Kampf an allen Fronten

Medal of Honor - Warfighter: Im Kurztest

Während die Call of Duty-Reihe mit ihrem nächsten Ableger Black Ops 2 die Flucht nach vorne antritt und ihre Kriegsschauplätze in eine nicht allzu ferne Zukunft verlagert, verweilt EA stoisch in der Gegenwart. Auch spielerisch will man sich mit Medal of Honor: Warfigher von der prominenten Konkurrenz distanzieren, indem man der comichaften Krawalle und dem Hurra-Patriotismus abschwört und stattdessen auf Authentizität setzt.

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Medal of Honor: Warfighter - Single Player Launch Trailer: Dieses Video präsentiert in beeindruckenden Bildern das Spielprinzip von Medal of Honor: Warfighter. Spieler werden dabei mit einer Action-reichen Geschichte konfrontiert, die aber auch die Einzelschicksale der Team-Mitglieder aufgreift und dem Shooter so auch eine menschliche Seite verpasst. Erschienen ist Medal of Honor: Warfighter für die PlayStation 3, die Xbox 360 und den PC. Zum Video: Medal of Honor: Warfighter - Single Player Launch Trailer

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Gewöhnlicher Ego-Shooter
  2. 2Verfolgungsjagd
  3. 3Grafisches Feuerwerk
  4. 4Fazit
  5. 5Datenblatt

Laut Entwickler Danger Zone basiert das Geschehen von Warfighter teilweise auf realen Begebenheiten. Zudem versucht man tatsächlich, in zahlreichen eingestreuten Zwischensequenzen die emotional packende Geschichte eines Elite-Soldaten zu erzählen, der an allen Fronten kämpft: in Pakistan, Somalia, Sarajevo - aber auch im Privaten. Seine Frau hat die Schnauze voll davon, dass er immer den Helden spielen muss.

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Preacher heißt der Soldat, um den sich alles dreht. Ein Typ mit Jack-Bauer-Syndrom, hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und Familie. Klingelt das Telefon und Uncle Sam ist dran, hält ihn dennoch nichts mehr. Er rückt aus, um Land und Leute zu beschützen - vor Fanatikern, Kriegsverbrechern, Terroristen. Im Falle von Warfighter sind's böse Islamisten und noch bösere Serben, die mit einer Art Supersprengstoff - nun ja - Böses im Schilde führen.

Gewöhnlicher Ego-Shooter

So ambitioniert der Ansatz einer ebenso persönlichen Geschichte auch sein mag - innerhalb der 13 Missionen der Einzelspielerkampagne schafft es Warfighter dann doch, zu einer gewöhnlichen Ego-Schießbude zu verkommen. Im Eiltempo hetzt das Programm volljährige Spieler etwa sechs bis acht Stunden lang durch eng gesteckte Level und setzt ihnen Heerscharen von Gegnern vor die Flinte.

Für Abwechslung sollen nächtliche Schleicheinlagen durch philippinische Terrorcamps, Fahrten mit Schlauchbooten, das Ordern von Luft- und Artillerieschlägen, das Steuern von kleinen Drohnen sowie das obligatorische Bemannen von Bordgeschützen sorgen. Versatzstücke, die Genre-Veteranen in den letzten Jahren schon zigmal vorgesetzt bekommen haben.

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