Hoster, Entwickler und Investoren gesucht

Nach Megaupload: Kim Dotcoms nächster Filesharing-Dienst ist online

Kim Dotcoms neuer Filesharing-Dienst Mega ist nun online. Ab dem 20. Januar werden Nutzer beim Megaupload-Nachfolger erneut ihre Dateien hinterlegen und teilen können. Kurzfristig musste Dotcom den Start jedoch nach hinten verschieben, denn offenbar zwangen die vielen Aufrufe die Server in die Knie. Auch das FBI gehörte zu den ersten Besuchern.

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Der Nachfolger von Megaupload - Mega - ist nun online. (Bild: Screenshot kim.com/mega)
Der Nachfolger von Megaupload - Mega - ist nun online. (Bild: Screenshot kim.com/mega)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mehr Privatsphäre
  2. 2Suche nach Hostern und Investoren
  3. 3FBI-Agenten zu Besuch
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"Me.ga - Die Rückkehr der Jedi - möge die Macht mit uns sein," so verkündete Wahl-Neuseeländer Kim Dotcom den Start seines neuen Filesharing-Portals vor einigen Stunden auf Twitter. Ein Klick auf die neue Domain enthüllt bereits die Startseite des neuen Diensts. Dateien lassen sich aber noch nicht hochladen. Als Starttermin ist auf der Me.ga-Webseite der 20. Januar 2013 angegeben.

Mehr Privatsphäre

Wie Dotcom bereits kürzlich in einem Interview erklärte, wird die Privatsphäre der Nutzer beim neuen Filesharing-Dienst im Mittelpunkt stehen. Dateien werden sofort beim Hochladen auf die Mega-Server verschlüsselt und nur die Anwender selbst sollen dem Internetmillionär zufolge den Schlüssel für die Decodierung besitzen.

Die Verschlüsselung ermögliche es zudem, auf zahlreiche Hoster überall in der Welt zurückzugreifen, ohne die Privatsphäre der Nutzer zu gefährden. So werde auch das Hoch- und Runterladen von Dateien schneller. Eine ähnliche Strategie fährt inzwischen auch The Pirate Bay. Darüber hinaus sei es nicht mehr nötig, den Upload-Manager von Mega zu installieren. Alle Dateitransfers könnten nun über die Webseite getätigt werden.

Suche nach Hostern und Investoren

Auf der Webseite ist zudem zu lesen, dass Dotcom weiterhin nach Hostern sucht. Dabei sind Unternehmen, die in den USA angesiedelt sind, von Mega ausgeschlossen. Entsprechende Provider könnten aufgrund der Handlungsweisen der US-Regierung in den letzten Monaten keine Sicherheit garantieren und daher auch nicht berücksichtigt werden, ist auf der Seite zu lesen.

Darüber hinaus sucht Mega auch noch Investoren und Entwicklern, die sich an dem Projekt beteiligen. Noch scheint Dotcom also nicht genug Ressourcen zu besitzen, um den neuen Dienst auf die Beine zu stellen.

FBI-Agenten zu Besuch

Doch schon beim Launch der Webseite war das Interesse laut Dotcom enorm. Der Start musste um eine Stunde verschoben werden, da zu viele Nutzer Me.ga aufriefen und stetig aktualisierten. Dem Internetmillionär zufolge seien zahlreiche FBI-Agenten unter den ersten Besuchern gewesen. Er twitterte: "All die FBI-Agenten, die auf aktualisieren drücken hahaha...wir sehen ihre IP-Adressen. LOL"

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