Apple iPad mini im Test

Leistung

Apples eigener Dual-Core-Prozessor A5 mit einer Taktrate von 1,0 Gigahertz übernimmt die Berechnungen im iPad mini. Es handelt sich um den gleichen Chip, wie er auch im iPad 2 zum Einsatz kommt. Für Alltagsaufgaben ist das Mini-iPad damit gut aufgestellt. Apps starten zügig und auch beim Wechsel von horizontaler auf vertikale Bildschirmausrichtung vergeht kaum Zeit. 

Unter Geekbench für iOS erreicht das iPad mini 754 Punkte. Zum Vergleich: Das iPad 2 liegt erwartungsgemäß auf gleicher Höhe, Apples iPhone 5 erzielte im netzwelt-Test satte 1.548 Punkte und ist damit nicht nur auf dem Papier wesentlich leistungsstärker. In der iPad mini-Praxis kommt zum jetzigen Zeitpunkt aber noch kaum der Wunsch nach mehr Leistung auf. Selbst grafikintensive Spiele wie Sky Gamblers: Air Supremacy oder Real Racing 2 HD laufen flüssig.

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Varianten und Preise

Das iPad mini verkauft Apple mit Speichergrößen von 16, 32 oder 64 Gigabyte. Zum Testzeitpunkt sind ausschließlich die Varianten mit WLAN-Modul erhältlich. Geräte mit LTE-Anbindung und gleichen Speichergrößen wird Apple erst im Laufe des Novembers ausliefern. 

Der Preis für die Einstiegsvariante mit 16 Gigabyte großem Flashspeicher beträgt 329 Euro. Damit wildert das iPad mini bereits in iPod touch-Käuferschaftgefilden. Für 32 Gigabyte Flashspeicher werden bereits 429 Euro fällig, bei der größten Speichervariante des iPad mini mit 64 Gigabyte stehen schließlich 529 Euro auf dem Preisschild. Für die LTE-Variante berechnet Apple unabhängig von der Speichergröße jeweils einen Aufpreis von 130 Euro, sodass für das Top-Model stolze 659 Euro zu berappen sind.

Parallel hat Apple das iPad 2 weiterhin im Programm. Die Speichergröße ist auf 16 Gigabyte festgelegt. Die reine WLAN-Version kostet hier 399 Euro, bei der UMTS-fähigen Variante sind es 519 Euro.

Fazit

Samsung, Amazon und Google haben es bereits erkannt, nun zieht Apple nach. "Endlich", möchte man fast laut hinausschreien. Denn auch unter zehn Zoll lassen sich gute Tablets produzieren. Netzwelt würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen: 7,9 Zoll ist die optimale Tablet-Größe. Die knapp acht Zoll großen Geräte lassen sich über Stunden hinweg bequem mit einer Hand halten und sind dennoch groß genug, um Medien bequem zu konsumieren. 

Was dem iPad mini fehlt ist der Retina-Bonus, der dem Display gut zu Gesicht gestanden und den hohen Preis ein Stück weit relativiert hätte. So ist das iPad mini unterm Strich ein Tablet für all jene Apple-Fans, denen die bislang aus Cupertino vorgestellten Tablets schlicht und ergreifend zu groß waren. Die Konkurrenz zum iPad mini in Form von Amazon Kindle Fire, Google Nexus 7 und Samsung Galaxy Tab 2 ist schon lange da und durch die Bank günstiger - aber eben auch nicht so hochwertig verarbeitet und an der ein oder anderen Stelle auch nicht so durchdacht. 

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