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Apple iPad mini im Test
Das leichtere iPad

von Michael Knott
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Steve Jobs war dagegen, Apple hat es trotzdem getan: Mit dem iPad mini ist nun ein Apple-Tablet mit 7,9 Zoll großem Display zu haben. Es ist leicht, aber dennoch leistungsstark genug, um die meisten Alltagsaufgaben zu bewerkstelligen. Die Frage ist nur: Wer braucht es und wo liegen die Vorteile gegenüber dem normal großen Modell?

Das iPad mini war zwar nicht die Sensation des Abends, dennoch haben nicht wenige Apple-Fans mit Spannung die Keynote von Tim Cook am 23. Oktober in Kalifornien verfolgt. Im Prinzip war schon viel vom kleinen iPad im Vorfeld bekannt. Es hat einen Lightning-Anschluss, es hat ein kleineres Display mit auffallend schmalem Rahmen und es hat im Prinzip die gleichen Bedienelemente wie alle anderen iPads.

Befreit man das iPad mini aus seiner zierlichen Verpackung und nimmt es in die Hände, kommt es dann aber doch zu einer positiven Überraschung: Das iPad mini ist leicht. Gerade einmal 306 Gramm zeigt die Waage an. Vor allem aufgrund des geringen Gewichts ist das Mini-iPad daher wesentlich mobiler als das bis zu 660 Gramm schwere iPad 3 und iPad 4. Viel packt Apple übrigens nicht in den Karton. Neben dem iPad mini selbst blieb nur noch Platz für ein Netzteil, das Lightning-Kabel und Kurzanleitungen. Zubehör wie Smart Cover und Kopfhörer kosten extra.

Die Verarbeitung des Testmodells ist tadellos. Das iPad mini fühlt sich gewohnt hochwertig an und sticht bei der Haptik Geräte wie Googles Nexus 7 bei Weitem aus. Apple setzt beim Gehäuse erneut großzügig auf Metall, genauer auf Aluminium. Die Rückseite des netzwelt zu Verfügung gestellten schwarzen Modells überstand zumindest das erste ausgiebige Testwochenende kratzerfrei. Ewig wird dies aber nicht so bleiben.

Einige Design-Elemente wie den geschliffenen Rand haben die Designer dabei vom iPhone 5 übernommen. Genau wie die ebenfalls aktualisierte Version des 9,7-Zoll-iPads verfügt das iPad mini über einen Lightning-Anschluss der von zwei Lautsprecherausgängen flankiert wird, einen zentralen Home-Button und seitlich angebrachte Metalltasten zur Lautstärkeregelung und Display-Arretierung.

Ausstattung 

Speicherkartenslot, Mini-HDMI-Ausgang, USB-Anschlüsse: Ausstattungdetails, die bei Android- und mittlerweile auch Windows 8-Tablets längst Standard sind, sucht man auch am Mini-iPad leider vergeblich. Sämtliches Zubehör muss entweder per WLAN oder Bluetooth drahtlos angesteuert werden oder den Weg über den Lightning-Adapter gehen. Speziell auf das iPad mini zugeschnittenes Zubehör ist nicht zuletzt aus diesem Grund bislang noch Mangelware.

Dafür hat der US-amerikanische Hersteller dem iPad mini zwei taugliche Kameramodule spendiert. Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit fünf Megapixeln auf und muss ohne Hilfs-LED auskommen. Auf der Front findet sich eine kleine Linse, deren Chip mit 1,2 Megapixeln auflöst und für Facetime-Telefonate konzipiert ist. Videoaufnahmen sind mit 720p-Auflösung (Front) beziehungsweise 1.080p-Auflösung (Rückseite) möglich.

Display

Beim 7,9 Zoll großen Display (entspricht einer Diagonalen von 20,1 Zentimetern) handelt es sich um ein IPS-Panel samt stromsparender LED-Hintergrundbeleuchtung. Pixelfehler zeigen sich am Testmodell keine. Egal wie man das iPad mini auch dreht und wendet, egal aus welchem Blickwinkel man das Display betrachtet - zu Farbverfälschungen kommt es nicht. Generell gibt es an Sättigung, Farbtreue, Helligkeit und Kontrast nicht viel zu bemängeln. Dass Tablet-PC-Anzeigen spiegeln, daran haben wir uns fast schon gewöhnt. Zum Glück kann man ungünstig einfallende Sonnenstrahlen noch mit der maximalen Displayhelligkeit begegnen. Dann werden störende Reflexionen oftmals vollständig überstrahlt.

