzerne sehr wichtig sei, die Frequenzen zu bekommen. "Sie haben großes Interesse in dieser Sache gezeigt, da es ein Weg ist, um näher zum Kunden zu kommen und etwas anderes als Apple zu bieten."

Neue Geschäftsmodelle

Die genauen Details der Pläne von Google und Microsoft sind jedoch nicht bekannt, aber einige Analysten sehen in dem Werben um die Frequenzen Anzeichen für neue Geschäftsmodelle.

Microsoft könnte es ermöglichen, dass jeder mit einem neuen Windows Phone gratis Zugang zum Internet erhalten würde. Auch von Google wird eine solche Strategie erwartet, die Android-Nutzern kostenlose Internetnutzung ermöglicht.

Beide Konzerne könnten so den Verkauf ihrer eigenen Systeme ankurbeln, doch ganz ohne eine Art Bezahlung wird es vermutlich nicht gehen. "Es wird eine Gegenleistung geben, zum Beispiel das Nutzer alle ihre Daten den beiden Unternehmen gegenüber offenlegen," sagte Shaun Collins, ein Analyst, dem Telepraph. Allgemein sei ein solcher Schachzug schon längere Zeit von Google erwartet worden.

Doch auch Microsofts Interesse sollte ernst genommen werden. Laut The Verge hat der Softwareriese aus Redmond schon 2011 Interesse an den freien Funkwellen geäußert. Er führte sogar eine Machbarkeitsstudie in Cambridge aus, um zu sehen, ob sich die Nutzung der White Spaces negativ auf andere Frequenzen auswirkt.

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