Die 7. Generation

Touchdownsizing: Apple iPod nano im Test

Der iPod nano ist Apples kleinster Musikspieler mit Display. Kein WLAN, kein iOS, kaum Apps und wieder einmal ziemlich teuer. Warum Apple mit dem aktuellen iPod nano unserer Meinung nach dennoch voll ins Schwarze getroffen hat, lesen Sie im Testbericht.

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iPod nano (7G Oktober 2012): Beim aktuellen iPod nano der siebten Generation lassen sich nur wenige Kritikpunkte ausmachen. Der hohe Preis ist einer. Ansonsten macht Apple beim kleinsten iPod mit Display sehr viel richtig. Zum Video: iPod nano (7G Oktober 2012)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Speicher: Der neue Nano ist ausschließlich mit 16 Gigabyte zu haben
  2. 2Lieferumfang: Kein Platz für Gimmicks
  3. 3Software: Mit diesen Apps müssen Sie dauerhaft leben
  4. 4Hörtest: Klanglich auf hohem Niveau
  5. 5Fazit
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Wer kauft eigentlich noch den iPod touch? Apples größter iPod kann zwar alles bis auf telefonieren, kostet aber auch soviel wie ein iPad mini. Und der iPod Shuffle ist zwar schön kompakt, hat aber kein Display. 

Für Musikfans bleibt daher eigentlich nur, sofern sie denn im Apple-Universum bleiben wollen, der iPod nano übrig. Dessen Funktionen fokussieren sich nahezu vollständig auf das Abspielen von Musik. Und es soll ja tatsächlich noch immer Menschen geben, die eine der schönsten Nebensachen der Welt nicht ihrem Allzweck-Tool, dem Smartphone, anvertrauen wollen.

Speicher: Der neue Nano ist ausschließlich mit 16 Gigabyte zu haben

Mit 16 Gigabyte großem Speicher und nur 31 Gramm Gewicht bietet sich der iPod nano der mittlerweile siebten Generation genau für solche Zwecke an. Er kann zwar auch Videos abspielen, aber das ist eher eine nette Spielerei. Seine Abmessungen von 76,5 x 39,6 x 5,4 Millimetern lassen ihn in jeder Hosen- oder Hemdtasche verschwinden. Dabei ist der in mehreren Farben erhältliche Musikspieler sehr robust. Die Aluminiumhülle bekam während des etwa zweiwöchigen Praxistests kaum Kratzer ab.

Generell ist die Verarbeitung des iPods auf Apple-typischem Niveau. Hier wackelt und klappert nichts. Besonders gut gelungen sind Apple die seitlichen Steuerelemente, ebenfalls aus Metall. Hierüber lässt sich die Lautstärke regeln sowie die Musikwiedergabe unterbrechen und fortsetzen. Lediglich der vom iPhone und iPod touch bekannte Home-Button ist beim Nano ein wenig tief im Gehäuse angebracht.

Lieferumfang: Kein Platz für Gimmicks

In der Verpackung des iPod nanos ist neben dem Player selbst noch Platz für eine gedruckte Kurzanleitung, ein Lightning-Kabel sowie Apples Earpod Kopfhörer. Dem iPhone 5 legt Apple Earpods mit eingebauter Fernbedienung bei, die iPod-Reihe muss auf die praktischen Funktionen dieser verzichten.

Apple iPod nano 7G (Oktober 2012)

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Das Lightning-Kabel benötigen Sie nicht nur für das Betanken des iPods mit neuer Musik, sondern auch zum Aufladen des internen und nicht auswechselbaren Akkus. Ein separates Ladegerät gibt es nur gegen Aufpreis. 

Dem kleinen Musikspieler fehlt ein WLAN-Modul. Das Übertragen von neuer Musik erfolgt daher wie zu Anfangszeiten des iPods ausschließlich über eine Kabelverbindung zum Rechner. Dreh- und Angel-Punkt für neues Nano-Futter ist dabei natürlich iTunes. Sowohl unter Mac OS X als auch unter Windows erfolgt die Übertragung im Test schnell und unkompliziert.

Software: Mit diesen Apps müssen Sie dauerhaft leben

Auf den iPod nano lassen sich auf diese Weise nur Musik, Podcasts und Videos übertragen. Der vom iPhone und iPod touch bekannte Reiter für Apps fehlt hingegen. Nutzer müssen daher mit den von Apple bereits vorinstallierten Anwendungen dauerhaft leben.

Auf dem Nano ist ein proprietäres Betriebssystem installiert, das optisch jedoch stark an iOS angelehnt ist. Hier gibt es nichts zu lernen oder zu begreifen - sämtliche Einstellungen sind intuitiv, selbsterklärend. Auf dem multitouch-fähigen Bildschirm mit einer Diagonalen von 6,2 Zentimetern werden sechs App-Icons angezeigt. Im Auslieferungszustand sind die Apps "Musik", "Videos", "Fitness", "Podcasts", "Fotos", "Radio", "Uhr" und "Einstellungen" installiert. Wie von iOS bekannt, lassen sich mehrere Startbildschirme erstellen, die man per Fingerwisch durchblättert.

Bei der Fitness-App handelt es sich um die bereits auf anderen iOS-Geräten vorhandene Nike+-Anwendung. Dank eingebautem Bewegungssensor erfasst der Nano hiermit beispielsweise die zurückgelegten Schritte und errechnet auf dieser Grundlage Entfernung und Kalorienverbrauch. Die beim quadratischen Vorgänger-Modell noch kräftig beworbene Uhren-Funktion - unter anderem gab es passende Armbänder, die den Nano in der Tat in eine Art berührungsempfindliche Musikspieler-Uhr verwandelten - sieht auch beim neuen Nano hübsch aus, ist aber wohl kaum ein Kaufgrund. 

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