Die Displayauflösung beträgt 1.024 x 768 Bildpunkte und muss dem iPad mini als erster echter Kritikpunkt angerechnet werden. Werden Fotos und Videos noch relativ scharf dargestellt, sieht es bei Schrift leider recht düster aus. Betrachtet man eine Webseite in Originalgröße, lässt sich Schrift auf Dauer oft nur mit zusammengekniffenen Augen lesen.

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Das neue Apple iPad im Kleinformat verfügt über eine Displaygröße von 7,9 Zoll. (Bild: netzwelt)

Glücklicherweise funktioniert das optimierte Vergrößern per Doppelklick, das netzwelt im Test deutlich öfter verwendet hat als bei den 10 Zoll großen iPad-Modellen, nach wie vor gut. Auch der "Reader"-Modus unter Safari wurde fleißig genutzt, fast genau so oft wie beim iPhone. Hier ist definitiv noch Raum für ein iPad mini mit Retina-Display, welches Apple wahrscheinlich in absehbarer Zeit vorstellen wird.

Bedienung und Alltag

Hier spielt das leichte und kompakte iPad seine Stärken aus: Im Hochformat kann man es locker in einer Hand halten. Auf dem heimischen Sofa, vor allem aber unterwegs, in öffentlichen Verkehrsmitteln beispielsweise, trägt dies ungemein zu einem entspannten Medienkonsum bei. Als E-Book-Reader eignet sich das iPad mini aber weniger - klassische Modelle wie Amazons Kindle-Reihe eignen sich aufgrund ihrer Display-Qualitäten für diesen Zweck wesentlich besser.

Der seitliche Rand des neuen iPad-Mitglieds ist nur etwa sechs Millimeter dick. Die Angst, mit einem aufliegenden Daumen versehentlich Aktionen auszuführen, ist dennoch unbegründet. Apples iOS erkennt im Alltag sehr gut, ob der Nutzer einen Link drücken möchte oder einfach nur die seitliche Displayfläche als Ruheplatz für die Finger verwendet.

Als aktuelle Software ist die iOS-Version 6.0.1 auf dem iPad mini installiert. Alle Neuerungen, die Apple unter iOS 6 eingeführt hat, können Sie in diesem netzwelt-Artikel einsehen. Besonders gut gefallen hat netzwelt im Test die Nutzung der geteilten Tastatur. Mithilfe dieser lässt es sich jetzt im Hochformat fast so schnell wie auf einem Mobiltelefon tippen. Auch das Tippen im Querformat profitiert davon.

Akkulaufzeit

Apple verspricht trotz des geringen Gewichts und dem daraus resultierenden schmaleren Akku eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden. Im reinen Surfmodus inklusive dem Installieren einiger Apps kann netzwelt diese Laufzeit bestätigen. Wer mit den Funkverbindungen und der Bildschirmhelligkeit haushaltet, erreicht mit Sicherheit sogar noch längere Laufzeiten. Ein guter Wert für ein solch schmales Produkt. Austauschen lässt sich die Lithium-Polymer-Batterie mit einer Kapazität von 16,3 Wattstunden aber nicht.

Dafür kann man das iPad mini nicht nur mithilfe des beiliegenden Netzteils (gleiches Netzteil wie beim iPhone 5) aufladen, sondern auch über den USB-Anschluss des Computers. Das war beim iPad 3 in vielen Fällen nicht möglich.

Leistung

Apples eigener Dual-Core-Prozessor A5 mit einer Taktrate von 1,0 Gigahertz übernimmt die Berechnungen im iPad mini. Es handelt sich um den gleichen Chip, wie er auch im iPad 2 zum Einsatz kommt. Für Alltagsaufgaben ist das Mini-iPad damit gut aufgestellt. Apps starten zügig und auch beim Wechsel von horizontaler auf vertikale Bildschirmausrichtung vergeht kaum Zeit.

Unter Geekbench für iOS erreicht das iPad mini 754 Punkte. Zum Vergleich: Das iPad 2 liegt erwartungsgemäß auf gleicher Höhe, Apples iPhone 5 erzielte im netzwelt-Test satte 1.548 Punkte und ist damit nicht nur auf dem Papier wesentlich leistungsstärker. In der iPad mini-Praxis kommt zum jetzigen Zeitpunkt aber noch kaum der Wunsch nach mehr Leistung auf. Selbst grafikintensive Spiele wie Sky Gamblers: Air Supremacy oder Real Racing 2 HD laufen flüssig.

Varianten und Preise

Das iPad mini verkauft Apple mit Speichergrößen von 16, 32 oder 64 Gigabyte. Zum Testzeitpunkt sind ausschließlich die Varianten mit WLAN-Modul erhältlich. Geräte mit LTE-Anbindung und gleichen Speichergrößen wird Apple erst im Laufe des Novembers ausliefern.

Der Preis für die Einstiegsvariante mit 16 Gigabyte großem Flashspeicher beträgt 329 Euro. Damit wildert das iPad mini bereits in iPod touch-Käuferschaftgefilden. Für 32 Gigabyte Flashspeicher werden bereits 429 Euro fällig, bei der größten Speichervariante des iPad mini mit 64 Gigabyte stehen schließlich 529 Euro auf dem Preisschild. Für die LTE-Variante berechnet Apple unabhängig von der Speichergröße jeweils einen Aufpreis von 130 Euro, sodass für das Top-Model stolze 659 Euro zu berappen sind.

Parallel hat Apple das iPad 2 weiterhin im Programm. Die Speichergröße ist auf 16 Gigabyte festgelegt. Die reine WLAN-Version kostet hier 399 Euro, bei der UMTS-fähigen Variante sind es 519 Euro.

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netzwelt
7.5
Apple iPad Mini
Vorteile
  • Verarbeitung
  • Multimedia
  • Appangebot
Nachteile
  • Auflösung
  • kein SD-Kartenslot

Endlich!

Samsung, Amazon und Google haben es bereits erkannt, nun zieht Apple nach. "Endlich", möchte man fast laut hinausschreien. Denn auch unter zehn Zoll lassen sich gute Tablets produzieren. Netzwelt würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen: 7,9 Zoll ist die optimale Tablet-Größe. Die knapp acht Zoll großen Geräte lassen sich über Stunden hinweg bequem mit einer Hand halten und sind dennoch groß genug, um Medien bequem zu konsumieren. Was dem iPad mini fehlt ist der Retina-Bonus, der dem Display gut zu Gesicht gestanden und den hohen Preis ein Stück weit relativiert hätte. So ist das iPad mini unterm Strich ein Tablet für all jene Apple-Fans, denen die bislang aus Cupertino vorgestellten Tablets schlicht und ergreifend zu groß waren. Die Konkurrenz zum iPad mini in Form von Amazon Kindle Fire, Google Nexus 7 und Samsung Galaxy Tab 2 ist schon lange da und durch die Bank günstiger - aber eben auch nicht so hochwertig verarbeitet und an der ein oder anderen Stelle auch nicht so durchdacht.


Einzelergebnisse
Design, Display, Leistung, Ausstattung, Multimedia: Nach diesen fünf Hauptkriterien bewerten wir Tablet-Computer. Für jede Unterkategorie vergeben wir Punkte, maximal 10. Die Summe der Einzelbewertungen teilen wir durch 5 und erhalten so die Endnote. Diese spiegelt nicht zwangsweise auch das Endresultat. Der testende Redakteur kann am Ende noch eine individuelle Auf- oder Abwertung vornehmen. Wie wir Tablet-Computer im Detail testen, können Sie an dieser Stelle nachlesen.
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Einsortierung
Apple iPad Mini von Apple wurde als Tablet-PC abgelegt. Zusätzlich wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Business, Mobile, Testbericht, Mobile Computing, Apple, Apple iPad, Tablet-PC, Mittelstand, Entscheider, Review, Apple iOS 6 und Apple iPad Mini .
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Apple iPad mini im Test
Apple iPad mini im Test
Das iPad mini ist da und an vielen Stellen bereits ausverkauft. Netzwelt hat sich ein Exemplar für einen ausführlichen Test gesichert.
http://www.netzwelt.de/news/94241-apple-ipad-mini-test.html
2012-11-05 17:09:00
http://img.netzwelt.de/dw320_dh240_sw320_sh240_sx430_sy514_sr4x3_nu0/picture/original/2014/08/apple-ipad-mini-produktbild-114812.png
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Apple iPad mini im Test